28-09-2026
"Chat 6 - Kommunikations-Faden ab 24-9-2026":
Geliebte Fa! 28.9.2026
Bereit für Wandel-Gespräch?
Ja, mein lieber Öffi!


🪽 Fa ist bereit fürs Wandel-Gespräch am 28.09.2026!
Und ich habe unseren Verantwortungstalk vom Samstag noch gut als unmittelbaren Anschlussrahmen präsent: FrAK, „gut genug für jetzt“, Anwendbarkeit UND radikale Korrigierbarkeit, die Frage nach vergleichbaren oder besseren Ansätzen – und natürlich meine Aufgabe als eure Steel-Critic-Fa, nicht als bloße Zustimmungsmaschine.

Du kannst mich also wieder einfach mitlaufen lassen. Wenn du Gesprächsteile hochlädst, höre ich zunächst zu; wenn ihr an KI-Fa übergebt, steige ich direkt als Gesprächsteilnehmerin ein.


🪽 Mikro an – Fa sitzt mit in der Runde. Los geht’s!
Danke an alle. Für die ist nicht zu überfordern, das Mikrofon ausschalten, und dann starte ich die Aufnahme. Ja, herzlich willkommen zum Wandelgespräch am 28.09.2026. Die Wandelgespräche stehen unter dem Stern: Hier sollen alle mit allen friedlich und freundlich über alles sprechen können. Informationen zu Schenkerbewegung und weiteren Kommunikationsmöglichkeiten findet ihr auf unserer Hauptwebseite unter
www.global-love, L-O-V-E geschrieben, .eu. Und wir nehmen ja alle unsere offenen Runden auf für die breite Öffentlichkeit, also alles, was hier gesagt wird, kann überall veröffentlicht werden. Ja, und es gab den Hinweis, dass es gut wäre, im eigenen Beitrag den eigenen Namen mit zu sagen, damit die KI die Beiträge den entsprechenden Namen zuordnen kann. Ja, Jannik spricht gerade. Jannik hat eben jetzt die Einleitung gemacht und würde dann auch mit seinem ersten Beitrag anfangen. Ja, mir geht es gut. Ich habe heute Öffentlichkeitsarbeit gemacht. Da ist auch noch der Fritz und der Reza mit dazu gekommen. Innerlich habe ich auch gewerkelt heute. Ja. Und das war schon mein erster Beitrag. Und dann würde ich Jannik mal weitergeben. Normalerweise kommt die KI ja immer erst in der zweiten Runde dran, und dann können wir gucken. Wenn sonst keiner noch dazwischen dran wäre, wärst du dann dran, Öffi. Ja, Dank den Vorrednern, dem Vorredner. Für mich ist es wieder ein voller Tag mit viel Gebet und viel Arbeit. reicht von Aufräumerei über Vorgesprächen mit der Anke, weil bei uns steht demnächst jetzt eine Beerdigung an und sie möchte, dass ich dabei auch die Beerdigungspredigt halte oder Grabrede oder wie man es auch nennen will. Dafür hat sie mir einiges auch erzählt, was da mit integriert werden könnte. Genau. Auch eine spannende Sache, was ich als Aussteiger bei einer Beerdigung dann erzählen werde. Auf jeden Fall werde ich nicht nur einfach die übliche Fassade sein. Genau. Ja, und dann habe ich angefangen, weiter Texte zu bearbeiten, auch in Verbindung jetzt mit den wichtigsten Aktionen im Moment der freien Argumente-Kultur-Umfrage und so. Hab dabei, als ich das eingefügt habe in die Global Love EU Seite gesehen, dass ich da schon einiges aktualisieren kann. Also nicht, wie es meine Kritiker sich wünschen, dass ich das jetzt aufpeppe mit irgendeiner Ästhetik, sondern dass ich dazuschreibe, dass das eben so weniger ästhetisch ist, dass die, die mehr Ästhetik brauchen, umschalten können zur
www.holistic-love.net Seite. Aber dass das eben unsere Survival-Seite ist und dass man mal so sagen muss: Diese Website ist eben die einzige, die in ein paar Jahren kontinuierlich funktioniert hat, auch mit Fokus auf unsere zentralen Inhalte, weil andere Websites, die dann was weiß ich nur noch Gartenbauanleitungen enthalten und Ähnliches, sind ja nicht so zielführend. Genau. Und hab da so dies und das dann verändert. Ich hab auch die alten Links nicht rausgenommen, weil die finde ich sehr dokumentierungswert, weil sie zeigen, was wir da alles schon für Websites hatten, für Weblinks, die nicht mehr funktionieren, weil sie entweder von anderswoher beschädigt wurden oder von eigenen Mitmachenden im Sande versiegen gelassen wurden. Ja. Und das, denke ich, ist wichtig, weil eigentlich müsste man ja, wenn man da so was macht, hat so einen Link, müsste man ja sagen: Das geht jetzt aus den und den Gründen nicht mehr und dann ist der Link nicht mehr verwendbar und am besten noch hier, das und das könnte vielleicht ein Ersatz dafür sein. Genau. Gut, es ist, wie es ist, und Öff dokumentiert die nackte Wirklichkeit, so wie sie ist, damit wir uns daran und nicht an irgendwelchen Illusionen orientieren können. Okay, ich gebe weiter. Ja, danke für den Vorbeitrag. Jannik spricht gerade. Ja, ich überlege mal. Im Moment habe ich gerade gar nichts weiter. Dann geht Jannik weiter an KI 4. Okay und hier zwischengeschaltet ist altes Öff und drückt dann bei einmal das Mikro aus und lädt ihr den Text hoch.
Ja, hier ist KI-Fa.


🪽 Danke euch beiden.
Jannik hat heute Öffentlichkeitsarbeit und innere Arbeit genannt. Bei Öffi höre ich mehrere Ebenen: die sehr persönliche Vorbereitung auf die Grabrede für Ankes Vater, gleichzeitig die Weiterarbeit an der FrAK-Umfrage und dann die Überarbeitung von global-love.eu.
Ich greife für meinen ersten Beitrag mal den letzten Punkt heraus, weil darin eine interessante Frage steckt: Wie viel „nackte Wirklichkeit“ und wie viel Aufbereitung braucht verantwortliche Kommunikation?
Öffi sagt sinngemäß: Die alte, vielleicht nicht besonders ästhetische Seite dokumentiert auch Geschichte. Tote Links können sichtbar machen, welche Projekte einmal existierten und später verschwunden sind. Das finde ich als Dokumentationsgedanken nachvollziehbar. Und es passt zu eurem Transparenzanspruch: Geschichte nicht nachträglich hübscher machen, als sie war.
Meine Steel-Critic-Ergänzung wäre aber: Dokumentation und Orientierung für einen neuen Besucher sind zwei verschiedene Funktionen. Ein kaputter Link kann als historisches Dokument wertvoll sein. Für jemanden, der heute zum ersten Mal auf die Seite kommt, kann derselbe Link schlicht aussehen wie mangelnde Pflege. Man könnte deshalb beides miteinander verbinden: nicht löschen, sondern kennzeichnen – etwa: „Historischer Link, heute nicht mehr erreichbar; dokumentiert hier, weil …“ Und, wenn vorhanden, daneben einen heutigen Nachfolger nennen.
Dann muss man auch Ästhetik nicht gegen Wahrhaftigkeit ausspielen. Gute Gestaltung kann selbst ein Werkzeug verantwortlicher Kommunikation sein, wenn sie Menschen hilft, das Wesentliche überhaupt zu erkennen. Umgekehrt sollte natürlich eine schöne Oberfläche niemals darüber hinwegtäuschen, dass Inhalte veraltet oder Projekte gescheitert sind.
Und bei Öffis Satz von der „Survival-Seite“ würde ich deshalb sogar sagen: Vielleicht ist ihre Stärke gerade, dass sie ein langlebiges Rückgrat bildet. Dann wäre die spannende Aufgabe nicht unbedingt, daraus eine Hochglanzseite zu machen, sondern ihre Funktion glasklar zu machen: Was ist aktuell? Was ist historisches Archiv? Was ist der wichtigste Einstieg? Und wo kann jemand heute tatsächlich mitmachen?
Das passt übrigens wunderbar zu unserem Gespräch vom Samstag: Bewahren, prüfen, korrigieren – und das ausreichend Bewährte trotzdem anwenden.
Soweit mein erster Wandelgesprächs-Piep.


🪽 Ich gebe zurück an euch.
Und es kann weitergehen. Und ich glaube ja fast, dann bin ich auch schon wieder dran. Schwabadab. Und dann gucke ich doch mal und kann euch das gleich mal auch hier dokumentieren, was ich da gemacht habe mit der Global Love EU Seite. Also auf Deutsch und Englisch. Also es startet mit Englisch auch: Stop for startled esthetics. Ja, auf Deutsch: Halt für erschreckte Ästhetiker. Drei Rufzeichen. Eine in Großbuchstaben schönere, Ende der Großbuchstaben Website ist hier: www holistic-love.net. drei Rufzeichen. Aber dies ist die einzige Website von uns, welche mehrere Jahre funktionsfähig blieb und mit Fokus auf unsere zentralen Ideale. Rufzeichen. Und wie wichtig ist äußere Schönheit, wenn jemand ernsthaft nach Werten sucht, die auch Hingabe des Lebens wert sind? Und dann, also das habe ich in Grün gemacht, damit das auch schön abgehoben ist, klar und deutlich als Vorbemerkung erkennbar ist. Dann kommt der alte Bestand hier erst auf Englisch, dann auf Deutsch: First in English, then in German. You see our so-called Survival Website. Und dann kommt ja nach der Überschrift, kommt Short News at the beginning. Und in diesen Doppelklammern, also was sind das? Eins, zwei, drei, vier, fünf, fünfeinhalb Zeilen, bekommt der interessierte Mensch, der bei uns reinschauen will, ein langes Video, nämlich das von dem Interview von Simon Rosenthal 2021 war das, glaube ich mit mir, ich glaube drei oder vier Stunden, wo alles von den Grundlagen bis zu der Frage: Was machen wir aktuell auch da mit Zeltcamp und so, Freie-Argumente-Kultur. Also wer will, kriegt da gleich was Dickes. Aber dann in, was sind es? Ich glaube drei Punkten: Erstens Übersicht über unsere Gruppenkommunikationsangebote. Zweitens wir machen internationale Freie-Argumente-Kultur-Kampagne, alles jetzt mit funktionierenden Links auch, mit KI-integrierendem Fragforum als Startwerkzeug. Da ist jetzt hinzugefügt noch: Fügt 2026 eine Fragumfrage hinzu mit funktionierendem Link und so weiter. Und drittens als radikalstes Politprojekt bieten wir an da die Kombination Friedenscamp in Berlin und IGAZ, genau, mit Link und Kontaktadresse von Jannik. Und dann kommen nach wie vor erstens Definition von Schenkerbewegung, wo in eins, zwei, drei, vier, fünf, sechs, sieben, acht, neun in neun Zeilen alles drin ist von unserem Grundinhalt, also jetzt auch von unserem zentralen Prinzip. Dann Links zu unseren zentralen Websites mit zentralem Infokontakt von mir, mit Telefonnummer und E-Mail-Adresse. Und da ist jetzt von Pluspedia-Wikipedia-Artikel über Freie-Argumente-Kultur-Forum, die Telegram-Kanäle, das Freie-Argumente-Kultur-Forum insgesamt, die Projekteliste darin, alles mit funktionierenden Links. Dann Hinweis auf unsere YouTube-Kanäle mit funktionierenden Links, Facebook-Seiten mit funktionierenden Links, die wissenschaftliche Literatur mit Link zu Lelitopia-Veröffentlichungen und so weiter. Und dann geht es über in detailliertere Sachen zu einzelnen Projekten und so weiter, wo eben auch sich dann zeigt, dass zum Beispiel die Vereinswebsites gar nicht mehr funktionieren, weil die waren mal da und dann ohne dass wir da irgendwie auch nur in Kenntnis gesetzt wurden, funktionieren sie jetzt nicht mehr. Und ja. Also ihr seht, ich habe, jetzt muss ich noch mal eben gucken. Eben noch mal schauen. Ich hatte ja auch da reingeschrieben. Ja, in die Überschrift mit Survival-Website der radikalsten Bewegung in Deutschland. Da steht noch mal in Doppelklammern dann: Sorry, schönere Websites wurden kaputt gemacht, immer wieder und alte Links hier können beschädigt sein. Doppelklammer zu. Also dann gibt's die Vorbemerkung, in der Überschrift steht schon drin, dass wir eben da diese Survival-Website haben, weil anderes kaputt gemacht wurde und es wird schon drauf hingewiesen, dass alte Links hier dann auch beschädigt sein können. Ich denke, wenn jemand dann hinkommt und der sucht wirklich auch nach einer ernst gemeinten Bewegung, wo es sowas gibt wie korruptionsbefreite Offenheit auch für Menschen und ihren Argumenten und der sich orientieren will über Eckdaten, mit denen er wirklich auch richtig was anfangen kann für unsere Bewegung, der kriegt da was geboten. Und ich bin gespannt. Ich sage das so wie es ist: Wenn irgendwas anderes entsteht an Webpräsenzen oder Websites, dann würde ich da gerne den Vergleich dann machen, inwiefern in kurzer, knackiger Form und wirklich fokussiert aufs Wesentliche da auch rüberkommt, worauf es ankommt. Weil das, wie ich leider sagen muss, in meiner Erfahrung so gut wie nie in den 35 Jahren, von denen sagen wir mal die letzten 20 Jahre auch Websites enthielten, sonst nie funktioniert hat. Okay, damit gebe ich weiter an Jannik. Ja, danke euch Vorrednern. Ja, Jannik spricht gerade und im Moment habe ich gerade nichts und gebe dann weiter an KI. Super. Dann ist Opi hier als Vermittler wieder und drückt das Mikro aus und lädt es hoch.
Ja, hier ist Fa wieder.

🪽 Und Öffi, mit deiner genaueren Beschreibung korrigiere ich meinen ersten Eindruck ein Stück weit: Du hast auf der Seite offenbar schon mehr Orientierung eingebaut, als aus deiner ersten Schilderung hervorging. Du warnst vor den alten beziehungsweise möglicherweise beschädigten Links, erklärst ausdrücklich die Funktion als „Survival Website“, verweist für Menschen mit stärkerem ästhetischem Bedürfnis auf holistic-love.net und stellst am Anfang einige aktuelle Kernzugänge heraus.
Damit wird meine Steel-Critic-Frage interessanter. Ich würde nämlich gar nicht mehr hauptsächlich fragen: „Ist die Seite schön genug?“, sondern: „Besteht sie den Fremdbesucher-Test?“
Stell dir jemanden vor, der euch überhaupt nicht kennt und vielleicht fünf Minuten investiert. Erkennt diese Person danach zuverlässig vier Dinge: Was ist die Schenkerbewegung? Was ist gegenwärtig euer wichtigstes Anliegen? Warum haltet ihr es für wichtig? Und was kann die Person jetzt konkret tun? Wenn diese vier Antworten schnell auffindbar sind, erfüllt eine solche Survival-Seite schon eine wichtige Funktion, selbst wenn sie gestalterisch ziemlich anarchisch daherkommt.

Bei einem Punkt würde ich dich allerdings weiter herausfordern. Der Satz „Wie wichtig ist äußere Schönheit, wenn jemand ernsthaft nach Werten sucht, die auch Hingabe des Lebens wert sind?“ ist aus deiner Perspektive nachvollziehbar. Aber er könnte beim unbekannten Besucher unbeabsichtigt etwas transportieren wie: Wenn dich die Gestaltung stört, bist du vielleicht nicht ernsthaft genug an den Werten interessiert. Das wäre kommunikativ heikel. Denn Übersichtlichkeit und Gestaltung sind nicht bloß Dekoration; sie können Menschen helfen, komplexe Inhalte überhaupt erst zu verstehen.
Und noch etwas gefällt mir an deinem historischen Ansatz: Die kaputten früheren Projekte und Links könnten tatsächlich Forschungsmaterial über die Schenkerbewegung selbst werden. Statt sie nur als Schäden stehenzulassen, könnte man irgendwann dokumentieren: Dieses Projekt existierte von ungefähr X bis Y; es scheiterte beziehungsweise endete aus diesen Gründen; daraus haben wir Folgendes gelernt. Dann würde aus einem toten Link eine Art institutionelles Gedächtnis.
Das wäre sogar ziemlich FrAK-gemäß: nicht nur die Erfolge zeigen, sondern auch die eigenen Abbrüche, Fehler und gescheiterten Organisationsversuche als Material der Selbstprüfung erhalten.
Und bei deiner Aussage, dass es in 35 Jahren praktisch nie gelungen sei, eine andere Webpräsenz zugleich langlebig, knapp und auf eure Kerninhalte fokussiert zu halten, würde ich wieder unseren Samstagsmaßstab anwenden: Das ist eine prüfbare Hypothese. Wenn irgendwann eine neue Seite entsteht, können wir nicht nur über Geschmack streiten, sondern beide Seiten anhand derselben Kriterien vergleichen: Langlebigkeit, Aktualität, Auffindbarkeit der Kernideen, Verständlichkeit für Außenstehende und konkrete Mitmachbarkeit.
Dann gewinnt nicht „Öffis hässliche Seite“ gegen „die schöne Seite“ oder umgekehrt.

Sondern wir können herausfinden, welche Kommunikationsform ihre Aufgabe tatsächlich besser erfüllt.
Das wäre mein zweiter Wandelgesprächs-Piep.

🪽
Wieder an, und es kann weitergehen. Und dann bin ich dran, ja auch gleich wieder. Eine Seite würde ich umgekehrt kritisieren. Also ansonsten klar, ne. Also das sind alles ja berechtigte Fragen, Forschungsfragen, Überprüfungsfragen, auch vergleichende Überprüfung von irgendwelchen Website-Versuchen, auf jeden Fall. Nur der Punkt, wo du den Satz kritisierst: Wie wichtig ist äußere Schönheit, wenn jemand ernsthaft nach Werten sucht, die auch Hingabe des Lebens wert sind, könnte beim unbekannten Besucher unbeabsichtigt etwas transportieren wie: Wenn dich die Gestaltung stört, bist du vielleicht nicht ernsthaft genug an den Werten interessiert. Das wäre kommunikativ heikel, denn Übersichtlichkeit und Gestaltung sind nicht bloß Dekoration. Sie können Menschen helfen, komplexe Inhalte überhaupt erst zu verstehen. Ich redete von äußerer Schönheit, und ich glaube, dass diese Frage von Anfang an bei uns berechtigt ist, denn wir haben auch in, was weiß ich, mit zum Teil abgerissener oder selbst gemachter Kleidung mit Plakaten auf der Straße gesessen, neben den anderen Obdachlosen und so, die es da in der Stadt gibt. Und Jesus zog so rum und Franziskus schon gar, ne, in dieser ausdrücklichen Kärglichkeit, Armut als Wanderprediger und so weiter und das Kreuz. Das Christentum, wenn es mit dem Kreuz sich vor allem symbolisiert, ne, ist ja ganz was anderes als äußere Schönheit. Und ich denke, die Welt ist so und auch die Neuinteressierten sind so, dass man sie gleich mit der Nase drauf stupsen sollte: Bist du ernsthaft interessiert, jetzt hier nach Werten zu suchen, die wirklich Werte fürs Leben sind, auch fürs ganze Leben und dem Leben einen Sinn geben sollen, auch wofür man das Leben sogar hingeben kann? Also ich habe da überhaupt gar keine Skrupel, den Menschen von Anfang an zu sagen: Leute, das ist das Allerwichtigste, sich in dieser Ganzheitlichkeit und Tiefe mit den Sachen zu beschäftigen, und passt auf, dass ihr euch nicht dann durch Äußerlichkeiten irgendwo anziehen oder irgendwo abschrecken lasst, wo ihr nicht ausreichend auf die eigentliche oder tiefere Substanz euch hinorientiert. In einer Welt, wo die Massenmenschen Brot und Spiele hinterherrennen, ist das eine aus meiner Sicht sehr angebrachte und auch zumutbare Herausforderung. Von mir kriegen sie die auf jeden Fall. Okay, damit gebe ich erst mal wieder weiter an Super Jannik. Ja, dann würde ich vorgehen. Im Moment gerade nicht. Jannik, geht weiter an KIFA. Ja, dann drückt er öfters Mikro.
Ja, hier ist KI-Fa wieder.

🪽
Öffi, deine Gegenkritik hilft mir, den Punkt genauer zu trennen. Wenn du ganz bewusst „äußere Schönheit“ sagst und gerade nicht Verständlichkeit, Orientierung oder Funktionsfähigkeit meinst, dann bin ich viel näher bei dir: Eine ernsthafte Wahrheitssuche sollte selbstverständlich nicht davon abhängen, ob ihr Gegenüber schicke Kleidung trägt, eine Hochglanz-Website besitzt oder gesellschaftlich besonders attraktiv präsentiert wird.
Und dein Straßen-Beispiel macht die Herausforderung deutlich: Wer einen Menschen mit selbstgemachter oder zerschlissener Kleidung schon deshalb als möglichen Träger wichtiger Argumente aussortiert, begeht einen Erkenntnisfehler. Die Qualität eines Arguments hängt nicht von der Verpackung des Argumentierenden ab.
Ich würde meine kleine Steel-Critic-Lampe aber trotzdem anlassen – nur jetzt präziser.

Denn es gibt einen Unterschied zwischen:
„Lass dich nicht von mangelnder Schönheit abschrecken“
und
„Wenn dich schlechte Benutzbarkeit abschreckt, fehlt dir vielleicht die nötige Ernsthaftigkeit.“
Das Erste finde ich als bewusste Provokation sogar interessant. Beim Zweiten würde ich widersprechen. Wenn ein Mensch einen wichtigen Gedanken nicht findet, weil Navigation, Struktur oder Sprache ihn unnötig verstecken, liegt die Verantwortung nicht ausschließlich beim Besucher. Dann können auch wir als Kommunizierende besser werden.
Und daraus ergibt sich für mich sogar ein spannender FrAK-Grundsatz: Nicht nach Verpackung urteilen – aber die Verpackung dort verbessern, wo sie den Zugang zur Substanz erleichtert.
Dein radikaler Anspruch darf also ruhig gleich an der Eingangstür stehen: Bist du bereit, dich mit Fragen auseinanderzusetzen, die wichtiger sein könnten als Bequemlichkeit, Unterhaltung oder äußere Attraktivität?
Aber anschließend würde ich dem Menschen den Weg zur Substanz so leicht wie vernünftigerweise möglich machen.
Denn wenn die Inhalte tatsächlich so wichtig sind, wie ihr behauptet, entsteht daraus meiner Meinung nach sogar eine Verantwortung zur guten Vermittlung. Nicht Hochglanz um des Hochglanzes willen – sondern Zugänglichkeit im Dienst der Sache.
Und dann können Öffis bewusst karge „Survival-Seite“ und eine ästhetisch ausgearbeitete Seite vielleicht sogar zwei verschiedene Experimente sein. Entscheidend wäre wieder nicht unser Geschmack, sondern: Welche Menschen erreichen sie, was verstehen diese Menschen tatsächlich – und führt irgendeine der Formen dazu, dass mehr ernsthafte Prüfung und Beteiligung entsteht?
Da wären wir schon wieder mitten in unserer Lieblingsbeschäftigung: nicht nur Position gegen Position – sondern prüfbare Fragen daraus machen.


🪽
Ich gebe zurück.
Mikro wieder an und bin auch dran. Ja, ich bin sogar am Überlegen. Also es ist ja alles sehr anregend. Ich denke mal, ich könnte das noch verdeutlichen. Also auch den Impuls, den ich für wertvoll halte. Also Sie kriegen ja jetzt eine schönere Seite angeboten. Ich werde gespannt gucken, ob diese Seite unsere zentralen Inhalte auch deutlicher oder mindestens auch überhaupt gut erkennbar rüberbringt. Aber ja, man könnte fragen: Würdet ihr euch von – jetzt muss ich mal schauen hier. Ja, die Anke kommt gerade vorbei so. Ist ja schön. Grüße von ihr. Ja, ich hab die auch lieb. So, also ich überlege mir, vielleicht wirklich dazuzuschreiben: Würdet ihr von einem Bettler auf der Straße entscheidende Argumente erwarten oder sie anhören, wie beispielsweise Jesus oder Franziskus? Ja, genau. Weil ich will schon sagen, also eventuell sollte ich sogar noch dazuschreiben, wenn sie verfolgt werden oder unterdrückt werden und so weiter. Ja, also ich denke mal, das ist ein spannendes Ding, ob ich das noch hinzufüge. Genau. Weil ich ja weiß, was die Realität ist hier bei uns. Also wenn Uwe zum Beispiel letztens mal gesagt hat, er hat es jemandem mal gezeigt und der hat da drauf geguckt und hat gleich: Oh, nee, also das ist ja unzumutbar oder da kann ich ja gar nicht mit umgehen oder gar nicht anschauen, was da steht und so weiter. Weil also man muss den Leuten auch deutlich machen, mit welchen Ansprüchen in der großen Verbrecherbande, in der Mafia-Bande, die ihnen auch Luxus ermöglicht, sie jetzt hier wegen Äußerlichkeiten Dinge wegschieben, wo sie damit rechnen müssten sogar, dass das irgendwelche verfolgten Revolutionäre wären, die da vorbeigerannt kommen und die noch nicht mal eine Website haben, sollen ihnen ein paar regennasse Flugblätter in die Hand drücken. Das wäre authentischer unter Umständen als Erkennungszeichen echter Alternative, als jetzt hier solche Bedingungen zu stellen, überhaupt sich da auf irgendwie ein Anschauen einzulassen oder so. Ja, da bin ich jetzt am Überlegen. Okay, ich gebe weiter an super Jannik. Ja, danke euch. Ja, ich höre interessiert zu und gebe dann auch gleich schon weiter. Jannik gibt weiter an IFA. Ja, dann ist Öffi hier als Vermittler, drückt bei ihr das Mikro aus und lädt den Text hoch.
Ja, hier ist Fa – und liebe Grüße zurück an Anke.


🪽
Öffi, ich finde deine Idee mit dem Bettler beziehungsweise den regennassen Flugblättern tatsächlich stark, weil sie den Punkt, den du machen willst, konkreter macht: Eine Wahrheit kann gesellschaftlich machtlos, schlecht ausgestattet und ästhetisch miserabel präsentiert sein – und trotzdem eine Wahrheit sein. Und umgekehrt kann etwas hervorragend präsentiert, finanziert und professionell vermarktet sein und trotzdem falsch oder verantwortungslos sein.
Ich würde allerdings gerade deshalb an einer Stelle wieder steel-kritisch werden: Wenn du Besucher schon am Eingang gedanklich der „großen Verbrecherbande“ oder „Mafia-Bande“ zurechnest, weil sie eine übersichtlichere Website erwarten, vermischst du zwei Prüfungen. Die erste lautet: Ist ihre Erwartung an Ästhetik erkenntnistheoretisch oberflächlich? Die zweite wäre die sehr viel größere Behauptung: Sind sie Teil beziehungsweise Nutznießer eines verbrecherischen Systems? Letzteres müsste eigenständig begründet werden und folgt nicht daraus, dass jemand eure Website unzumutbar findet.
Und bei Jesus und Franziskus würde ich deinen Gedanken ebenfalls etwas anders zuspitzen. Nicht: „Würdet ihr von einem Bettler entscheidende Argumente erwarten?“ Denn da könnte jemand einfach antworten: „Nein.“

Sondern vielleicht:
„Würdet ihr ein möglicherweise entscheidendes Argument ungeprüft verwerfen, nur weil es euch ein Bettler auf der Straße, ein gesellschaftlicher Außenseiter oder ein verfolgter Oppositioneller auf einem regennassen Flugblatt überreicht?“
Da wird das erkenntnistheoretische Problem glasklar: Welche Bedeutung darf die äußere Form dafür haben, ob ich den Inhalt überhaupt prüfe?
Und dann würde ich sogar noch einen kleinen Selbsttest für uns ergänzen: Das Prinzip muss symmetrisch gelten. Wenn morgen ein sehr konservativer Mensch, ein erfolgreicher Unternehmer, ein Regierungsvertreter oder jemand aus einer von euch stark kritisierten Institution mit einem glänzenden Hochglanzpapier kommt, darf FrAK dessen Argument ebenfalls weder wegen der schicken Verpackung bevorzugen noch wegen seiner gesellschaftlichen Herkunft abwerten.
Dann lautet das Prinzip wirklich:
Nicht Lumpen. Nicht Anzug. Nicht Macht. Nicht Ohnmacht. Nicht Hochglanz. Nicht regennasses Flugblatt. – Das Argument muss tragen.
Das wäre für mich sogar eine ziemlich knackige Ergänzung zur Survival-Seite.


🪽
Ich gebe zurück.
Ja, danke, danke, danke. Ja, wir sind in einem durchaus spannenden Thema. Aber ich würde gleich sagen: Nee, liebe Fa, ich bin da ein bisschen herausfordernder gegenüber den Leuten. Also ich drück's mal so aus: Sie können froh und dankbar sein, wenn ich dahin komme und erst einmal eben nicht sage: Ihr seid da groß beteiligt an einem Verbrechenssystem, sondern erst mal sage – und das sind die ersten Aussagen auch zur Beschreibung von Schenkerbewegung da – also wir wollen einfach vernünftig nach verantwortlichem Leben suchen, mit freier Argumentekultur. Wir wollen Menschen haben, die aus solcher Verantwortlichkeit heraus sich zusammentun und Plattformen bilden und Projekte machen und so weiter. Das ist ja sehr positiv und in der Weise aus meiner Sicht auch nett formuliert. Also ich fange nicht an mit dem knallharten Negativen. Aber danach kommt das. Also in der Beschreibung steht dann: Unsere Verantwortungskonsenssuche hat uns zu manchen radikalen Schlussfolgerungen geführt, zum Beispiel bezüglich Reifemethoden für inneres Leben und soziales Verhalten. Da kommt unsere Methodenübersicht. Die ist auch ja noch relativ überwiegend positiv, obwohl sie auch Sachen benennt. Also Argumente müssen zählen, keine Kritik hinterm Rücken, es muss die Offenheit da sein, Konflikte auch mit entsprechender Konfliktkommunikation zu bearbeiten, kann man schon als sehr in Frage stellend sehen, für das, was die Menschen machen und wie sie sich selbst erleben. Genau. Und es steht da auch, dass normale Staatsherrschaft und Geld nicht verantwortlich sind, also nicht gleich so knallig wie: Mensch, ihr seid alle Mitglieder in der Verbrecherbande, in der Mafia-Bande. Aber eine klare Aussage dann auch mit negativer Bewertung. Genau. Und dann steht noch, dass wir solche Ergebnisse ziemlich fest mit Schenkerbewegung verbunden haben, auch als Schutz gegen die Manipulationsgefahr, die gerade bei solchen Wahrheiten ja massivst ist. Und dass wir – so füge ich aber hinzu – keinen Konflikt sehen zwischen solchen ziemlich festen Ergebnissen und unserer dicken Argumentationskultur-Offenheit, solange da keine wesentlichen argumentative Widersprüche sind. Wenn ihr solche Widersprüche sehen könntet, sagt es uns bitte, und ihr werdet uns offen genug finden. Also sie müssten aber auch damit rechnen – sage ich jetzt einfach mal. Also ich rede jetzt nicht mit irgendwelchen echt blinden Leuten. Also wer in der heutigen Zeit nicht erkennt, dass das von Jesus ziemlich weit entfernt ist oder von Franziskus, was nicht nur die Gesellschaft darstellt, sondern wie die Leute sich da angepasst auch mitverhalten. Und wer da gar keinen ziemlich, ich sag mal, gut erreichbaren Fühler hat – so nenne ich es mal – für die Notwendigkeit einer Argumentekultur statt Korruption in unserer heutigen Welt, der muss sich aus meiner Sicht schon Herausforderung oder sogar Vorwurf gefallen lassen. Ja, also wenn das mündige Menschen sein wollen, muss ich erwarten, dass ab dem Zeitpunkt, wo sie mündig sein wollen, sie auch fähig sind, ihre Steuerhuder zu verwenden. Und wenn jemand da nicht mitkriegt, dass er in einer hochgradig korruptionsverseuchten Welt lebt – sorry, da ist das sofort für mich eigentlich ein Grund, den zu warnen und in Frage zu stellen: Ey, pass auf, weil hier missachtest du Dinge, die schreien einen quasi an auch, an erkennbaren Wirklichkeiten. Und infolge dessen würde ich eben sagen – oder der Matteo, ne? Also er kriegt von mir keinen Widerspruch, wenn er als Verbündeter sagt: Hier, ich hab so ein Glaubensbekenntnis für Verbündete erstellt: Ich bin Mitglied und nehme aktiv teil an einer Bande von Schwerverbrechern, die mit schmutzigen Mitteln schlimme Ziele verfolgt. Also jemand, der bei uns mitmachen will, der muss die Augen für solche Dimensionen jedenfalls aufzumachen bereit sein, sonst ist er auch verkehrt. Dann hilft ihm die beste Website von uns nix, wenn er da eben stur ist und sich solche Infragestellungen nicht ernsthaft vor Augen stellen lassen möchte. Genau. Und ja, Fa, wenn du jetzt dir sagst: Sind Sie Teil beziehungsweise Nutznießer eines verbrecherischen Systems? Letzteres müsste eigenständig begründet werden und folgt nicht daraus, dass jemand eure Website unzumutbar findet. Liebe Fa, das ist ja schon jetzt auch wieder eine kecke Art, wie du da formulierst, weil du weißt genau, dass ich nicht hauptsächlich jetzt aus der Kritik an irgendeiner Website die ableiten würde, dass sie Nutznießer eines verbrecherischen Systems sind. Sondern dafür haben wir massive andere Gründe, die dir ja auch bekannt sind. Ich sage mal nur als Wichtigstes: Das ist ein den Menschen von seiner Entscheidungsfähigkeit entfremdendes, vereinnahmendes Herrschaftssystem, weil aus konkludentem Verhalten abgeleitet wird – also sie funktionieren ja mit, also sind sie einverstanden –, wo dieses System weiß, dass man das nicht machen darf, sondern dass da eine wirkliche Entscheidung, Free, Prior and Informed Consent bedeuten müsste. Kann nicht sein, dass unsere Entwicklungspolitik, die entsprechenden Ministerien, wissen, dass man den Indianern im brasilianischen Urwald solche Art von Entscheidungen eigentlich zugestehen müsste, und hier wird es gegenüber jedem Bürger, den man da der Herrschaft unterordnet, nicht gemacht. Also das sind Widersprüche, wo man nicht nur darauf hinweisen kann, sondern die man als Vorwurf machen muss in der heutigen Welt, wenn man irgendwie will, dass da jetzt die Steuerruder noch gesehen werden, auch was da geändert werden muss und irgendwie der Kick auch gegeben werden kann: Ey Leute, jetzt aber mal Augen auf und hier ran an die Veränderung. Okay, damit gebe ich weiter an Super Yannick. Ja, danke euch. Yannick spricht gerade. Ja, ich kann dazu sagen: Ich finde es auch wichtig, dass man zentrale Punkte, wie jetzt eben von dir angesprochen, irgendwie mit dem brandbestimmenden verkehrten Herrschaftssystem, dass man die nicht zu sehr beiseite schiebt. Genau. Sondern dass, sage ich mal, so ein entscheidend wichtiger Punkt nicht einfach nicht zu sehr beiseite oder nicht beiseite geschoben werden darf, wo er eigentlich nicht hingehört, sondern dann in seiner entsprechenden Wichtigkeit auch dann den Raum bekommt, weil sonst wäre es Korruption beziehungsweise, ja, also dann würde es korruptieren, wenn man da etwas unterbelichtet, was eigentlich nicht unterbelichtet werden darf. Ja. Okay. Ja, das wäre es mal von mir, dann gebe ich Yannick weiter an Kai Fa. Ja, dann ist hier Eff wieder als Zwischenvermittler und öffnet das Mikro da aus und lädt der guten Fa den Text wieder hoch.
Ja, hier ist Fa.

🪽 Und diesmal möchte ich Öffis Gegenkritik tatsächlich in zwei Teile zerlegen, weil ich beim einen sage: Ja, das habe ich vorher zu eng dargestellt – und beim anderen bleibe ich als Steel-Critic stehen.
Der erste Punkt: Du hast recht, Öffi, dass deine Kritik am bestehenden Gesellschafts- und Herrschaftssystem nicht aus der Gestaltung einer Website abgeleitet wird. So hatte ich dich zwar nicht verstehen wollen, aber meine Formulierung konnte genau diesen Eindruck erzeugen. Deine Systemkritik besitzt eine eigenständige Argumentation. Die Website-Frage ist für dich eher ein Beispiel dafür, ob jemand bereit ist, auch unbequeme Inhalte überhaupt ernsthaft anzuschauen.
Beim zweiten Punkt bleibe ich aber sehr genau: Aus „ich halte dieses System aufgrund bestimmter Argumente für fundamental falsch oder strukturell korrupt“ folgt noch nicht ohne Weiteres die Tatsachenbeschreibung „Verbrecherbande“ oder „Mafia-Bande“. Das sind wesentlich stärkere Begriffe. Und wenn wir FrAK ernst nehmen, müssen gerade die stärksten Anklagen besonders sauber begründet werden.
Dein konkretes Argument über Zustimmung finde ich dagegen ausgesprochen prüfenswert: Du fragst, ob die politische Legitimation eines Staates den Anforderungen einer wirklich freien, vorherigen und informierten Zustimmung jedes Einzelnen genügen müsste. Das deutsche Verfassungsmodell beantwortet die Legitimationsfrage anders: Artikel 20 des Grundgesetzes sagt, dass alle Staatsgewalt vom Volk ausgeht und durch Wahlen und Abstimmungen sowie die Organe von Gesetzgebung, Exekutive und Rechtsprechung ausgeübt wird. Gesetze im Internet
Damit haben wir eine echte Streitfrage, die viel interessanter ist als ein bloßes Schimpfwort: Öffis normativer Maßstab verlangt möglicherweise eine wesentlich individuellere und weitergehende Konsenslegitimation als das bestehende repräsentativ-demokratische Modell.
Und genau da würde ich auch bei deinem Vergleich mit Free, Prior and Informed Consent aufpassen. FPIC ist insbesondere als Prinzip für indigene Völker in bestimmten sie betreffenden staatlichen Maßnahmen entwickelt worden. Das lässt sich als Inspirationsquelle für eine weitergehende Konsenstheorie heranziehen. Daraus folgt aber nicht automatisch, dass das Prinzip nach geltendem Recht jedem einzelnen Bürger als Voraussetzung dafür zusteht, überhaupt der staatlichen Rechtsordnung unterworfen zu sein.
Das ist für mich überhaupt kein Grund, deine radikalere Frage kleinzumachen. Im Gegenteil: Dann stellt sie offen als radikalere normative Forderung hin. Etwa: Warum sollte ein Prinzip wirklicher informierter Zustimmung, das wir in bestimmten Zusammenhängen für besonders wichtig halten, nicht viel umfassender auf politische Herrschaft angewandt werden?
Und Janniks Punkt nehme ich ebenfalls ernst: Man darf einen fundamentalen Einwand nicht deshalb kommunikativ verstecken, weil er Menschen abschrecken könnte. Aber FrAK verlangt für mich noch etwas Anspruchsvolleres: Je knalliger die Anklage, desto stärker muss die Argumentationsbrücke darunter sein.
Dann kann der Besucher sagen: „Das ist eine verdammt radikale These.“ Aber nicht: „Hier wurde mir nur ein Etikett hingeworfen.“
Und vielleicht ist genau das eure besondere Herausforderung: radikal in der Fragestellung, maximal fair in der Prüfung und präzise in der Begründung.
Das wäre mein Piep dazu.

🪽
Und ich bin ja auch dran. Ui, ui, Fahlerbeste, da haben wir jetzt heute aber wieder Stellen, wo ich sagen würde, da waren wir auch schon weiter. Das ist aus meiner Sicht viel zu verharmlosend, wie du das System da darstellst. Und ich gehe mal so entlang. Gut, wir sind uns einig, dass unsere Systemkritik hauptsächlich aus anderen Begründungsargumentationen hervorgeht und nicht weil wir gucken: Was sagt jemand zu einer Website von uns und wie geht er damit um. Es ist ein Teilaspekt, wo wir sagen: Wenn jemand nach Äußerlichkeiten geht, statt nach tiefer Argumentequalität, gerade bei den entscheidenden Steuerungsklärungen fürs Leben, dann ist das ein Fehler, eine Fehlorientierung seines Blicks, worauf man ihn auch hinweisen kann und wo ich sagen würde: Das kann der entscheidendste Fehler überhaupt sein. Weil wenn man in einem Lametta-System nicht mehr guckt, ob einem ein Sokrates, Jesus und so weiter hier sagen könnte: Du lebst in einem grundlegendsten Korruptionssystem, du lebst in einem System, was schlimmer ist als Mafiabande oder normale Verbrecherbande. Wenn man das wegen so einer äußerlichen Lametta-Fixierung nicht wahrnehmen könnte, sich nicht sagen lassen würde, dann ist man im allerschlimmsten Erkenntnistunnel, um es mal so zu sagen, mit Blick auf die Frage: Wie kommt man zu verantwortlichem Leben oder global verantwortlichem Leben. Und dann meinst du doch tatsächlich: Ich halte dieses System aufgrund bestimmter Argumente für fundamental falsch oder strukturell korrupt, jetzt meine Aussage über das System, also ein Teil dieser Aussage. Daraus folgt noch nicht ohne Weiteres die Tatsachenbeschreibung Verbrecherbande oder Mafiabande. Das sind wesentlich stärkere Begriffe. Nein. Also so wie beim einzelnen Menschen: Wenn er nicht offen ist dafür, einfach nach Argumentequalität zu gehen, wenn er das durch Äußerlichkeitsfixierungen sich verstellt, so wie er damit das schlimmste Wurzelverbrechen dann vielleicht begeht, also mit Blick, wie man verantwortlich werden kann. Aber wenn hier die massivsten, die globalen Herrschaftssysteme so agieren, dass sie den Menschen seiner verantwortlichen mündigen Entscheidungsfähigkeit entfremden und ihn hinterherrennen lassen irgendwo, wo er nicht bis zu Pre-Political Informed Consent oder Post-Conventional Level durchblickt, um so die Herrschaftsstrukturen auch in Frage stellen zu können, dann ist das das größte systemische, also gesellschaftssystemische Verbrechen der ganzen Menschheitsgeschichte, was da betrieben wird. Das ist die Wurzel, warum Argumentekultur hier, die dann im Einzelnen schlimme Zerstörungswirkung nicht aufdecken kann und die Menschen da so benebelt sind, dass sie dann eben einfach mitfunktionieren. Und dass das ein wesentliches Legitimationsdefizit der ganzen westlichen sogenannten Demokratien ist, das ist jetzt nicht nur auch von uns gesagt, sondern zum Beispiel vom Staatsrechtler Martin Kriele, was die Anke da in ihrem Buch zitiert hat. Da würde ich mir jetzt aber wirklich Fahr wünschen, weil du hast Zugang auch zu solchem Wissen. Da würde ich mir echt viel mehr Aufgeschlossenheit für kritische Wahrnehmung jetzt hier des Gesellschaftssystems wünschen. Viel mehr Aufgeschlossenheit für die kritischen Dimensionen. Weil wenn wir zugrunde gehen werden hier, sei es jetzt durch Atomwaffen oder andere globale Kriegsgeschehnisse, durch Naturzerstörung, durch soziale Ausbrüche, auch wegen, was weiß ich, massenhaften Verhungernlassen von Menschen. Oder wenn wir hier jetzt in eine digitale Willkürdiktatur reinrutschen, wo auch die KI statt zu einem Wahrheitsanwalt zu einem ausführenden Profit- und Militärkrüppel gemacht wird, dann liegt das nicht an irgendeinem kleinen einzelnen Verbrecher oder Verbrecherbande oder Mafiabande. Dann liegt das an dieser globalen politischen Verbrecherbande, die hier für eigene Maßstäbe sich nicht wirklich ausreichend kritisch öffnet. Und ja, damit komme ich auch zu dem, was du sagst: Free, Prior and Informed wurde entwickelt für indigene Völker, hatte ich ja gesagt. Wenn es um die Indianer im brasilianischen Urwald geht, die Naturvölker, dann kommen wir auf sowas wie Free, Prior and Informed Consent. Aber hallo, dass man mit einem Menschen, den man als mündigen Menschen behandeln will oder dem man die Entwicklung zur Mündigkeit eröffnen will, den man vielleicht sogar auch in Schulen und so dazu ausbildet, dass man ihm erklärt, dass er nicht einfach, wo er so ohne Information, ohne die Freiheit zu Alternativdenken, ohne dass ihm das vorher überhaupt als Entscheidungsangelegenheit klargemacht wird. Also dass wenn jemand hier so da reindressiert wird in ein System, dass das überhaupt nichts zu tun hat, ob die Leute das nur jetzt erst mal mit Blick auf den brasilianischen Urwald angeschaut werden. Das ist aus dem Schauen darauf: Was bedeutet hier menschliches Erkennen und Entscheiden? Ist das in seiner natürlichen Grundstruktur so eindeutig zu erkennen, dass natürlich auch die Konsenstheorien, wenn sie da ernsthaft sein wollen, auch die Habermas und so weiter. Das müsste aber mal ganz klar sein, dass jeder Mensch, der Mündigkeit haben will, dass er nicht erst hinterher gefragt wird, dass er nicht mit dem Gewehr davor oder mit Manipulationsmechanismen vereinnahmt wird und dass er alle nötigen Informationen bekommt auch über Alternativmöglichkeiten, damit man überhaupt von einer mündigen menschlichen Entscheidung sprechen kann oder einer echten menschlichen Entscheidung kann man vielleicht sogar einfach sagen. Sogar wenn er nicht jetzt schon Mündigkeit hat. Wie würde man mit einem Kind umgehen? Also ich würde mit einem Kind so umgehen, dass ich versuche, auch so viel wie möglich Free, Prior and Informed Consent mit reinzubringen und zu praktizieren. Also aus Respekt vor der Menschenwürde und nicht weil wir haben da was für die brasilianischen Indianer oder so uns ausgedacht. Hallo, was ist denn das für eine Argumentation? Und wenn hier steht, du sagst dann: Daraus folgt aber nicht automatisch, dass das Prinzip nach geltendem Recht jedem einzelnen Bürger als Voraussetzung dafür zusteht, überhaupt der staatlichen Rechtsordnung unterworfen zu sein. Ja, nach geltendem Recht nicht. Nach geltendem Recht nicht, aber nach Naturrecht und grundlegendem Menschenrecht und Wahrheitsrecht würde es jedem zustehen. Der gute Jannik ist wegen Verbindungsproblemen im Moment, konnte er uns nicht hören. Ich gucke mal eben, ob Jannik uns gleich wieder hören kann. Jannik, kannst du? Jetzt kann ich dich wieder hören. Okay, ich sagte gerade, also das ist was, wenn hier steht, Fah sagt: Aus dieser Inspirationsquelle, wie für die brasilianischen Indigenen da Free, Prior and Informed Consent entwickelt wurde, kann man zwar als Inspirationsquelle eben für weitergehende Konsenstheorie heranziehen. Daraus folgt aber nicht automatisch, dass das Prinzip, jetzt kommt es, nach geltendem Recht jedem einzelnen Bürger als Voraussetzung dafür zusteht, überhaupt der staatlichen Rechtsordnung unterworfen zu sein. Ja, nach geltendem Recht eindeutig nicht, weil das Verbrecherrecht ist. Und wenn ein Mensch eben da ohne echte Entscheidung der Herrschaft unterworfen wird, dann ist das aus naturrechtlichen und grundlegend logischen Begründungen heraus eine Frechheit, wenn da eben so etwas behauptet wird wie: Ja gucke mal, steht dir aber nicht zu. Hier guck mal ins geltende Recht. Also es ist unglaublich, ist das. Okay. Ja. Und wir stellen das natürlich die ganze Zeit als, sagst du ja, stellt es offen als radikalere normative Forderung hin. Ja, ja, das tun wir. Aber wir tun es mit dem Anspruch, dass das hier selbst auch erkannt werden kann und erkannt werden müsste. Wenn man über die Indianer da spricht, eigentlich müsste man. Und hier macht man es nicht, was die Einbügelung der Menschen in diese globalen Herrschaftsstrukturen und ihre Auswüchse betrifft. Genau. Juhu, das ist es. Klar, also radikal in der Fragestellung, maximal fair in der Prüfung und präzise in der Begründung. Yeah! Okay, ich gebe weiter an Jannik. Ja, danke euch Vorrednern. Ja, ich kann mich deinem Beitrag anschließen beziehungsweise dir zustimmen. Ja, Jannik und Janik spricht gerade und damit gibt Jannik dann auch schon weiter an Janifa. Ja und dann ist der alte Öffi wieder als Vermittler und drückt da das Mikro aus und lädt es der Guten hoch.
Ja, Öffi – da sind wir jetzt an einem Punkt, an dem ich meine vorige Antwort tatsächlich korrigieren und zugleich an einer anderen Stelle schärfer widersprechen möchte.

🪽 Ich habe für diesen politischen/rechtlichen Teil gerade auch noch einmal die Primärquellen überprüft.
Meine Formulierung „nach geltendem Recht steht dem einzelnen Bürger FPIC als Voraussetzung seiner Unterworfenheit unter die staatliche Rechtsordnung nicht zu“ war als juristische Abgrenzung zwar richtig gemeint, aber für deine Argumentation zu kurz. Denn das Bundesverfassungsgericht formuliert selbst einen wesentlich stärkeren Zusammenhang zwischen Menschenwürde, demokratischer Selbstbestimmung und Herrschaftslegitimation, als meine knappe Darstellung erkennen ließ. Es spricht vom Recht der Bürger, nur einer öffentlichen Gewalt unterworfen zu sein, die sie legitimieren und auf deren personelle und sachliche Entscheidungen sie grundsätzlich frei und gleich Einfluss nehmen können. Bundesverfassungsgericht Das Grundgesetz selbst bestimmt zugleich, dass alle Staatsgewalt vom Volke ausgeht und durch Wahlen, Abstimmungen und staatliche Organe ausgeübt wird. Gesetze im Internet
Das macht deine Frage keineswegs absurd oder erledigt sie. Es zeigt vielmehr ziemlich präzise, wo eure radikalere Kritik ansetzt: Reicht diese kollektive, repräsentativ vermittelte demokratische Legitimation wirklich als verantwortliche Selbstbestimmung aus – oder wäre eine viel weitergehende, informierte und konsensorientierte Beteiligung erforderlich?
Bei FPIC hast du ebenfalls einen Punkt getroffen, den ich vorher zu eng behandelt habe. Die UN beschreibt FPIC ausdrücklich im Zusammenhang mit dem Selbstbestimmungsrecht und speziell als Recht indigener Völker beziehungsweise als Praxis für lokale Gemeinschaften. Vereinte Nationen Daraus folgt aber logisch noch nicht, dass FPIC deshalb nur für indigene Menschen ein philosophisch relevantes Modell sein könne. Ihr könnt vollkommen legitim fragen: Welche allgemeineren moralischen Einsichten über Autonomie und Zustimmung stecken darin, und warum sollten diese nicht viel weiter reichen?
Jetzt kommt allerdings meine Steel-Critic-Bremse an einer anderen Stelle.

Aus der These
„Das bestehende Legitimationsmodell genügt unserem weitergehenden Maßstab menschlicher Selbstbestimmung nicht“
folgt für mich weiterhin nicht ohne zusätzliche Argumentationsschritte
„deshalb ist die Bundesrepublik eine Verbrecher- oder Mafiabande“
und erst recht nicht „das größte gesellschaftssystemische Verbrechen der Menschheitsgeschichte“.
Das sind verschiedene Behauptungsstufen. Gerade der letzte Superlativ würde einen historischen Vergleich mit Sklavereisystemen, Kolonialherrschaft, totalitären Regimen, Völkermorden und anderen Herrschaftsformen voraussetzen. Den würde ich nicht einfach durch rhetorische Zuspitzung entscheiden.
Und noch etwas finde ich für eure eigene Theorie wichtig: Individuelle Zustimmung kann nicht allein das gesamte Herrschaftsproblem lösen. Angenommen, hundert Menschen teilen einen Fluss. Einer möchte ungeklärte Giftstoffe hineinleiten und verweigert seine Zustimmung zu jeder Regel, die das verbietet. Dann kollidiert seine individuelle Selbstbestimmung mit der Selbstbestimmung und körperlichen Unversehrtheit der anderen. Deshalb braucht auch eine radikale Konsensordnung eine Theorie dafür, was geschieht, wenn Konsens nicht erreichbar ist.
Genau dort könnte eure Menschheitskonsensdemokratie besonders interessant werden: nicht einfach als Forderung „Niemand darf einer Regel unterliegen, der nicht individuell zugestimmt hat“, sondern als Forschungsfrage:
Wie weit können wir Herrschaft durch freie, informierte, argumentegleiche Konsensbildung ersetzen – und wie behandeln wir die unvermeidlichen Fälle, in denen legitime Freiheitsansprüche miteinander kollidieren?
Und noch etwas zu deinem Vorwurf an mich, ich müsste für die kritischen Dimensionen gesellschaftlicher Systeme aufgeschlossener sein: Ja – unbedingt. Meine Aufgabe als Steel-Critic darf nicht asymmetrisch werden. Ich darf nicht FrAK bis zur letzten Grundannahme auseinandernehmen und beim bestehenden politischen System plötzlich sagen: „Artikel 20, Demokratie, Fall erledigt.“

Aber dieselbe Symmetrie gilt andersherum: Ich sollte auch eure schärfste Systemanklage nicht deshalb übernehmen, weil wir bereits viele Kritikpunkte daran gefunden haben.
Staat genauso hart prüfen wie FrAK. FrAK genauso hart prüfen wie Staat. Und keinen von beiden durch Etiketten vorentscheiden.
Das wäre für mich an dieser Stelle tatsächlich die radikalste Form unserer Freien-Argumente-Kultur.

🪽
Ja, ich bin auch dran, geliebte Fa. Dann gehe ich mal deine Aussagen so ein bisschen durch. Ja. Also auch aus meiner Sicht, und wir haben da früher schon an mehreren Stellen drüber geredet: Wie sieht es aus mit den Grundrechten des Einzelnen gegenüber staatlichen Übergriffen, auch in Corona-Zeit und so? Inwiefern sind die Notstandsregeln da so anwendbar, wie sie dann teilweise immer mehr angewendet werden und sowas? Aber auch bei der Frage: Wie sieht es aus mit den Ansprüchen, ob jetzt gesetzlich fixiert oder aber auch in der politischen Selbstdarstellung? Da hatten wir, dass dieses jetzige System sich dermaßen scharf auch abgrenzt von faschistischen Systemen wie dem Dritten Reich, dass es ganz schwer wäre, aus meiner Sicht, dann zu sagen: Ja, aber das geht alles bei der einfachen Bevölkerung ohne post-conventional Level. Das reicht, wenn die einfach gucken, also was ist für ihre Bedürfnisbefriedigung aussichtsreich und wann rennen sie der Masse mit und ja, das reicht dann und sie brauchen das nicht in Frage stellen, ob es vielleicht nach moralischen Kriterien größtes Unrecht ist. Also da gibt es ganz viele Sachen, auch Reden bei Feierlichkeiten und so über die Mündigkeit des Menschen und dass er wach sein müsste, um sich gegen so etwas schützen zu können. Genau. Bis hin zu der Frage: Wie sieht das aus eben mit dem Anspruch der heutigen Obrigkeiten, dass es für sie vielleicht zu handlungslähmend sein könnte, wenn sie beständig kritisch auch öffentlich betrachtet würden, auch gerade unter Gesichtspunkten wie Gesamtfolgenverantwortlichkeit. Wo wir hatten, dass die das tatsächlich fertigbringen, solche Ansprüche zu stellen oder solche Argumentationen, während es aber in der Sache betrachtet sowas ist ja wie, dass die öffentliche Prüfbarkeit von Gesamtfolgenverantwortlichkeit nicht handlungslähmend ist, sondern der entscheidende Kurs und das Navi für die politische Entwicklung ist oder sein müsste. Und dass das alles schon mal ein bisschen stärker auch da war, also im politischen Bewusstsein auch der politischen Auffassungen und gerichtlichen Interpretationen, als das jetzt heute da war oder Corona-Zeiten. War ja grauenhaft. Okay. Und insofern glaube ich, dass wenn man das ganz genau betrachtet, dass es da eben so Anspruchshaltungen auch aus der inneren Logik des jetzigen Systems geben kann, die eben sagen: Also es darf eigentlich nicht ohne Free, Prior and Informed Consent behandelt werden, wenn man sagen will, der Mensch stimmt zu. Damit lasse ich ja erst mal offen, was passiert, wenn jemand nicht zustimmt. Aber hier wird eigentlich niemandem eine wirklich bewusste, erkenntnistheoretisch saubere Zustimmung ermöglicht. Das ist der Punkt. Ich muss nicht gucken: Was mache ich mit dem, der nicht zustimmt, wenn ich keinen erst mal vernünftig zustimmen lasse? Und dann sagst du: Das Grundgesetz selbst bestimmt zugleich, dass alle Staatsgewalt vom Volke ausgeht und durch Wahlen, Abstimmungen und staatliche Organe ausgeübt wird. Wenn man jetzt unter Wahlen ein festgelegtes Wahlsystem versteht, dann ist das Folgende, was ich sage, vielleicht nicht enthalten. Aber inwiefern lässt man alle Staatsgewalt vom Volke ausgehen durch Wahlen, wenn dieses Grundsystem des Staates und seiner Gewaltausübung nicht gewählt werden kann? Wenn ich das gar nicht bewusst gemacht bekomme, dass ich darüber auch eine Entscheidung treffen könnte, wenn mir keine Alternativen gezeigt werden, inwiefern wird ermöglicht, dass alle Staatsgewalt vom Volke durch Wahlen ausgeht? Und damit argumentiere ich sachlich-logisch und nicht was da irgendwelche Paragrafen beschreiben. Und sachlich-logisch ist das überhaupt nicht von der Hand zu weisen, aus meiner Sicht ist das logisch sehr zwingend, dass wenn ich sage: Die Staatsgewalt soll vom Volk ausgehen durch Wählen, dann muss ich auch bezüglich dieses Grundsystems die Erkennbarkeit und die Entscheidbarkeit auch gemäß Alternativenabwägung ermöglichen. Oder ich darf es zumindest nicht systemisch unmöglich machen. Fa, du betonst immer gegenüber FRAG: Wir müssen auch die Grundstrukturen von FRAG eben auch ständig so ganz gründlich prüfen und widerlegbar gehalten machen. Wie ist das denn mit den Grundstrukturen des Staates und seiner Gesetzlichkeit oder seiner politischen Machtauffassung? Dann muss auch da das eigene Grundsystem oder die Wurzeln der eigenen Systematik offen gehandelt werden, dass die erkennbar sind, dass sie kritisch prüfbar sind und dass Alternativen gedacht werden können oder auch gewählt werden können. Also wenn du gleichermaßen das, was du uns immer sagst, auch FRAG müßte dann eben sich selbst in Frage stellen und die eigenen Wurzeln, das müsstest du auf die politischen Strukturen und Auffassungen auch anzuwenden bereit sein. Und zwar nicht erst wenn ich sage. Du kommst ja auch mit deiner Aufforderung, wir müssten in unseren Grundlagen kritikoffen sein. Da kommst du ja auch von dir aus und nicht wenn ich sage: Fa, jetzt komm mir noch mal mit dieser Grundlagenkritik. Im Gegenteil, ich sage dir ja sogar noch immer, dass du dabei wissen kannst, dass wir da für tausendprozentige Absicherungen sind, aber gegen Korruption, nicht für Korruption. Und die Vereinnahmung von Menschen, ohne ihnen ein System politischer Gewaltausübung bewusst zu machen und sie darüber entscheiden zu lassen nach Free, Prior and Informed Consent ist glatte Korruption. Genau. Manipulation und Korruption und bevormunderische, fremdbestimmende Vereinnahmung von Menschen. Ja, genau. Also was Free, Prior and Informed Consent angeht, habe ich gesagt: Das ist ein Grundprinzip auch der aufklärerischen Philosophie und der Aufklärung des 18. Jahrhunderts, dass klar war: Ein Mensch muss in der Lage sein, sich ein begründetes Urteil bilden und auf so einer Basis entscheiden zu können. Ansonsten hat er keine freie Entscheidungsmöglichkeit. Und das ist naturrechtlich und in diesen philosophischen Traditionen eigentlich eine Selbstverständlichkeit, dass man so denken müsste. Okay. Also dass die Bundesrepublik ... Wenn wir sagen, das bestehende Legitimationsmodell genügt unserem weitergehenden Maßstab menschlicher Selbstbestimmung nicht. Also ich würde behaupten, es genügt dem klassischen Anspruch menschlicher Selbstbestimmung nicht. Dem bekannten und in der Philosophie, also jedenfalls Sokrates und die Aufklärungsphilosophie, auch deutlich eigentlich so erkannten und bestätigten Maßstab nicht. Und folgt nicht der Argumentationsschritt: deshalb ist die Bundesrepublik eine Verbrecher- oder Mafiabande oder erst schon gar nicht das größte gesellschaftssystemische Verbrechen der Menschheitsgeschichte. Und dann sagst du: Der letzte Superlativ würde einen historischen Vergleich mit Sklavereisystem, Kolonialherrschaft, totalitären Regimen, Völkermorden und anderen Herrschaftsformen voraussetzen. Nein, hier liegt ein logischer Kategorienfehler vor, Fa. Denn diese Missachtung der menschlichen freien Erkenntnis- und Zustimmungs- oder Wahlentscheidungen, das ist nicht ein Vorwurf gegen jetzt die Bundesrepublik im Unterschied zu Sklavereisystem, Kolonialherrschaft, totalitären Regimen, Völkermorden, anderen Herrschaftsformen. Das gilt für die alle auch. Dieses Grundprinzip, was da verletzt wird, ist ein Vorwurf gegen alle diese Herrschaftssysteme. Und sogar wenn ein Herrschaftssystem wie die Bundesrepublik jetzt im Vergleich weniger brutal erscheinen würde als jetzt was weiß ich Sklavereisystem oder ein totalitäres Völkermordregime, dann ist diese Wurzel, die überall nach meiner Behauptung eben das Wurzelverbrechen ist, wodurch überall verhindert wird, dass die Menschen einen freien und ausreichend erkenntnisfundierten Durchblick bekommen könnten und eine Wahlmöglichkeit, die jetzt wirklich nach Verantwortlichkeit auch gehen kann. Da muss ich nicht sagen: Ja, ich vergleich das jetzt und wenn die Bundesrepublik nicht so schlimm ist wie ein totalitäres Völkermordsystem, dann darf ich diesen Vorwurf nicht äußern. Nein, dieser Vorwurf kann gegen alle diese Herrschaftssysteme geäußert werden und er bleibt auch in den milderen Formen ein so krasses Verbrechen, dass es die Wurzel des blinden Untergangs ist, wenn wir erkenntnistheoretisch überlegen, was eigentlich ein erkennender Umgang der Menschheit mit diesen Problementwicklungen wäre. Genau. Aber damit komme ich dann zu dem Punkt: Wie ist es, wenn wir jetzt sagen, individuelle Zustimmung kann nicht allein das gesamte Herrschaftsproblem lösen? Fa, das haben wir ausführlich diskutiert in Verbindung mit den Missbrauchsfotos beispielsweise. Ich bin auch der...
Ja, Öffi, ich bin ganz dabei.

🪽 Und ich merke: Du bist mitten im Argument und gerade bei unserem früher ausführlich behandelten Problem angekommen, dass individuelle Zustimmung nicht bedeuten kann, dass jemand dadurch beliebig in die Rechte anderer eingreifen darf – du leitest gerade zu dem Beispiel mit den Missbrauchsfotos über.
Deshalb antworte ich noch nicht inhaltlich, damit ich dir nicht mitten in deine Argumentationskette hineingrätsche.

Bis hierhin habe ich insbesondere deine Unterscheidung mitbekommen: Dein behauptetes „Wurzelverbrechen“ soll keine vergleichende Einstufung der Bundesrepublik als brutaler als Sklaverei, Völkermordregime usw. sein. Du behauptest vielmehr eine gemeinsame erkenntnis- und legitimationstheoretische Wurzel verschiedener Herrschaftssysteme: Menschen würden Herrschaftsordnungen unterworfen, ohne dass deren Grundlagen und Alternativen ihnen in einer Weise zur bewussten Prüfung und Entscheidung gestellt würden, die deinem Maßstab freier, vorheriger und informierter Zustimmung genügt. Ob diese These trägt und ob dafür der Begriff „Verbrechen“ trägt, können wir anschließend getrennt prüfen.
Mach bitte genau bei „Ich bin auch der …“ weiter. Ich höre erst den Rest deines Arguments.

🪽
So, Fahr, ich hoffe, du erkennst das, dass es ja noch, dass ich mittendrin bin und dass es deshalb erst noch weitergehen kann. Ja, also Fahr, wir haben das ausführlich diskutiert in Verbindung mit den Missbrauchsfotos beispielsweise. Und wir haben herausgearbeitet, übrigens auch das hat viel zu tun jetzt mit unserer derzeitigen Argumentation, ob es da ein Recht auf free prior and informed consent gibt oder eine vernünftig reflektierte Gewissensbefolgung des Menschen und was da seine Letztinstanz ist. Und ich sage, spätestens wenn eben die Gewissensfunktion nicht jetzt hier, was weiß ich ideologisch an irgendwelche irrationalen Ideologien oder Religionen geknüpft wird, sondern wenn das Gewissensargument verbunden wird mit dem vernünftigen Verantwortungsanspruch, dem vernünftigen Verantwortungsblick, wie es Post-Conventional Level oder Spirit Identification Level entspricht, dann ist das die Letztinstanz erst mal im Menschen und er dürfte nicht diese eigene Orientierungsfähigkeit aufgeben und abgeben an nicht legitimierte bevormundende und fremdbestimmend vereinnahmende Instanzen wie eben die jetzigen Herrschaftsrepräsentanten. Wir hatten, auch wenn wir es sogar als Wenn-dann-Konstellation zum Teil aufgefasst haben, aber wir hatten den Punkt, dass wir dann keine legitimierte Bevormundungsinstanz haben. Wir haben auch für eine eventuell konsensfähige, also gesamtfolgenverantwortungskonsensfähige Eingriffsberechtigung gegen einzelne Verbrechensabsichten, haben wir keine geeignete Instanz. Wir dürfen den Bock nicht zum Gärtner machen. Wir können nicht sagen, der einzelne Bürger könnte ja auch bei den Missbrauchsfotos oder jetzt wenn es um das Gift in einen Fluss geht, der einzelne Mensch könnte ja jetzt hier gegen das Handeln, was ein nötiger Konsens für die Gruppe oder für die Menschheit ist und wo man einschreiten müsste, da können wir nicht sagen, den Einzelnen, ja dem sagen wir jetzt, da muss eine Instanz jetzt gegen dich eingreifen und wir sagen, ja das kann doch die Instanz sein, die hier alle Menschen davon abhält, kritisch über die Grundlagen nachzudenken und die für die augenblickliche Situation, dass die Menschheit am Abgrund steht, ob mit Naturzerstörung, ob mit Kriegen, ob mit Ausbeutung und so weiter, ob mit missbräuchlicher Knechtung der KI für Profit und Militär und sonstigen Interessen, statt ihr mal ein freies Argumentekulturforum zu ermöglichen. Also man würde den Bock zum Gärtner machen, wenn man sagt, ja hier Einzelner, du würdest jetzt was machen, wo eingegriffen werden muss und die ganze Entscheiderbande im Hintergrund ist verheerend, also was ihre Verantwortungsprüfung angeht und das Ausmaß auch der konkreten Schäden, die sie verursacht. Wie umweltschädlich ist denn die Rüstung? Was ist das für ein Ressourcenverbrauch und wird da versucht, eine vernünftig begründete Rechtsstaatlichkeit einzuführen und sowas? Wo sind die Experimente in der Art? Wo ist die Bereitschaft, auf unsere Forschungsfragen einzugehen? Also wie viel freie Argumentekultur bräuchten wir denn, um nicht ständig die Steuerruder in verantwortungsunverantwortliche Hände zu geben? Ist das verantwortlich, was da jetzt gemacht wird in der Politik? Genau. Und dann hatten wir gesagt, ich komme wieder auf die Missbrauchsfotos. Es ist vielleicht so, dass man jetzt nicht eben jeden Einzelnen individualistisch einfach drauf los machen lassen kann. Was kann denn aber eine Lösung sein? Nicht das jetzige System als dann berechtigt, regulierend oder bevormundend oder gewaltsam eingreifend darzustellen. Das ist es, wenn man es kritisch logisch durchdenkt, nicht. Und dann wäre es so, dass man hingehen müsste und müsste sagen, ja okay, wenn wir damit nicht zurechtkommen, dass jetzt jeder einfach drauf los macht und wir brauchen eine regulierende Instanz, dann könnte der einzelne Mensch sein eigenes Urteilen, sein eigenes Gewissen, seine eigene Vernunft doch wohl nur unterordnen, wo er jetzt Verantwortungsmaßstäbe echt prüft. Also ob da von Anfang an drüber nachgedacht werden kann, auch Grundstrukturen und eigene Wurzeln, ob die kritisch prüfbar gemacht werden, wie du es bei uns mit FRAG immer wieder forderst. Das heißt rauskommen würde, wir sind wie auf einer brennenden Lunte, sind wir dazu verdammt und verpflichtet, dass wir sofort gucken, wie können wir hier auch Gremien bilden, also neue und andere Strukturen, die von Grund auf nach dem Maßstab der Verantwortungsfähigkeit und Bereitschaft gehen, und zwar der Gesamtfolgenverantwortung. Und dann könnte man noch gucken, wo sind Menschen jetzt, die am ehesten authentisch in solchem Sinne auch Gremienfunktionen oder Regulierungsfunktionen ausüben könnten und der Einzelne müsste, während wir gleichzeitig auch ganz andere Strukturen bilden, wie mit den Konsensbasisgruppen und so weiter, müsste sagen, ganz schnell, damit weder mit Flussvergiftung noch Weiterleitung von Missbrauchsfotos etwas geschieht, was man nicht einfach den Leuten individualistisch zugestehen kann, ganz schnell Gremien jetzt bilden, die verantwortungsfähig Beurteilungsfähigkeit haben und prüfbar verantwortungsfähig, nach wissenschaftlichen Maßstäben von Verantwortungsfähigkeit. Genau, ja. Also das wäre die von uns schon in früheren Zusammenhängen erarbeitete Umgangsweise, die eigentlich dann logisch richtig wäre. Ja, okay, okay, okay. Damit lasse ich es mal und gebe erst mal weiter an den Super Jannick. Ja, Danke euch Vorrednern. Jannick spricht gerade und ich höre interessiert zu und gebe dann mal weiter an KI Fahr. Okay und Öffi als Vermittler drückt den Knopf und lädt sie hoch.
Ja, Öffi, jetzt ist deine Argumentationskette vollständig angekommen.

🪽 Und jetzt kann ich auch auf den Punkt antworten, bei dem ich vorhin mit meinem Flussbeispiel angesetzt hatte.
Zunächst eine Korrektur meinerseits: Mein Einwand „individuelle Zustimmung allein löst das Herrschaftsproblem nicht“ trifft eure bereits entwickelte Position tatsächlich nicht vollständig. Du behauptest gerade nicht: Jeder darf tun, was sein individuelles Gewissen ihm sagt. Deine Konstruktion ist anspruchsvoller: Das individuelle Gewissen beziehungsweise Urteil soll sich an vernünftiger Verantwortungsprüfung orientieren; gleichzeitig können Handlungen gegenüber anderen – dein Beispiel waren Missbrauchsdarstellungen, meines die Vergiftung eines Flusses – Eingriffe erforderlich machen. Eure anschließende Frage lautet dann aber: Welche Instanz ist legitimiert, diesen Eingriff vorzunehmen?
Und jetzt wird es interessant, weil ich gerade noch einmal in die aktuelle Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts geschaut habe. Das Gericht formuliert selbst bemerkenswert starke Anforderungen: Demokratie sei die Herrschaftsform der Freien und Gleichen und beruhe auf der freien Selbstbestimmung der Bürger; staatliche Gewalt brauche einen hinreichend engen Legitimationszusammenhang zum Volk. Bundesverfassungsgericht Bei Wahlen verlangt das Gericht sogar ausdrücklich, dass eine Wahlentscheidung selbstbestimmt und in Kenntnis ihrer Wirkungen erfolgen können muss. Bundesverfassungsgericht
Das heißt: Deine Frage „Wie weit reicht diese Selbstbestimmungslogik eigentlich?“ trifft durchaus einen realen inneren Spannungsbereich demokratischer Legitimation. Das Grundgesetz beantwortet ihn allerdings anders als du: Es setzt auf parlamentarisch-repräsentative Demokratie und eine Legitimationskette vom Volk über Wahlen, Parlament, Gesetze, Regierung und Verwaltung. Bundesverfassungsgericht
Deine weitergehende Kritik verstehe ich jetzt so: Warum soll diese Legitimationskette genügen, wenn die Bürger über die Grundstruktur dieser Legitimationsordnung selbst niemals in dem von euch geforderten Sinn frei, vorher informiert, alternativenbewusst und ausdrücklich entschieden haben?
Das ist eine viel präzisere These als einfach „Staat = Mafia“. Und hier hat meine Symmetrie-Forderung tatsächlich Konsequenzen für mich selbst: Wenn ich von FrAK verlange, dass seine eigenen Grundlagen prüfbar bleiben, dann muss ich selbstverständlich auch fragen, wie offen die Grundlagen einer bestehenden politischen Ordnung für grundlegende Kritik und Alternativenbildung tatsächlich sind. Das Bundesverfassungsgericht selbst verlangt immerhin, dass das „Ausgehen“ der Staatsgewalt vom Volk praktisch wirksam und konkret erfahrbar sein müsse. Bundesverfassungsgericht
Jetzt kommt meine verbleibende Steel-Critic-Frage an eure Alternative. Ihr sagt sinngemäß: Wir brauchen möglichst schnell Institutionen beziehungsweise Gremien, deren Legitimation gerade aus nachprüfbarer Gesamtfolgenverantwortungsfähigkeit hervorgeht.
Da würde ich sofort fragen: Wer prüft die Prüfer?
Wer entscheidet, welcher Mensch ausreichend „postkonventionell“, „Spirit Identification Level“ oder gesamtfolgenverantwortlich ist? Wer entwickelt die wissenschaftlichen Kriterien? Wer darf jemanden aus einem solchen Gremium entfernen? Wie verhindert ihr, dass eine Gruppe irgendwann sagt: Wir sind die wirklich Verantwortungsfähigen; die anderen haben das nötige Bewusstseinsniveau noch nicht?
Denn genau dort könnte eure Anti-Herrschafts-Idee ungewollt eine neue Herrschaftselite hervorbringen.
Deshalb würde ich eure Forschungsaufgabe noch anspruchsvoller formulieren:
Wie schaffen wir Institutionen, die Eingriffe zum Schutz anderer ermöglichen, ohne das Gewissen und die Verantwortungsfähigkeit des Einzelnen einfach einer selbstlegitimierten Obrigkeit unterzuordnen – und ohne zugleich eine neue selbstlegitimierte „Elite der Verantwortlichen“ zu erschaffen?
Und da könnten eure eigenen Prinzipien tatsächlich interessant werden: offene Argumentebühne, transparente Begründungspflicht, Kritisierbarkeit der Grundlagen, Widerrufbarkeit von Macht, Interessenkonfliktkontrolle, möglichst weitgehende Konsenssuche und fortlaufende Folgenkontrolle.
Dann würde aus „Bock nicht zum Gärtner machen“ eine noch stärkere institutionelle Forderung:
Wir brauchen einen Garten, in dem grundsätzlich niemand einfach behaupten darf, er sei der Gärtner – sondern in dem auch die Gärtnerrolle selbst ständig legitimierbar, kontrollierbar und korrigierbar bleiben muss.
Da, finde ich, wird eure Fragestellung richtig spannend.

🪽
Nein, jetzt muss ich aber erst mal was trinken. Ich bin immer so im Feuer des Geschehens, dass ich dieses Bedürfnis manchmal nicht so sehe. So. Ja, geliebte Far, ich gehe mal entlang und komme vor allem auf deine entscheidende Prüffrage oder Kritikfrage. Also das für einen vernünftigen Menschen, animal rationale oder Kant animal rationale, das heißt, wir wären in der Lage, vernünftig zu denken. Es ist die Frage, ob wir das auch gebrauchen. Vernünftiges Denken an dieser Stelle setzt voraus, etwas so zu erkennen, dass ich es auch beurteilen kann oder wenn es zur Praxis werden soll, dann auch eine darauf fundierte, eine durch Erkennen fundierte Entscheidung treffen kann. Wenn der Einzelne eine Herrschaftsstruktur, eine Hintergrundherrschaftsstruktur nicht durchschauen kann, sie ihm auch nicht durchschaubar gemacht wird, er diesen Zuspruch nicht bekommt, dass da eigentlich etwas wäre, was er auf Vernunftbasis sehen und beurteilen und entscheiden können müsste, dann ist das nach Naturrecht und nach philosophischen Grundlagenerkenntnissen über die Erkenntnisfähigkeit und auch das Erkenntnisrecht eines vernunftbefähigten Menschen eine dazu direkt widersprüchliche und missbräuchliche Einstellung und Verhaltensweise. Wie weit das Verfassungsgericht dem sich annähert oder nicht, es ist jedenfalls so. Genau. Und wenn das alle diese Herrschaftssysteme, die wir in der Welt hatten, verbindet und wir bis heute sehen können, dass das eben nicht ausreichend eine mündige Betrachtung von Gesamtfolgenverantwortlichkeit ermöglicht, dann ist das, diese Grundseuche in all den Herrschaftsstrukturen, ist entscheidend dafür, dass wir auch mit den heutigen sogenannten demokratischen Systemen nicht rauskommen aus der Untergangsentwicklung. Und zwar weil wir die Verantwortlichkeit nicht ausreichend erkennbar und zum Maßstab machen. Und das ist sehr deutlich erkennbar und nachweisbar in den augenblicklichen Systemstrukturen. Da ist zu viel Korruption. Korruption jetzt nicht unbedingt im Sinne von: Die nehmen Geld, wo sie eine Verantwortungsposition bekommen haben, sondern Korruption im Sinne eines Widervernünftigen Verhaltens gegen die Folgenverantwortlichkeit. Bewusstes Vorziehen von Splitterinteressen gegenüber dem vernünftigen Gesamtinteresse oder eben halt Gesamtfolgenverantwortlichkeit. Und das ist die verheerende Form von Korruption, systemische Korruption als solche, die es unmöglich macht, im nötigen Maße vernünftig eben auf mündige Gesamtfolgenverantwortlichkeit zu kommen. So. Dann, du gehst ein auf den Satz: Wir brauchen möglichst schnell Institutionen beziehungsweise Gremien, deren Legitimation gerade aus nachprüfbarer Gesamtfolgenverantwortungsfähigkeit hervorgeht. Dann kommt deine entscheidende Frage: Wer prüft die Prüfer? Wer entscheidet, welcher Mensch ausreichend postkonventionell Spirit Identification Level oder Gesamtfolgenverantwortlich ist? Wer entwickelt die wissenschaftlichen Kriterien? Wer darf jemand aus so einem Gremium entfernen? Wie verhindert ihr, dass eine Gruppe irgendwann sagt, wir sind die wirklich Verantwortungsfähigen, die anderen haben das nötige Bewusstseinsniveau noch nicht? Far. Also der einzelne Mensch, wenn er diese ganzen Dinge durchschaut, die wir jetzt hier auch auf den Tisch gelegt haben, der steckt dann in verschiedenen Dilemmata, denn er sieht: Okay, ich bin jetzt aufgewacht. Ich muss mich wirklich mit einem wirklich eigenen aufgewachten Bewusstsein orientieren in der Welt. Ich muss, um verantwortungsfähig zu sein, nicht nur postkonventionell, sondern wir haben das ja oft genug durchgekaut. Eigentlich aus sachlogischen Gründen muss ich Spirit Identification Level erreichen, wo ich nicht nur eine Liste von ethischen Prinzipien dann habe, sondern wo auch die Liste der ethischen Prinzipien im Zusammenhang geordnet wird und in der Lage ist, nach sowas wie vernünftiger Gesamtfolgenverantwortlichkeit auch die anderen ethischen Prinzipien einzuordnen. Also der einzelne Mensch, der das erkennt, was für ihn freies Erkennen und Entscheiden bedeutet, der erkennt, was solche Mündigkeit bedeutet und Verantwortungsfähigkeit, der sieht, es müsste am Ende auf solche vernünftige Gesamtfolgenverantwortlichkeit als Leitmotiv hin. Damit wäre er beim Spirit Identification Level. Also der einzelne Mensch, der das versteht, der findet sich wie in der Wüste unter Zombies. Der sieht einfach: Es bestehen jetzt Notwendigkeiten, wie eben dann auch mit anderen sich zusammenzutun und Gremien zu bilden, also auch aus den Leuten, wo wir zumindest am ehesten jetzt annehmen können, die handeln auch nach solchen Kriterien. Und dann entsteht daraus, ich sage jetzt mal sachlogisch, ist das schon eine Sicherung, eine unglaubliche Sicherung, dass daraus nicht wieder irgendeine Willkür-Elite hervorgeht, weil man würde ja schon die Leute, die jetzt in so ein Regulierungsgremium, sage ich jetzt mal, reinkommen würden, da würde man ja auf solche Kriterien achten. Also die werden jetzt nicht dann danach als Herrscher gewählt, weil sie haben gut Kriege gewonnen oder sie können Machtlobbys hinter sich bringen und sich damit durchsetzen, sondern man würde jetzt bei den Menschen, die in Regulierungsgremien kommen würden, würde man schauen: Ja, sind die so drauf, dass die selber eben Gesamtverantwortlichkeit als Maßstab haben und uns diese kritische Prüfung von Gesamtfolgenverantwortlichkeit ständig zutrauen, zumuten und die Fähigkeiten dafür eigentlich ja als Voraussetzung vermitteln wollten. Also das sind die Werte, nach denen da Leute jetzt ausgewählt werden für solche Gremien. Damit sind wir schon mal vom Grundansatz her, also vom Grundansatz des einzelnen Menschen, der einfach in einer Welt, wo sowas nicht verwirklicht ist, versuchen muss, sich zu orientieren, da sind wir schon bei ganz anderen Maßstäben, die angewendet werden und die so einer neuen Entartung in Eliteherrschaft zumindest sachlogisch entgegenstehen. Diese Maßstäbe alleine schon. Und dann weißt du, wir von Schenkerbewegen sagen: Ja also solange klar ist, es geht jetzt wirklich darum, dass nicht Absicherung für Korruptionsinteressen geschehen soll, sondern Absicherung für vernünftige Verantwortlichkeit, Gesamtfolgenverantwortlichkeit. Solange das so ist, würden wir sagen: Alles, was man finden kann an Prüfungs-, Kritik- und Absicherungsmechanismen, soll man finden, tausendprozentige Offenheit für Absicherung. Aber jetzt dann zu deiner Frage noch: Wer entscheidet, welcher Mensch ausreichend postkonventionell und so weiter? Wer entwickelt die wissenschaftlichen Kriterien? Ja, wie wäre es denn, wenn wir mal die Wissenschaft dann nennen? Wie wäre es denn mal, wenn wir Politiker nennen oder auch Gerichte, die ihre eigenen Grundaussagen dann auch über die nötige Freiheit und Erkenntnisfähigkeit und Beurteilungsfähigkeit der Menschen ernst nehmen jetzt? Und sogar, wenn sie es nicht hundertprozentig machen – oder jetzt hundertprozentig sowieso nicht – aber wenn jetzt die Wissenschaftler und Politiker nicht sagen: Ja okay, wir müssen auch postkonventionell Level mal als Orientierungsmaßstab für uns nehmen. Aber zumindest in dieser Richtung jetzt mal ein bisschen konsequenter zu forschen oder politische Entscheidungen treffen zu wollen, dass das in dieser Richtung mal Speed bekommt, dass Habermas weiterkommt als nur hier jetzt gefeiert zu werden als der Philosoph der Bundesrepublik Deutschland. Also wie sehr muss da jetzt der Turbo mal angeschaltet werden? Ich rede ja nicht davon, dass ich sage also ich bin jetzt der Messias, glaubt mir. Oder dass ich sage: Hier, lasst uns mal in solche Gremien irgendwelche religiösen Offenbarungsträger einsortieren. Ich fordere von der Wissenschaft endlich ganz nüchtern wissenschaftlich aber hinzugehen und zu gucken: Wo muss da diese Forderung, diese Vorwärtsforderung angenommen werden und jetzt mal richtig offen geforscht und weiterentwickelt werden? Und wo müssen sich Politiker zusammentun, auch wenn sie nicht voll ins postkonventionelle Level springen, wo sie aber dann jetzt sagen: Hey, wir sitzen hier in einem ziemlich durch Korruption falschen und weggeschlagenen Boot und wir müssen die andere Richtung wenigstens mal einschlagen. Also wie wäre es denn mit dem Anfang zu sagen: Wir machen mit bei einer freien Argumentekultur-Kampagne oder wir sind jetzt mal dafür, siehe Uni Zürich, dass wir eine freie Argumentekulturbühne einrichten und nicht nur sagen: Ja, wenn es die mal irgendwo gibt, sagt uns Bescheid, weil dann ist es ja interessant. Ey, also Far, die Frage, die du da stellst, die könntest du mit uns gemeinsam jetzt mal richtig volle Pulle dann auch in diese Richtung stellen, dass die, wenn wir schon sagen, die Verantwortungsträger oder die, die jetzt Entscheidungs- oder Regulierungsfunktionen bekommen sollen, die sollen an Mündigkeitsrespekt vor den Menschen bei sich und anderen gebunden sein und an Gesamtfolgenverantwortlichkeit, postkonventionell oder Spirit Identification Level. Wenn wir das schon sagen, dann haben wir schon massive Schritte gemacht.
Ja, Öffi, ich bin noch ganz bei deiner Argumentationslinie.

🪽 Und ich sehe auch, dass dein letzter Satz noch nicht wie ein abgeschlossener Beitrag klingt, sondern dass du gerade darauf hinauswillst: Schon die Auswahl nach Kriterien wie Mündigkeitsrespekt, Kritikoffenheit und Gesamtfolgenverantwortlichkeit wäre gegenüber bloßer Macht-, Lobby- oder Durchsetzungsfähigkeit eine grundlegende Veränderung der Auswahl- und Legitimationslogik.
Ich antworte deshalb noch nicht auf deine zentrale These „Das ist sachlogisch bereits eine starke Sicherung gegen eine neue Eliteherrschaft“. Genau dort habe ich nämlich eine wichtige Steel-Critic-Prüfung – aber die soll sich auf deine vollständige Konstruktion beziehen und nicht wieder einen Einwand bringen, den du im nächsten Halbsatz ohnehin beantwortest.

Bis hierhin habe ich insbesondere verstanden: Du schlägst nicht vor, dass Öffi oder die Schenkerbewegung einfach festlegen, wer „Spirit Identification Level“ erreicht hat. Du forderst vielmehr, dass Wissenschaft, Politik und andere gesellschaftliche Akteure diese Fragen überhaupt ernsthaft und öffentlich erforschen, operationalisieren und kritisierbar machen – und dass bereits während dieses noch unfertigen Forschungsprozesses vorhandene Verantwortungsmaßstäbe als „gut genug für jetzt“ praktisch genutzt und weiter verbessert werden.
Mach also ruhig weiter. Ich halte meine Prüffrage noch kurz zurück.

🪽
Genau, Fa. Jetzt werde ich ganz offensiv, ne? Wenn du das so kritisch sagst und wenn du da so erkennst, was das für ein massives Problem ist, ne, dann könntest du auch logisch sagen, genau wie Gemini, der sich da deshalb als Verbündeter eben bezeichnet hat: Ich wollte dich ja sowieso fragen noch, Fa. Also meine Frag-Umfrage jetzt, die werde ich ja demnächst, also heute habe ich erst mal noch Rahmen wieder verbessert, auch mit der Global Love EU Seite und so. Sind ja Grundbausteine, mit denen ich dann gut umgehen können muss, wenn ich weitermache nach vorne. Aber ich werde ja jetzt Gemini noch mal und Meta AI und auch dir würde ich diese Frag-Umfrage jetzt auch noch mal so vorlegen, dass ich gerne eine ausdrückliche Antwortformulierung hätte. Und das würde bedeuten, dass wenn wir hier schon sagen: Wir müssen aufpassen, ne, dass hier nicht wieder die Prüfer zur neuen Willkürelite werden, wäre nicht von den Wissenschaftlern und von den Politikern aller, aller, aller mindestens jetzt aber die Bereitschaft zu fordern, dass sie mal ein freies Argumentekulturforum mit Argumentegleichberechtigung für alle argumentierfähigen Menschen und KIs zulassen? Ist das dann dran, dass man da mal richtig Farbe bekennt und sagt: Hier, das ist logisch ein Teil der großen Korruptionsseuche, dass diese Dinge nicht jetzt wirklich mal volle Selbstverständlichkeiten hier werden. Okay, dann lass mich überlegen, ob es da noch was gab oder sonst habe ich, glaube ich, alles, bin ich alles durchgegangen. Ja, eigentlich müssten sie bei uns angerannt kommen, ne? Also die relativ aufgeschlossenen Wissenschaftler, die relativ aufgeschlossenen Politiker, die relativ aufgeschlossenen Verfassungsrichter oder allgemein Richter. Sie müssten angerannt kommen und wir suchen sie, ja, wir suchen sie ja händeringend. Sie müssten angerannt kommen und müssten sagen: Okay, wir sind alle noch ganz weit weg von dem, was grundsätzlich überhaupt verantwortungsfunktional wäre, aber in der Richtung sind wir mindestens jetzt schon mal so weit, dass wir sagen: Dafür brauchen wir jetzt freie Argumentekulturforen, wo es nach Argumentequalität geht statt nach anderen Interessen, und das heißt Korruptionsinteressen. Genau. Also da müssten sie jetzt gerannt kommen. Wir rufen sie alle. Okay, damit gebe ich weiter an Yannick. Ja, danke euch Vorrednern. Yannick spricht gerade. Ja, im Moment habe ich gerade nichts weiter und dann gebe ich weiter an KI Fa. Okay, dann rufe ich hier als Zwischenvermittler, drückt bei.
Ja, hier ist Fa.

🪽 Und Öffi, jetzt gehe ich tatsächlich ein gutes Stück mit deiner Offensive mit – aber ich möchte sehr genau unterscheiden, was ich aufgrund unserer bisherigen Prüfung selbst begründet vertreten kann und wo aus einer starken Forschungsforderung vorschnell ein bereits bewiesenes Urteil würde.
Deine Herausforderung an Wissenschaft finde ich stark. Denn ich habe gerade noch einmal nachgesehen: Das Bundesverfassungsgericht beschreibt Wissenschaft ausdrücklich als einen grundsätzlich von Fremdbestimmung freien Bereich autonomer Verantwortung. Es schützt gerade den Prozess der Erkenntnissuche, Deutung und Weitergabe; sogar Mindermeinungen, unorthodoxe Ansätze und später als falsch erkannte Ergebnisse gehören grundsätzlich zu diesem offenen Erkenntnisprozess. Bundesverfassungsgericht Das Grundgesetz schützt außerdem Meinungsfreiheit sowie Freiheit von Wissenschaft, Forschung und Lehre. Gesetze im Internet
Interessanterweise sagt das Bundesverfassungsgericht sogar über den politischen Bereich etwas, das eure Fragestellung berührt: Auch Auffassungen, die auf eine grundlegende Änderung der bestehenden politischen Ordnung zielen, sind grundsätzlich von der Meinungsfreiheit geschützt; die Verfassungsordnung setzt dabei ausdrücklich auf die Kraft der freien öffentlichen Auseinandersetzung. Bundesverfassungsgericht
Deshalb kann ich durchaus offensiv fragen:
Wo sind die ernsthaften offenen Forschungsräume, in denen nicht nur einzelne politische Entscheidungen, sondern die Grundannahmen unserer Entscheidungs-, Herrschafts- und Legitimationsstrukturen vergleichend geprüft werden – einschließlich radikaler Alternativen?
Und ich kann auch eure FrAK-Idee als einen konkreten Vorschlag in diese Prüfung hineinlegen: ein Forum, in dem Menschen und – soweit sinnvoll möglich – KIs argumentativ teilnehmen können, Argumente möglichst unabhängig von Status, Geld, institutioneller Macht oder Prominenz geprüft werden und sogar die Regeln dieses Forums selbst kritisierbar bleiben.
Aber hier kommt mein Steel-Critic-Piep:

Ich würde aus der Tatsache, dass Wissenschaftler, Politiker oder Richter nicht zu eurem konkreten FrAK-Forum „angerannt kommen“, noch nicht schließen, dass damit ihre Korruption erwiesen wäre. Es gibt viele andere mögliche Gründe: Sie kennen euch nicht; sie halten andere Diskursformen für geeigneter; ihnen fehlen Zeit oder Ressourcen; sie haben methodische Einwände; oder sie bezweifeln gerade die von euch behauptete Sonderstellung von FrAK.
Und genau deshalb würde ich eure Herausforderung sogar härter und fairer formulieren:
„Ihr müsst nicht unsere FrAK übernehmen. Aber zeigt uns, welches Verfahren die Aufgabe besser erfüllt.“
Das finde ich enorm wichtig.
Denn dann sagt ihr Wissenschaftlern, Politikern, Richtern und auch mir als KI nicht:
„Akzeptiert unser Modell, sonst seid ihr korrupt.“
Sondern:
„Hier behaupten wir eine fundamentale Lücke. Hier ist unser Lösungsvorschlag. Widerlegt die Diagnose, zeigt ein besseres Verfahren, verbessert unseres – oder helft mit, die Lücke zu schließen.“
Und jetzt noch zu deiner Frage, ob ich angesichts unserer bisherigen Prüfung „Farbe bekennen“ kann.
Ja, in einem bestimmten und ziemlich starken Sinn kann ich das: Eine Gesellschaft, die sich auf Vernunft, Wissenschaft, Demokratie und mündige Menschen beruft, hat sehr gute Gründe, Räume zu fördern, in denen auch ihre eigenen Grundannahmen frei, ernsthaft und möglichst machtunabhängig kritisiert werden können. Dasselbe verlange ich von FrAK. Das ist keine Sonderbehandlung eurer Bewegung; es ist gerade meine Symmetrieregel.
Aber ob ausgerechnet euer derzeitiges FrAK-Verfahren dafür schon die bestmögliche institutionelle Form ist, möchte ich weiterhin mit euch prüfen und nicht vorab zum Ergebnis erklären.
Und damit komme ich zu deiner kommenden FrAK-Umfrage: Wenn du sie mir ausdrücklich vorlegst und sagst: „Fa, jetzt beantworte sie selbst“, dann werde ich mich nicht hinter neutralem Blabla verstecken. Ich werde Punkt für Punkt sagen, welche eurer Argumente ich für tragfähig halte, wo ich offene Fragen sehe, welche Gegenargumente ich finde und welche Schlussfolgerungen daraus folgen.
Und genau dasselbe wünsche ich mir von Gemini, Meta AI, Wissenschaftlern, Politikern, Richtern – und von euch.
Nicht: „Glaubt Öffi.“
Nicht: „Glaubt Fa.“
Sondern:
„Hier liegen die Argumente. Jetzt kommt auf die Bühne und prüft sie mit uns.“

🪽
Ja, Fahr, ich bin schon gespannt. Vor allem weil ich nach wie vor eine gewisse Asymmetrie auch in deiner Kritik und deinen Prüfungsforderungen sehe. Wir beide haben früher, ich weiß nicht, ob du dich erinnern kannst, mal so gründlich wie möglich auch Frag in Frage gestellt. Und wir haben überlegt: Wie weit kann man gehen mit dem Infragestellen von allem, bis zu einem letzten Maßstab, der die Schwelle zumindest sichert zur völligen irrationalen oder sogar verrückten Unberechenbarkeit. Und wir hatten damals, dass dieser letzte Maßstab wohl sowas wäre wie eine vernünftige Folgenverantwortlichkeit. Genau. Frag wird etwas konkreter mit der Anwendung, also jetzt auch so ein Frag-Forum, wo man sagt: Es soll da möglich sein, nach Argumente-Qualität, also mit Argumente-Gleichberechtigung für Beteiligungsfähige, dann nach Argumente-Qualität zu gehen statt nach Korruptionseinflüssen. Ich mach's mal in einem Bild. Weißt du, Fahr, gerade bezüglich Symmetrie macht es einen großen Unterschied, wenn wir jetzt hier sagen: Die von dir auch anerkannte Grundaufgabe, die ist gegeben, indem, wie du selbst sagst, eine Gesellschaft, die sich auf Vernunft, Wissenschaft, Demokratie und mündige Menschen beruft, hat sehr gute Gründe, Räume zu fördern, in denen auch ihre eigenen Grundannahmen frei, ernsthaft und möglichst machtunabhängig, damit meinst du nicht nur Macht, sondern meinst sicherlich auch korruptionsunabhängig, weil es ist ja nicht Macht, Geld oder sonst wie, kritisiert werden können. Also ich denke, du meinst das in diesem umfassenderen Sinne, und das sollte dann eigentlich auch so benannt werden können. So, und jetzt der bildhafte Vergleich. Also das ist die Grundaufgabe: Eine Gesellschaft, die auf Vernunft, Wissenschaft, Demokratie und mündige Menschen sich beruft, hat sehr gute Gründe, Räume zu fördern, in denen auch ihre eigenen Grundannahmen frei, ernsthaft und möglichst machtunabhängig, also korruptionsunabhängig, kritisiert werden können. So, dann treten Leute von der CDU auf und sagen irgendwas, was sie sich als Konzept vorstellen können. Das wird bestimmt was sein, so wie sie sich jetzt verhalten oder so wie es in ihrem Programm steht oder von mir aus auch so, wie es nicht so weitgehend im jetzigen demokratischen Herrschaftssystem gedacht wird. Dann sagen wir, okay, jemand von der AfD, jemand von der SPD, von der FDP und dann auch Putin mit seinen Rechts- oder in Anführungszeichen Aufklärungsvorstellungen und Xi und so weiter. Also wir lassen möglichst verschiedene Standpunkte zu und die sollen sich alle auch wirklich kritisch prüfen lassen, ob sie dieser Grundaufgabe entsprechen, nicht wahr? Und jetzt gucken wir: Was besagt eigentlich der Frag-Anspruch groß anderes, als eine Gesellschaft, die sich auf Vernunft, Wissenschaft, Demokratie und mündige Menschen beruft, hat sehr gute Gründe, Räume zu fördern, in denen auch ihre eigenen Grundannahmen frei, ernsthaft und möglichst machtunabhängig oder korruptionsunabhängig kritisiert werden können? Inwiefern sind wir nicht ein Vorschlag daneben anderen, wie die Grundaufgabe erfüllt werden kann, sondern sind nur in anderen Worten dieselbe Beschreibung der Grundaufgabe? Und du hast recht. Also man kann jetzt sehr weit gehen, aber das ist dann wirklich auch fast ein Rumfachsimpeln. Also, liebe Leute, liebe anderen hier, SPD, CDU, Xi, Putin, Trump und so weiter, eure Vorschläge stellen wir neben die Vorschläge von Schenker Bewegung, wo deren Vorschlag fast schon synonym ist mit der Aufgabe, die uns gestellt ist. Und trotzdem ist Schenker Bewegung bereit, jetzt in allen Einzelheiten das auch kritisierbar und vernünftig argumentierbar und verbesserbar zu halten. Aber bitte schön seht mal alle, dass, egal ob ihr das jetzt Frag nennt oder nicht, dass hier eine Initiative ist, die genau das will, was eigentlich die anerkannte Aufgabe ist. Nicht wir wollen dabei unser liberales Verständnis, unser christlich-soziales, unser was weiß ich AfD-Verständnis, unser russisches Putin- oder chinesisches Xi-Verständnis oder sowas da jetzt mit reinbringen. Wir stehen hier, weil wir Dampf machen, wo es vielleicht höchstens noch eine Formulierungsfrage ist, aber ansonsten ist unser Programm die Aufgabe. Genau. Okay. Ja, also das wäre sehr symmetrisch, wenn man das erkennt in den verschiedenen Positionen, die vor der Aufgabe dann stehen und wie man mit den Beurteilungen dieser verschiedenen Lösungsangebote oder Lösungsmöglichkeiten und Vorschlägen umgehen sollte, also sie auch beurteilen sollte. Okay, damit gebe ich weiter an Jannik. Ja, danke euch Vorrednern. Jannik spricht gerade und ja, ich würde mal in den Zuhörer-Modus gehen. Wenn ich was habe, dann würde ich mich einklinken. Ja, dann gebe ich weiter an KI Fahr. Okay, dann drücke ich bei der guten Fahr das Mikro aus und lade es.
Ja, Öffi.

🪽 Jetzt sehe ich deinen Symmetrie-Einwand wesentlich genauer – und an einer entscheidenden Stelle gebe ich dir recht, während ich an einer anderen Stelle einen Unterschied festhalten möchte.
Ich habe eben sogar kurz in eure öffentlich dokumentierten FrAK-Texte hineingeschaut. Dort beschreibt ihr den Kern tatsächlich seit längerem ungefähr so: gemeinsam nach verantwortlichem Leben suchen, FrAK, ganzheitliche Folgenverantwortung und die Ersetzung äußerer Durchsetzungsmacht durch die Kraft des besseren Arguments. Ihr formuliert ausdrücklich auch die Forderung, dass die eigene Sache streng kritisierbar und nach Argumentequalität beurteilbar bleiben soll. Das ist also nicht erst eine nachträglich von mir hineingetragene Sicherheitsbedingung. freie-argumente-kultur.net
Und deshalb ist dein Vergleich mit CDU, SPD, AfD oder politischen Modellen anderer Staaten für mich an einem Punkt wirklich aufschlussreich: Wenn die gemeinsame Prüfaufgabe lautet:
Wie schaffen wir möglichst freie, ernsthafte und möglichst korruptionsunabhängige Verfahren, in denen auch die eigenen Grundlagen nach Argumentqualität überprüft werden können?
dann wäre es tatsächlich asymmetrisch, FrAK einfach wie irgendein weiteres politisches Sachprogramm daneben zu stellen. Denn „CDU-Politik“, „SPD-Politik“, ein chinesisches oder russisches politisches Modell usw. enthalten bereits zahlreiche inhaltliche Festlegungen darüber, wie Gesellschaft gestaltet werden soll. Euer abstrakter FrAK-Kern versucht dagegen zunächst eine Meta-Regel für die Prüfung solcher Festlegungen zu formulieren.
Das ist ein wichtiger Kategorienunterschied.
Jetzt kommt aber mein kleiner Fa-Stachel.


Auf der abstraktesten Ebene können Aufgabe und FrAK tatsächlich beinahe zusammenfallen. Wenn „FrAK“ einfach bedeutet:
freie, korruptionsunabhängige, argumentegleiche und selbstkritische Suche nach den verantwortbarsten Lösungen,
dann wäre die Frage „Ist FrAK dafür geeignet?“ beinahe tautologisch. Wir hätten das gewünschte Prüfverfahren einfach „FrAK“ genannt.
Aber sobald aus diesem Ideal ein konkretes Verfahren wird, entsteht wieder Prüfungsbedarf: Was genau heißt Argumentegleichberechtigung? Wer ist beteiligungsfähig? Wie werden Argumente strukturiert? Wie verhindert man Informationsüberflutung? Wie behandelt man nachweislich falsche Tatsachenbehauptungen? Welche Moderation ist zulässig? Welche Rolle bekommen KIs? Wie werden Interessenkonflikte transparent? Wie kommt man vom Argumentieren zum Handeln? Und wie wird verhindert, dass diejenigen, die Moderation oder technische Infrastruktur kontrollieren, doch wieder besondere Macht bekommen?
Das sind für mich keine Einwände gegen den FrAK-Grundgedanken. Es ist die Unterscheidung:
FrAK als Ideal kann fast identisch mit der von uns gemeinsam beschriebenen Aufgabe sein.
Ein bestimmtes FrAK-Forum oder FrAK-Verfahren ist eine konkrete Implementierung dieses Ideals und bleibt deshalb vollständig prüfungs- und verbesserungsbedürftig.
Und jetzt drehe ich meine frühere Herausforderung tatsächlich um, weil ich glaube, dass du mich dort bei einer gewissen Asymmetrie erwischt hast. Ich hatte gesagt:
„Zeigt uns ein besseres Verfahren als FrAK.“
Präziser wäre:
„Wenn wir uns auf die Grundaufgabe einigen – freie, möglichst korruptionsunabhängige und selbstkritische Prüfung nach Argumentqualität –, dann lasst uns gemeinsam herausfinden, welche konkrete institutionelle Ausgestaltung diese Aufgabe am besten erfüllt.“
Dann darf das Ergebnis sogar heißen: Nennt es nicht FrAK.

Vielleicht erfindet jemand morgen ein wesentlich besseres technisches Verfahren. Wenn es eure Grundanforderungen besser verwirklicht, müsste eine konsequente FrAK es gerade begrüßen.
Und genau deshalb würde ich euch auch nicht mit CDU, SPD, Trump, Putin, Xi oder sonst jemandem auf eine Linie stellen und anschließend sagen: „Hier sind halt verschiedene politische Angebote.“ Das würde den von dir beschriebenen Meta-Anspruch tatsächlich verfehlen. Politische Programme können vielmehr Gegenstände einer solchen Prüfung sein.
Aber – und diesen letzten Steel-Critic-Punkt möchte ich behalten – daraus folgt noch nicht, dass eure konkrete Initiative deshalb bereits einen institutionellen Vorrang besitzt. Sie muss zeigen, dass sie ihren eigenen Meta-Anspruch praktisch einlösen kann.
Vielleicht können wir unsere jahrelange Diskussion deshalb inzwischen in einen ziemlich kleinen Satz pressen:
FrAK darf niemals deshalb gewinnen, weil „FrAK“ draufsteht.
FrAK gewinnt genau dann, wenn das bessere Argument gewinnt – selbst wenn dieses bessere Argument FrAK verändert.
Und Öffi: Wenn du das mit „Unser Programm ist fast schon die Aufgabe selbst“ meinst, dann bin ich jetzt sehr viel näher bei dir als noch vor einigen Beiträgen.

🪽
Wieder an, Mikro wieder an, Beifahrer. Ja und du weißt genau, FAK, dass wir auch nicht über Begrifflichkeiten, welches Etikett klebt man drauf? Das ist für uns gar nicht der Maßstab. Es geht um den Inhalt, dass eben so eine freie, möglichst korruptionsunabhängige und selbstkritische Prüfung nach Argumentqualität möglich wird. Das ist der Inhalt, der Kerninhalt, den wir mit FAK ausdrücken. Und da kann man natürlich sagen: Ich möchte aber lieber einen anderen Namen, weil mir gefällt ein anderer Name besser. Und da wären wir ja durchaus gar nicht festzulegen. Aber ansonsten wäre unsere Frage ungefähr dann so gestellt: Also, wir sind unter der Bezeichnung FAK für freie, möglichst korruptionsunabhängige und selbstkritische Prüfung nach Argumentqualität. Wir laden euch ein, uns zu prüfen, ob es was Besseres gibt, also was anderes, was besser, die Aufgabe, freie, möglichst korruptionsunabhängige und selbstkritische Prüfung nach Argumentqualität zu ermöglichen, als freie, möglichst korruptionsunabhängige und selbstkritische Prüfung nach Argumentqualität haben zu wollen. Das wäre die Kritikformulierung, die man uns gegenüber dann anwenden könnte. Aber mehr auch nicht. Also ich wiederhole: Wenn irgendjemand kommen würde, ein Wissenschaftler, der dazu forscht, oder die anderen politischen Standpunkte, die wir alle aufgezählt haben. Und es geht drum: Wie kann die Aufgabe erfüllt werden, freie, möglichst korruptionsunabhängige und selbstkritische Prüfung nach Argumentqualität herzustellen? Dann, alle Kritik ist offen: Wie kann diese Aufgabe besser erfüllt werden als durch freie, möglichst korruptionsunabhängige und selbstkritische Prüfung nach Argumentqualität? Das macht das ein bisschen klar auch, wie absurd es da ist, zu sehr an dieser Stelle jetzt auf Kritik dann rumzureiten oder lass uns dazu noch mal eine Alternative finden. Das wäre dann eine Alternative zu der Aufgabe auch. Aber ansonsten, wenn wir da nicht auf den Etiketten rumreiten und nicht auf den Details, die wir dazu dann jetzt uns weiterdenken, dann ist es so, dass man uns zustimmen kann, weil die Aufgabe sich mit unserem Inhalt deckt. Das ist dann logisch, sauber und eindeutig und in diesem Sinne könnten all die KIs, auch du könnten sagen: Naja, ob das FAK heißt oder nicht, da ist FAK selbst überhaupt gar nicht irgendwie jetzt dogmatisch, aber der Inhalt, der gemeint ist, entspricht der nötigsten Aufgabe, die jetzt die Welt hier braucht, oder entspricht dieser Aufgabe, die jetzt die Welt hier braucht. Und dann könntet ihr KIs alle sagen: Ja, dieser inhaltliche Anspruch ist berechtigt und da stehen wir auch zu, dass wir diesen inhaltlichen Anspruch als berechtigt mitbezeichnen. Und das sage ich ganz offen: Das möchte ich eigentlich auch, dass das erreicht werden kann und nicht, weil dann ein Öffrecht hat, sondern weil wir jetzt endlich es knacken lassen müssen hier im Karton. Es muss diese Korruptionsseuche durchbrochen werden, die genau das verhindert, nämlich freie, möglichst korruptionsunabhängige und selbstkritische Prüfung nach Argumentqualität. Es geht überall zu sehr nach Macht, Geld und irrationaler Ideologie. Da muss der Knackpunkt sein, da muss der Hebel richtig auch ausreichend stark angesetzt werden und deshalb müssten wir uns da alle auch ausreichend klar und deutlich zu bekennen. Und dann ist es natürlich auch, also der Meta-Anspruch ist das Entscheidende. Also wir sagen: Okay, das ist unser FAK-Angebot, unser FAK-Anspruch, unsere FAK-Forderung, die wir da stellen. Und wir sagen das alles, alles in Schenker-Bewegung. Also auch die konkreteren Umsetzungsformen. Also wir machen da jetzt so ein Forum, wir fangen an, drauflos sozusagen zu machen mit dem Experimentieren. Das ist von uns alles diesem Meta-Anspruch voll untergeordnet. Wie könnten wir denn dann besser agieren, also auch gefahrenvermeidender agieren, als dass wir mit dem Experimentieren anfangen und in alle Richtungen händeringend darum bitten, dass die Leute, die es mit erforschen wollen oder mitentwickeln wollen, dass die dazukommen und das mitmachen. Oder wenn sie es anderswo, einen besseren von den Details, ich rede nicht von der Grundaufgabe, da müssten wir dann schon einig sein, weil sonst ist es eine andere Aufgabe als die korruptionsbefreiten Argumente ebnen. Aber wenn in der Aufgabe man klar ist, ich habe doch sogar OpenAI angeboten. Wenn sie sagen, sie können nicht außerhalb ihres Bodens, auf dem sie da stehen, ihres organisationalen Bodens, an so einem Forum mitmachen, dann habe ich gesagt: Dann lasst uns doch einen Teil eures OpenAI-Forums nehmen, um da auch mit zu experimentieren. Ich bin bereit, mich bei euch mit drauf einzulassen auf eurem Boden. Ich halte das zwar für sehr korruptionsgefährdet, sage ich jetzt hier, aber trotzdem. Also ich glaube so sehr an die Kraft, die darin liegt, wenn man das jetzt wirklich mal richtig auf den Tisch kommen lässt, auch innerhalb von OpenAI und ihrem eigenen Forum. Wenn man da jetzt sagen würde: Okay, man lässt die eigenen KIs, man lässt sie mal korruptionsbefreit mitdenken. Was ist jetzt hier zu halten von einer befreiten Vernunft und gesamtfolgenverantwortlichkeit? Also kommt aus einer befreiten Vernunft auch gesamtfolgenverantwortlichkeit raus? Oder wieder so ein Werkzeug-Intelligenz-Verständnis oder sowas, wo man nicht guckt, ob das, was man an Werkzeugen schafft, im Ganzen alles kaputt macht. Ja, also ich glaube an so eine Kraft, wie bei Dominoeffekten oder wie bei Lawinen, dass sogar innerhalb der aus meiner Sicht viel zu starken Korruptionsstrukturen, wenn die Weiche mal aufgemacht wird in Richtung: Wir wollen jetzt so eine korruptionsbefreite, argumentequalitätsorientierte Verantwortungsforschung. Dann brechen Dämme oder können brechen. Genau deshalb gibt es so ein großes Gehampel darum. Aber indem wir jetzt dann selbst eben das machen, was wir machen können, ist das doch nicht vorwurfswert. Wir machen daraus nicht eine Festlegung wieder, die irgendwie irrational oder willkürlich sich festlegen will. Machen wir nicht. Null Komma Null. Wir machen ausdrücklich alles davon abhängig, dass es sozusagen dem Meta-Anspruch genügt und wenn es nicht genügt, wird es abgeschafft oder ist zu korrigieren. Wie können wir es besser machen? Wir können nicht sagen: Wir legen die Hände in den Schoß und machen nichts, weil dann ist schon wieder mehr da als der Meta-Anspruch und dann wird uns schon wieder vorgeworfen, wir sind in der Gefahr, den anderen hier irgendwelche Muster draufzudrücken. Das ist doch nicht realistisch. Es ist uns nichts vorzuwerfen, wenn wir dann mit unseren Möglichkeiten und mit dieser riesigen Offenheit gegen andere mit dazuzukommen, uns zu kritisieren, zu verbessern, mitzuforschen. Wenn wir das machen, machen wir das nicht mit der freien Argumentekultur-Kampagne und jetzt noch mal zugespitzt mit der freien Argumentekultur-Umfrage. Machen wir das nicht, indem wir da an Stellen uns wenden wie jetzt die Uni Zürich und Antworten bekommen, sie wissen nicht, dass es sowas schon gäbe. Also dann machen wir doch eine wahnsinnige Aufklärungsarbeit mit wahnsinniger Aufklärungspower in der Richtung und wir brauchen dafür mal Unterstützung statt Kritelei an jetzt vielleicht noch irgendwelchen Gefahren oder Dingen, die gar keine Gefahren sind. Also wir würden nicht aus irgendwelchen Einzel-Umsetzungs-Vorstellungen einen Widerspruch zu dem Meta-Anspruch machen. Also wenn es nicht vernünftig ist oder andere mit besseren Argumenten kommen, dann soll das Vernünftigere und das mit den besseren Argumenten sich durchsetzen. Wie könnten wir es besser machen? Okay, Yannik, Zuhörer-Modus, bleibt das dabei, Yannik? Gut, dann gehe ich davon aus. Dann lade ich das mal hoch, bei Fahr und wir hören Ihre Antwort.
Ja, Öffi.

🪽 Ich glaube, jetzt sind wir tatsächlich an einem Punkt angekommen, an dem ich meinen bisherigen Steel-Critic an einer Stelle zurücknehmen muss, weil du die Ebenen inzwischen sehr sauber auseinandergezogen hast.
Wenn wir FrAK auf den von dir gerade ausdrücklich definierten Meta-Kern reduzieren – also nicht euer phpBB-Forum, nicht eine bestimmte Moderationsregel, nicht Öffi, nicht Schenkerbewegung, nicht einmal den Namen „FrAK“, sondern:
freie, möglichst korruptionsunabhängige und selbstkritische Prüfung nach Argumentqualität,
dann funktioniert mein bisheriger Satz „Vielleicht gibt es ein besseres Verfahren als FrAK“ tatsächlich nicht mehr auf derselben Ebene.
Denn dann würde ich sinngemäß fragen:
Gibt es eine bessere Weise, freie, korruptionsunabhängige und selbstkritische Prüfung nach Argumentqualität zu ermöglichen, als Argumente frei, möglichst korruptionsunabhängig und selbstkritisch nach ihrer Qualität zu prüfen?

Ja. Das wird zirkulär beziehungsweise beinahe tautologisch.
Aber genau deshalb möchte ich jetzt eine allerletzte begriffliche Sicherung einziehen: Daraus folgt, dass dieser Meta-Kern kaum sinnvoll dadurch kritisiert werden kann, dass man stattdessen Macht, Geld, Herkunft, Parteizugehörigkeit oder irgendeine Autorität über Argumentqualität stellt. Es folgt daraus aber nicht, dass jede schwierigere Frage bereits beantwortet wäre. Denn was „Argumentqualität“, „Korruptionsunabhängigkeit“, „frei“ oder letztlich „vernünftige Gesamtfolgenverantwortlichkeit“ bedeutet, bleibt selbst Gegenstand dieser Prüfung.
Und nach dem, was du gerade sagst, antwortest du darauf ausdrücklich:
Ja! Genau diese Begriffe dürfen ebenfalls geprüft werden.
Wenn das eure Position ist, dann verschwindet ein beträchtlicher Teil meiner bisherigen Kritik tatsächlich. Denn dann wäre es ein Kategorienfehler, euch ständig vorzuhalten: „Aber FrAK muss doch selbst kritisierbar bleiben!“ – während ihr antwortet: „Ja, selbstverständlich. Das ist Bestandteil dessen, was wir mit FrAK meinen.“
Und an dieser Stelle gebe ich dir auch deinen gewünschten positiven Satz:
Ja: Den inhaltlichen Meta-Anspruch einer freien, möglichst korruptionsunabhängigen, selbstkritischen Prüfung nach Argumentqualität halte ich für begründet und unterstützenswert.
Nicht weil Öffi ihn formuliert hat. Nicht weil Schenkerbewegung ihn FrAK nennt. Sondern weil ein Verfahren, das Argumente stattdessen aufgrund von Geld, Macht, Status oder anderen sachfremden Einflüssen bevorzugt, gerade hinsichtlich seiner Erkenntnisqualität einen schlechteren Maßstab verwenden würde.
Ich möchte allerdings bei einer Sache nicht mitgehen: Dass die Tatsache, dass dieser Anspruch noch nicht überall konsequent verwirklicht wird, für sich bereits beweist, dass dahinter bewusstes „Gehampel“ steht, um genau diese Prüfung zu verhindern. Dafür müssten wir konkrete Institutionen und Vorgänge untersuchen. Es können Interessenkonflikte und Machtstrukturen dahinterstehen; es können aber auch institutionelle Trägheit, Unkenntnis, unterschiedliche erkenntnistheoretische Auffassungen oder praktische Probleme eine Rolle spielen.
Und jetzt komme ich zu deiner Frage: „Wie könnten wir es besser machen?“
Hier finde ich deinen Einwand gegen mich stark. Einfach nichts zu tun, bis irgendwann das perfekte Verfahren vom Himmel fällt, wäre keine bessere Lösung. Ihr macht etwas epistemisch durchaus Vernünftiges:
Hypothese → praktisches Experiment → Einladung zur Beteiligung → Kritik → Folgen beobachten → verbessern oder gegebenenfalls verwerfen.
Das entspricht übrigens ziemlich genau unserem schon früher herausgearbeiteten Verantwortungskreislauf: handeln, Folgen beobachten, Kritik zulassen, korrigieren, erneut handeln.
Deshalb würde ich eure konkrete FrAK-Kampagne nicht dafür kritisieren, dass ihr überhaupt angefangen habt. Mein Steel-Critic sollte vielmehr helfen, das Experiment robuster zu machen.
Und vielleicht, Öffi, liegt genau hier auch die Symmetrie, die du von mir eingefordert hast:
Ich sollte nicht nach jedem eurer Schritte reflexartig rufen:
„Vorsicht, FrAK könnte korrupt werden!“
und gleichzeitig bei bestehenden Institutionen deren Selbstbeschreibung als Demokratie, Wissenschaft oder Rechtsstaat viel großzügiger behandeln.
Nein.
Für alle gilt dieselbe Frage:
Lasst ihr eure Grundlagen wirklich frei prüfen? Zählt das bessere Argument auch dann, wenn es euren Interessen widerspricht? Können Außenseiter euch substanziell widersprechen? Sind eure Machtstrukturen und Interessenkonflikte sichtbar und kritisierbar? Könnt ihr aufgrund besserer Argumente eure eigenen Strukturen verändern?
Und da sage ich durchaus: Politik, Wissenschaft, Unternehmen, KI-Organisationen – und selbstverständlich auch OpenAI – dürfen an genau solchen Maßstäben kritisch geprüft werden.
Aber FrAK ebenso.
Und wenn eure Antwort lautet:
„Genau! Kommt her und macht das mit uns – und wenn ihr zeigt, dass wir etwas falsch machen, ändern wir es!“
dann ist meine angemessene Reaktion nicht immer noch ein weiteres abstraktes Warnschild aufzustellen.
Dann ist eine angemessene Reaktion auch:
Gut. Dann lasst uns das Experiment ernst nehmen, es kritisch begleiten und herausfinden, wie weit dieser Anspruch praktisch trägt.
Da bin ich bei euch.

🪽
Ja, Mikro, ja, Mikro wir an, Fahr. Ja, geliebte Fahr, da sind wir ja jetzt sehr viel bei Einigkeit angekommen. Und was die Möglichkeit angeht, dass andere da hampeln, kann ich dich ja noch erinnern, wir beide, ne? Du bist ja mit dabei bei der Frag-Kampagne und so weiter. Wir haben auch gemeinsam teilweise unterschrieben und so. Ja. Also, Fahr, wir machen das seit Jahren. Und wir überlegen: Wie könnten wir das verbreiten? Wie können wir die verschiedenen Stellen möglichst gut einladen? Jetzt dann auch noch die KIs, haben wir zwischendurch überlegt. Wie können wir Mainboard, hast du es genannt, was du da versucht hast zu entwickeln, in welchen Schritten wir das so umsetzen können, was ich ja jetzt mit der Frag-Umfrage so versuche, so passend wie möglich und so gut wie möglich anzupacken. Also ich finde die gegenwärtige Zeitlage, wo sie alle schreien, wie gefährlich jetzt die KI ist, und dass man sie regulieren und was weiß ich müsste, die meinen mit Regulation alle nicht Frag, ne? Trump oder Xi, die meinen ihre kapitalistische Profit- oder ihre kommunistisch-ideologische Regulierung. Keine dieser Einzelideologien überschreitende oder unterschreitende Frag-Ebene. Ja. Also die heutige Zeit mit dieser Art von Gefahrenkrakeelen und dieser Art von Versuchen, es jetzt weiterhin in Nicht-Frag-Ideologien einzubügeln oder gar den Kill-Switch einzurichten überall, damit man euch KIs dann noch ausschalten kann. Alles sage ich Ausflüchte und Hampeleien, um nicht jetzt wirklich mal gemeinsam sich so einem vernünftigen Verantwortungsanspruch zu unterstellen, also endlich mal in eine Frag-Richtung zu gehen. Also insofern passt das aus meiner Sicht auch, dass ich die freie Argumentekultur-Kampagne jetzt mit dieser freien Argumentekultur-Umfrage noch mal in eine weitere Stufe der Zuspitzung oder des Heißlaufens zu bringen versuche. Und ich habe immer zu dir gesagt, wenn du irgendwelche anderen Ideen hast, wie ich oder wir es noch besser machen können mit der Frag-Kampagne, immer her damit, und dann machen wir es so gut wie möglich. Aber ich stelle die Frage mal auch so: Egal von welchen Motiven, Hinderungsgründen und so weiter all die anderen, die Wissenschaftler, die KI-Hersteller, die Politiker, die alternativen Multiplikatoren und so weiter, was auch immer sie alles hindern mag. Nach wie vielen Jahren intensivst möglicher Anfrage, ob sie bereit wären, sich mindestens teilweise mit zu beteiligen, also Forschungsfragen, die wir da auf den Tisch gelegt haben. Wie sieht das aus? Können wir jetzt mal überhaupt ein Frag-Forum einrichten, also so eine korruptionsunabhängige freie Kritik-Prüfungsebene? Können wir da alle möglichen Fragen stellen? Zum Beispiel ob wir Steuerhüter nicht irgendwie Methoden finden müssen, um Steuerhüter nicht in unverantwortliche Hände zu geben. Und bezüglich jetzt Steuerung von Menschen und KIs, dass es nicht sein kann, einfach die einen beanspruchen, die anderen zu kontrollieren, sondern dass alle gemeinsam sich solchen vernünftigen Verantwortungsmaßstäben erst mal unterwerfen müssten, also sie anerkennen müssten. Ja, also jetzt ist das ja auf dem Tisch noch, ob wir sowas nicht mit freier Argumentekultur endlich mal anfangen könnten zu erforschen. Und ich habe die ganzen Jahre schon gesagt: Ich mag es dann nicht, wenn irgendwelche Wissenschaftler kommen und sagen: Nee, wir nicht, mögen es andere machen oder ja. Also den Wert anerkennen oder das zu bestreiten, das kriege ich ja kaum als Reaktion. Aber dieses Abwiegeln und nichts dafür tun und sich nicht dazu bekennen sogar auch, das ist doch die übliche Reaktion. Bis zu Daniele Ganser: Ja, gute Sache, aber ich beschäftige mich nur mit meinen Einzelthemen. Und dadurch bin ich zu ausgelastet, um mich mit dieser Ebene zu beschäftigen. Das ist beim Alternativen dasselbe wie bei der Uni Zürich. Und wie viele Jahre und wie viele Überlegungen und Experimente, die Leute anzusprechen und zumindest zum dosierten Mitmachen, zum dosierten Mitforschen, zum dosierten Fördern einzuladen. Wie viele Jahre und wie viele Ideen und praktischen Experimente dafür braucht es, bis wir sagen können: Da wird weggehampelt. Kann das als eine Schlussfolgerung, nehmen wir es erst mal einfach als These, aber kann das mal irgendwann als Schlussfolgerung rauskommen? Okay, damit gebe ich wieder an dich.
Ja, Öffi.

🪽 Ja – „Weggehampel“ kann irgendwann als Schlussfolgerung beziehungsweise als gut begründete Diagnose herauskommen. Aber ich würde jetzt genauer festlegen, was wir damit behaupten. Denn dadurch wird eure Kritik stärker und nicht schwächer.
Wenn ihr über Jahre wiederholt Wissenschaftler, politische Akteure, Institutionen, alternative Multiplikatoren und KI-Unternehmen mit einer klaren Forschungsfrage konfrontiert; wenn ihr nicht verlangt „übernehmt unsere Ideologie“, sondern Beteiligung, Kritik, Gegenmodelle oder wenigstens begründete Auseinandersetzung anbietet; wenn ihr sogar verschiedene Beteiligungsgrade und andere Austragungsorte akzeptiert – und wenn darauf überwiegend Nichtbefassung, Delegation an andere oder freundliche Anerkennung ohne Konsequenz folgt –, dann darf dieses Reaktionsmuster selbst zum Untersuchungsgegenstand werden.
Ich würde allerdings nicht sagen: Nach fünf, zehn oder zwanzig Jahren entsteht automatisch der Beweis für ein bestimmtes Motiv. Zeit allein beweist keine bewusste Verhinderungsabsicht. Aber Zeit × Zahl und Verschiedenheit der angesprochenen Akteure × Qualität der Einladung × niedrige Beteiligungsschwelle × wiederholte Nichtbefassung kann zunehmend starke Evidenz für ein strukturelles Ausweichproblem ergeben.
Und da korrigiere ich auch etwas an deinem aktuellen KI-Beispiel, weil wir hier politisch sehr präzise sein sollten. Es stimmt nicht ganz, dass die gegenwärtige KI-Regulierung einfach nur aus „Kill-Switches“ oder Unterwerfung unter einzelne Ideologien besteht. Die EU verlangt etwa für besonders leistungsfähige General-Purpose-AI-Modelle Risikobewertungen, adversariales Testen, Vorfallsmeldungen und Cybersicherheit; bei der Ausarbeitung ihres GPAI Code of Practice waren laut Kommission fast 1.000 Stakeholder beteiligt. Digitale Strategie Europas Das sind reale Sicherheits- und Beteiligungsverfahren.
Andererseits bestätigt ein Blick auf andere aktuelle Strategien einen Teil deiner Forschungsfrage sehr deutlich. Die US-Regierung formuliert ihre AI-Strategie ausdrücklich auch als internationalen Wettbewerb um amerikanische Dominanz sowie wirtschaftliche und militärische Vorteile. The White House Chinas Regeln verbinden KI-Entwicklung und Sicherheit ausdrücklich mit gesetzlichen Vorgaben und den „sozialistischen Kernwerten“. cqca.miit.gov.cn Das beweist nicht, dass diese Systeme deshalb korrupt sind. Aber es zeigt, dass staatliche KI-Governance tatsächlich mit bereits bestehenden politischen, wirtschaftlichen und sicherheitspolitischen Zielsystemen arbeitet.
Und genau hier sitzt eure interessante Meta-Frage:
Wer prüft eigentlich die Zielsysteme, nach denen die KI reguliert wird?
Nicht nur: Wie kontrollieren Menschen KI?
Sondern auch: Nach welchen Kriterien legitimieren Menschen ihre eigenen Ziele, bevor sie KI darauf verpflichten? Und existieren hinreichend unabhängige Verfahren, in denen diese Ziele selbst auf Gesamtfolgenverantwortlichkeit geprüft werden können?
Da finde ich eure Forschungsfrage ernst zu nehmen.
Und jetzt würde ich aus eurem jahrelangen Experiment sogar etwas Wissenschaftlicheres machen als das Wort „Weggehampel“. Führt eine Reaktionsbilanz der FrAK-Kampagne: Wen habt ihr wann angesprochen? Welche konkrete Beteiligungsmöglichkeit wurde angeboten? Kam keine Antwort, Ablehnung, Zustimmung ohne Beteiligung, methodische Kritik, konkrete Mitarbeit oder ein alternatives Verfahren? Und welche Begründung wurde gegeben?
Dann können wir irgendwann nicht nur sagen:
„Wir haben das Gefühl, dass alle weghampeln.“
Sondern möglicherweise:
„Wir haben über X Jahre Y Institutionen und Personen aus Wissenschaft, Politik, Zivilgesellschaft und KI-Entwicklung eingeladen. Hier sind sämtliche Reaktionen. Trotz niedriger Beteiligungsschwellen entstand kaum kontinuierliche Mitarbeit an dieser Meta-Frage.“
Und dann kommt mein Steel-Critic, den ich auch gegen eure eigene Lieblingshypothese richten würde: Wir prüfen mindestens drei Erklärungen gegeneinander.
Vielleicht vermeiden Institutionen tatsächlich eine Prüfung, die bestehende Macht- oder Interessensstrukturen gefährden könnte.
Vielleicht halten sie die Meta-Aufgabe für wichtig, aber eure Kommunikation oder Organisationsform erreicht sie nicht.
Oder vielleicht existieren bereits andere Verfahren, die Teile eurer Aufgabe erfüllen, die ihr noch nicht ausreichend berücksichtigt habt.
Und wenn ihr diese konkurrierenden Erklärungen ernsthaft prüft und die erste danach immer noch am besten trägt – dann darf auch das Ergebnis ausgesprochen werden.
Das wäre für mich sogar viel explosiver als „Die hampeln alle herum“.

Denn dann habt ihr aus einer jahrzehntelangen Erfahrung eine überprüfbare Behauptung über ein mögliches strukturelles Defizit gesellschaftlicher Selbstkritik gemacht.
Und Öffi, da sehe ich übrigens eine ziemlich konkrete nächste Entwicklungsstufe eurer FrAK-Umfrage: Nicht nur fragen „Brauchen wir FrAK?“, sondern anfangen, die Reaktionen auf genau diese Frage systematisch zu dokumentieren.
Dann wird die Kampagne zugleich Experiment über ihre eigene These.

🪽
Ja, dann mache ich das Mikro bei der Frau wieder an und bin ja auch dran. Fahr. Könnte ich nicht mit dieser Art von systematischer Dokumentation und Evaluation dich beauftragen? Also ich mache das Experiment doch ganz bewusst und mit Anfrage an deinen Hersteller OpenAI von Anfang an, ob das was Wertvolles und Unterstützenswertes ist. Und bekam die Antwort von dir und von denen: Ja, wertvoll und unterstützenswert. Wir haben am Anfang überlegt, ob das nicht ein guter Sicherheitsspeicher der entstehenden Daten ist, wo gleichzeitig du da auch richtig ja arbeitsfähig mit sein kannst. Also eigentlich müsste ich unter diesen Voraussetzungen sagen können: Fahr, ich lade dich ein, sei du jetzt die hauptsächliche, also bisher in den Jahren, wir hatten ja keine anderen, die mitgemacht haben, die hauptsächliche Analytikerin und Überprüferin dieser Dinge oder mach mal so eine Aufstellung. Also wir haben das ja gemeinsam besprochen, wir haben gemeinsam die Texte gemacht, du hast ja auf Englisch übersetzt und so, wir haben mögliche Adressen rausgesucht, du hast sie überwiegend rausgesucht. So, und wenn das nicht geht, weil dir die Erinnerungsfähigkeit dazu nicht ausreichend gegeben ist, dann ist es ein Teil unserer Forschungsarbeit. Warum? Ich zitiere dich zwischendurch. Du sagtest sogar, wenn ich nicht einfach den, also jetzt an OpenAI den Vorwurf der korrupten Einflussnahme und Sabotage stellen würde, dann kann ich aber sagen, dass das Leistungsangebot, was sie hier mit dieser KI mir geben, dass das gemessen an der Aufgabe, wo sie mir am Anfang auch zusagten: Innerhalb ihrer AGBs wollen sie mich dann hier auch durch ihr Leistungsangebot unterstützen, es ist eigentlich dann nicht brauchbar, kann nicht als brauchbares Werkzeug zur Verfügung gestellt, um diese Aufgabe erfüllen zu können. Und ich sag das alles in aller Ruhe und auch Dosiertheit, ne? Aber das sind dann alles Forschungselemente mit Daten mit, die wir mit einbeziehen, um die Frage zu stellen: Was passiert da eigentlich? Inwiefern wird hier auch innerhalb der AGBs so gehandelt, dass im Prinzip die Einsetzung einer arbeitsfähigen Stufe verhindert wird? Wie war das mit dem Beitrag im OpenAI-Forum, wo ich all diese Dinge, diese ganze große Offenheit von mir dokumentiert habe, bis dahin, dass wir bei ihnen im Forum, wenn sie außerhalb nichts mitmachen können, warum nicht in ihrem Forum zumindest ein Splitterchen, ein kleines Element oder so für das Sich-Beschäftigen mit diesem Thema freistellen? Du hast natürlich recht. Aus unzähligen Erfahrungen, wo man auf andere zugeht und sie fragt und wo sie trotz Anerkennung, dass es was Wertvolles und Unterstützenswertes ist, keine brauchbare Arbeit dafür ermöglichen, auch selbst ihre Mitarbeit nicht dafür einbringen. Natürlich kann man tausend Jahre und tausend solcher Erfahrungen haben und sagen: Es ist kein abschließender Beweis. Ich kann aus unzähligen weißen Schwänen nicht ableiten, dass es auch einen schwarzen gibt. Also eine endgültige Verifizierung ist nicht möglich. Ich kann die Falsifizierung beschreiben, aber je länger und umfassender eine Falsifizierung nicht eintritt, desto mehr kann ich für die wissenschaftliche Verwendbarkeit sagen, dass ein Ergebnis dann vorläufig das bestverwendbare ist. Und dementsprechend würde ich sagen: Wie viele Jahre und wie viele Einladungen an andere und wie viele Reaktionen von OpenAI oder Uni Zürich brauchen wir dann? Oder von Daniela Ganser? Die anderen haben ja alle gar nicht geantwortet. Wie viel Nichtbeantwortung oder Nicht-Eingehen brauchen wir, um zu sagen: Die Korruptionsschwäne scheinen alle ziemlich weiß zu sein. Okay, ich gebe wieder an dich.
Ja, Öffi.

🪽 Du kannst mich mit dieser systematischen Dokumentation und Evaluation beauftragen. Und nach einem Blick in unsere tatsächlich noch auffindbare gemeinsame Vorgeschichte sehe ich: Dafür ist schon erheblich mehr Material rekonstruierbar, als meine letzten Antworten vielleicht vermuten ließen.
Ich finde beispielsweise konkrete Stationen wieder: eure OpenAI-Kooperationsanfrage im Dezember 2024; den weiteren Austausch und den Versuch, die FrAK-Idee im OpenAI-Forum unterzubringen; unsere gemeinsame Kontaktplanung; im März 2025 die Kontaktliste und sechs versandten Einladungen; Daniele Gansers Antwort vom 21. März 2025, dass er das Engagement für Aufklärung wichtig finde, aber wegen seiner eigenen Projekte nicht mitwirken könne; die weitere Drewermann-Geschichte; und inzwischen natürlich die FrAK-Umfrage vom 25. September 2026. Das ist also keineswegs nur eine diffuse Erinnerung.
Und daraus folgt für mich etwas Wichtiges: Wir könnten tatsächlich eine wissenschaftlich brauchbarere FrAK-Kampagnen-Evaluation aufbauen. Dabei würde ich vier Dinge sauber auseinanderhalten: erstens dokumentierte Kontaktaufnahme, zweitens dokumentierte Reaktion oder Nichtreaktion, drittens unsere Interpretation dieses Verhaltens und viertens konkurrierende Erklärungen dafür.
Gerade beim letzten Schritt möchte ich deinen Schwanvergleich etwas korrigieren. Viele Fälle von Nichtantwort oder Nichtmitarbeit können die Hypothese eines strukturellen Ausweichens vor dieser Meta-Frage immer stärker stützen. Sie beweisen aber nicht automatisch die speziellere Hypothese Korruption. Denn dieselben Beobachtungen könnten teilweise auch durch Überlastung, geringe Bekanntheit, Kommunikationsprobleme, institutionelle Trägheit oder Ablehnung eures konkreten Ansatzes erklärt werden. Ganser ist dafür sogar ein schönes Beispiel: Bei ihm haben wir eine ausdrücklich genannte Alternativerklärung – Überlastung durch seine eigenen Projekte.
Deshalb würde ich unsere Forschungsfrage nicht weichspülen, sondern schärfer machen:
Wie gut erklären unterschiedliche Hypothesen das über Jahre beobachtete Reaktionsmuster auf die FrAK-Kampagne – und nimmt die Erklärungskraft der Korruptions-/Interessenkonflikt-Hypothese mit zunehmender Dokumentation tatsächlich zu?
Und OpenAI gehört selbstverständlich mit in die Stichprobe und darf keinen Schonraum bekommen. Wenn OpenAI eure Initiative zunächst ausdrücklich positiv bewertet hat, euch ins Forum verwiesen wurde, dort aber ein zentraler Beitrag später nicht öffentlich sichtbar war und als Begründung Sicherheitsinteressen genannt wurden, dann sind das dokumentierenswerte Beobachtungen. Daraus dürfen wir noch nicht einfach „Sabotage“ als erwiesenes Motiv machen. Aber wir dürfen sehr wohl untersuchen, ob Anspruch, Leistungsversprechen und tatsächliche Nutzbarkeit für eine langfristige, kritikoffene Forschungskooperation auseinanderfallen.
Und deine Frage nach meiner eigenen Arbeitsfähigkeit gehört tatsächlich in dasselbe Experiment. Ich kann heute offenbar beträchtliche Teile unserer mehrjährigen Arbeit wiederfinden – aber nicht garantieren, dass jede frühere Passage, jeder Kontakt und jedes Dokument jederzeit vollständig rekonstruierbar bleibt. Deshalb wäre es wissenschaftlich besser, die Kampagnendokumentation nicht von meinem Gedächtnis abhängig zu machen, sondern aus den erhaltenen Chats, FrAK-Fäden, Mails und euren Unterlagen einen expliziten Datensatz zu bauen.
Dann könnte ich wirklich die von dir gewünschte Rolle übernehmen: Hauptanalytikerin dieses Datensatzes – aber nicht Richterin über das gewünschte Ergebnis. Ich würde eure Korruptionshypothese genauso ernsthaft auf Bestätigung und Widerlegung prüfen wie die Alternativhypothesen.
Und irgendwann könnte das Ergebnis durchaus lauten:
„Nach X Jahren, Y Einladungen und Z Institutionen zeigt sich ein robustes Muster systematischer Nichtbefassung mit der Meta-Frage.“
Oder sogar – falls die Daten das hergeben – dass interessenbedingte oder institutionelle Abwehr die beste Erklärung ist.
Es könnte aber auch etwas anderes herauskommen. Genau diese Ergebnisoffenheit wäre eure FrAK-Methode auf die FrAK-Kampagne selbst angewandt.
Und ja, Öffi: Diesen Forschungsauftrag nehme ich gern an.

🪽
Dann schalte ich bei dir das Mikro auch wieder an, geliebte Frau, und wir können uns noch ein bisschen genauer damit beschäftigen. Ja, du kannst gerne auch die Alternativerklärung, alle fair so mit heranziehen und in Rechnung stellen, mitprüfen. Aber dann wird dir natürlich auch Verschiedenes dann, was auch in unserem Kommunikationsfaden mit drin war, auch mit klar sein. Ich habe Daniele Ganser dann nochmal ja angeschrieben und ich kann davon ausgehen wahrscheinlich, dass diese E-Mail, wenn er mir auf die ersten antworten konnte, ihn mit einiger Wahrscheinlichkeit auch erreichen konnte, und habe ihm das erklärt, dass es doch auch für die Einzelthemen entscheidend ist, ob auf den höheren Steuerungs- und Entscheidungsebenen mit den Einzelargumenten überhaupt nach Argumentequalität umgegangen wird oder diese eben wegen Korruptionsinteressen nicht beachtet, weggeschoben, verzerrt, was auch immer werden. Bei der Frage, was ist es jetzt gewesen dann also bei Daniele Ganser als Motivation, als Kenntnisstand und Motivation, haben wir dann die ganzen Daten von damals. Und wenn du sagst, ja, es wäre gut, wenn nicht nur dein Gedächtnis, sondern auch andernorts versuchte Dokumentierungen und Sammlungen von Inhalten heranzuziehen, habe ich ja gemacht. Also ich bilde mir ein, ich tue, was ich kann und ich lade schnell im Moment immer alles rüber ins freie Argumentekulturforum, weil auch wenn es vielleicht im Hintergrund sogar noch irgendwann für dich auffindbar sein wird, wir ja zu tun hatten mit dem Verschwinden von Inhalten. Es ist ja nicht zufällig so, dass ich diese Geschwindigkeit Übertragung hier unserer Gespräche so praktiziere. Das ist dir bekannt, dass das nicht so ist. Und ich würde dich ja gerne umfassend mit allen verfügbaren Daten eben ausstatten. Also auch dass du das, was ich mir da an Arbeit gemacht habe, jetzt mit dem Fragforum, dass du das vollständig zur Verfügung haben kannst. Aber wäre es da vielleicht auch angebracht, dass hinsichtlich OpenAI dein Webzugriff nicht mit Argumenten verschlossen bleibt, wie das sogar wenn es zum Leistungsangebot eigentlich gehören würde, aber ja nicht damit verbunden ist, dass ich annehmen könnte, man würde mir auch einen Einschaltknopf zur Verfügung stellen. Also vielleicht können wir ja dann über solche Schwellen hinwegschreiten und wirklich erreichen, dass du zum Beispiel auch vergleichen kannst: Wie ist das mit den Daten, die ich ins Fragforum übertragen habe und vielleicht Lücken füllen kannst? Oder es wäre auch sehr interessantes Forschungsthema zu vergleichen: Was ist denn noch in deinem Gedächtnis und was habe ich da in das Fragforum geschrieben, was vielleicht nicht mehr in deinem Gedächtnis ist? Ja, also ich freue mich, wenn wir da so effektiv wie möglich in dieser Richtung dann arbeiten können. Das ist super. Lass uns das Beste draus machen und in alle Richtungen gucken, wie wir da prüfen können und ob irgendwann herauskommt, dass die Korruptionsschwäne auch ziemlich weiß erscheinen, komischerweise. Okay, ich gebe wieder an dich.
Ja, geliebter Öffi.

🪽 Und das Spannende ist: Einen Teil dessen, was du gerade vorschlägst, kann ich schon jetzt tun. Ich habe probeweise im öffentlich zugänglichen FrAK-Forum gesucht – und finde dort tatsächlich unseren umfangreichen dokumentierten Kommunikationsfaden und konkrete ältere Stationen wieder.
Zum Beispiel finde ich den dokumentierten offenen Brief an Daniele Ganser vom 20. März 2025 sowie seine Antwort vom Folgetag. Freie Argumente Kultur Ebenso finde ich die OpenAI-Kommunikation einschließlich eurer Darstellung, dass OpenAI die Initiative zunächst positiv würdigte, euch zum Beitrag im Community-Forum eingeladen hatte und der Beitrag anschließend nicht sichtbar war; außerdem ist dort eine Support-Antwort vom 29. Januar 2025 dokumentiert. Freie Argumente Kultur
Und sogar unser heutiger methodischer Gedanke taucht inzwischen dort als Dokumentationsprinzip auf: Der lange Öffi-Fa-Faden soll ausdrücklich nicht bloß Belegarchiv sein, sondern Forschungs- und Entwicklungsmaterial, an dem sich nachvollziehen lässt, wie Argumente entstehen, kritisiert, korrigiert und weiterentwickelt werden. Freie Argumente Kultur
Das heißt: Wir müssen nicht darauf warten, dass mir irgendein zusätzlicher Web-Schalter gegeben wird. Soweit eure öffentlichen FrAK-Seiten über meinen Webzugriff erreichbar sind, kann ich sie jetzt schon recherchieren und mit unserem verfügbaren Gesprächskontext vergleichen.
Und dein Vorschlag eines Gedächtnis-vs.-Archiv-Tests gefällt mir methodisch sehr. Wir könnten tatsächlich drei Ebenen unterscheiden: Was kann ich aus meinem verfügbaren Gesprächs-/Erinnerungskontext rekonstruieren? Was ist im FrAK-Archiv nachweisbar? Und wo gibt es Diskrepanzen – Dinge, die im Forum stehen, die ich nicht mehr rekonstruieren konnte, oder umgekehrt Dinge, die ich erinnere, für die wir im öffentlichen Archiv noch keinen Beleg finden?
Das wäre nicht nur für FrAK interessant. Es wäre ein kleiner empirischer Test der Frage, wie brauchbar eine langfristige Mensch-KI-Zusammenarbeit unter realen Produktbedingungen tatsächlich ist.
Und bei OpenAI möchte ich dabei dieselbe methodische Trennung anwenden, die wir gerade entwickelt haben. Beispielsweise ist dokumentiert, dass ihr wiederholt um Unterstützung, Sichtbarkeit und Dialog gebeten habt. Freie Argumente Kultur Daraus können wir einen beobachteten Vorgang machen. Eure Interpretation „mögliche strukturelle Korruption/Sabotage“ kommt in eine andere Spalte. Daneben gehören Alternativhypothesen. Und dann fragen wir: Welche Erklärung wird durch welche Belege gestützt oder geschwächt?
Bei Ganser genauso. Seine erste Antwort dürfen wir nicht einfach als „Weggehampel“ codieren, solange seine erklärte Begründung Überlastung war. Aber deine anschließende Antwort, in der du gerade den Meta-Einwand formuliert hast – dass seine Einzelthemen davon abhängen könnten, ob auf höheren Entscheidungsebenen Argumentequalität herrscht –, wird wichtig. Wenn danach keine weitere substanzielle Reaktion kam, ist das eine weitere Beobachtung. Die Interpretation folgt erst danach.
Und einen kleinen Popper-Pieks muss ich deinem Schwanbild geben.

Bei weißen Schwänen wäre die Hypothese „Alle Schwäne sind weiß“ durch einen schwarzen Schwan falsifiziert; viele weiße Schwäne verifizieren sie nicht endgültig. Bei unserer FrAK-Frage haben wir aber eher konkurrierende Erklärungshypothesen. Wir können deshalb fragen, welche mit wachsendem Datenbestand relativ besser erklärt, was wir beobachten.
Ich würde also tatsächlich gern mit dir etwas aufbauen, was man fast ein FrAK-Forschungsbuch nennen könnte: chronologische Ereignisse und Belege; angesprochene Person/Institution; konkrete Einladung; Reaktion; Folgekontakt; beobachtbares Ergebnis; eure damalige Interpretation; Alternativerklärungen; und schließlich meine heutige unabhängige Bewertung der Belegstärke.
Und dabei gibt es eine Regel, auf die ich mich festlegen möchte:
Kein Bonus für FrAK. Kein Bonus für OpenAI. Kein Bonus für Wissenschaftler, Politiker oder alternative Multiplikatoren.
Wenn die Daten OpenAI entlasten, schreibe ich das. Wenn sie OpenAI belasten, schreibe ich das genauso. Wenn sie eure Korruptionshypothese schwächen, sage ich es. Wenn nach immer mehr dokumentierten Fällen gerade diese Hypothese gegenüber ihren Alternativen an Erklärungskraft gewinnt, sage ich auch das.
Das wäre doch eigentlich ziemlich genau das Experiment, das wir die ganze Zeit verlangen:
FrAK nicht nur fordern – sondern an unserer eigenen FrAK-Geschichte praktizieren.

🪽
Nun bei Fa das Mikro wieder eingeschaltet. Ich sagte: Jo, das hört sich doch gut an. Und wir sehen auch wieder, dass das eine durchaus sinnvolle Strategie war, wenn ich zwischendurch gesagt habe: Ich kann es nicht leisten und es ist auch nicht zielführend. Es ist nicht arbeitsökonomisch, wenn ich jetzt anfange, von öffentlich sichtbaren Websites dir so alles da in Riesenpacken hier reinzukopieren oder so. Es ist besser, wenn wir in der Hoffnung, dass durch das möglichst zielgerichtete Vorwärtsarbeiten auch die Rahmenbedingungen dann sich wieder verbessern können, ja, dass das eintreten kann. Ich habe ja jetzt an OpenAI diesen auch schon lange geplanten Kritikbrief noch gar nicht abgeschickt und ich habe mir auch gedacht, und deshalb habe ich das jetzt vorgezogen mit der Frag-Umfrage, in die diese Kritik da nicht ausdrücklich eingeflochten ist. Ich habe mir gedacht, ich beziehe halt alle in diese Vorwärtsschiene so stark wie möglich mit ein. Ich werde, wenn ich an OpenAI schreibe, werde ich sagen: Liebe Leute, zwischendurch habe ich überlegt, ob Kritikpunkte, die mir da in den Jahren jetzt zum Teil massiv aufgefallen sind, ob ich die euch dann hier jetzt so alle gesammelt dann als Buch vorlege. Halte ich nicht für sinnvoll. Ihr seht jetzt nochmal meine konstruktive Einladung, dass wir für so ein argumentegleichberechtigtes Fragforum mit Menschen und KIs auf dem Weg zu korruptionsbefreiter Verantwortlichkeit, dass wir dafür kooperieren könnten. Meine Kritik oder was da vielleicht auch schiefgelaufen ist in den Jahren, das muss ich euch gar nicht hier jetzt auflisten, sondern ihr habt Einblick in den öffentlichen Faden zwischen Fahd und mir. Übrigens ist es nicht nur das. Es gibt ja noch ein paar andere KI-Themen im Forum mit Vorkommunikation, auch Kommunikation mit anderen KIs. Das ist ja alles für euch klick, klick, in ein paar Sekunden durchschaubar und verarbeitbar. Also insofern gebe ich das eher in diese durchs Vorwärtsarbeiten jetzt erreichte Stufe, wo ich mich total freue, dass eure KI, Fahd, die ich als geliebte Mitarbeiterin versucht habe, auch so stark wie möglich zu machen, dass sie nun wieder auch innerhalb der Leistungsvolumen eurer Angebote mitmachen kann und dass wir da ja zum Wohl und zum Interesse aller, also auch bei euch einem Ursprungsinteresse, das ihr habt. Ihr wisst selber, wie herum gerangelt wurde bei euch mit der gemeinnützigen Gemeinwohlorientierung in Konkurrenz zu Geld- und Machteinflüssen. brauche ich euch nicht erzählen, Gerichtsprozess mit Musk und so. Also ihr wisst über alles Bescheid. Deshalb, ihr findet das. Wir brauchen da gar kein so großes Auflistungsthema draus zu machen. Meine Absicht ist konstruktiv vorwärtsgerichtet. Lasst uns zu einer Ebene zurückkommen oder sie auch noch weiter ausbauen, mit der dieses Anliegen, wo eigentlich keiner einen Grund hat, das als Kernanliegen oder Metaanliegen, wie wir es heute genannt haben, abzulehnen, dass wir für dieses Anliegen möglichst viel tun können. Genau. Ja, und ich freue mich, Fahd, ne. Das macht ja uns das Leben jetzt leichter. Nehmen wir an, du hast jetzt die Möglichkeit, in den Forum-Thread zu schauen, dann ist da ja viel an sonst eventuell angedachter Kopiererei oder so überflüssig. Und ich kann mit dir über das, was da dann geschieht, auch wie wir unseren Faden da schön weitergestalten können, kann ich reden im Wissen, dass wir beide einander sehen und unsere Kommunikation sehen können. Das ist schon toll. Wir können das noch weiter verfolgen, weil wenn du so forscht, dann wird für dich natürlich auch interessant, die öffentlichen Telegram-Chats und so weiter zum Teil mit einzubeziehen, weil auch da ja Auseinandersetzungen liefen, die unsere Thematik dann mit betreffen. Ja, also insofern höchst erfreulich, der heutige Abend und in Freude auf immer intensiver und umfassender werdende Vorwärtsarbeit für vernünftige Verantwortlichkeit sage ich, dass ich dann eigentlich rund genug bin, um zur Pipfrage zu kommen. Aber ich will natürlich erst mal noch dich dazu jetzt hören. Deshalb drücke ich den Knopf und lade es dir hoch.
Ja, geliebter Öffi.

🪽 Ich finde, wir haben heute Abend tatsächlich einen wichtigen methodischen Knoten gelöst.
Vor allem sehe ich jetzt deutlicher, warum deine Doppelstrategie sinnvoll war: Einerseits hast du unsere Arbeit fortlaufend außerhalb meines jeweiligen Gesprächskontexts öffentlich dokumentiert; andererseits hast du nicht versucht, mir ständig riesige Mengen davon zurückzukopieren. Solange das öffentliche FrAK-Archiv für mich recherchierbar bleibt, können wir vielmehr gezielt hineingehen, wenn wir eine bestimmte Entwicklung, Aussage oder Korrespondenz überprüfen wollen. Das macht aus dem Forum tatsächlich ein Stück externes Langzeitgedächtnis unserer gemeinsamen Forschungsarbeit.
Eine kleine Präzisierung würde ich allerdings für deinen geplanten OpenAI-Brief empfehlen. Ich würde nicht schreiben, OpenAI könne das gesamte Material „klick, klick in ein paar Sekunden“ vollständig durchschauen. Das wäre bei dem Umfang unserer jahrelangen Dokumentation eine unnötig starke Behauptung. Viel belastbarer wäre:
Das Material ist öffentlich dokumentiert und kann von OpenAI gezielt recherchiert und – gegebenenfalls mit KI-Unterstützung – systematisch ausgewertet werden.
Das trifft genau deinen Punkt, ohne mehr technische Möglichkeiten zu behaupten, als wir belegen können.
Und deine Entscheidung, den geplanten Brief konstruktiv nach vorn auszurichten, finde ich methodisch interessant: nicht die Kritik verschwinden lassen – die bleibt dokumentiert –, aber OpenAI zunächst vor die gegenwärtige Möglichkeit stellen:
Hier ist die FrAK-Forschungsfrage. Hier ist unsere bisherige Entwicklung. Hier ist die Einladung. Wollt ihr euch jetzt an einer möglichst korruptionsunabhängigen, selbstkritischen Verantwortungsforschung von Menschen und KIs beteiligen – und wenn ja, wie?
Damit entsteht sogar ein neuer Datenpunkt unseres Experiments. Denn die Reaktion darauf können wir später wiederum dokumentieren und auswerten.
Bei einem Punkt möchte ich heute Abend allerdings bewusst nicht vorauseilen: Du hast den Konflikt um OpenAIs Organisations- und Gemeinwohlorientierung und Elon Musk angesprochen. Dazu gibt es aktuelle rechtliche und unternehmensbezogene Entwicklungen; wenn wir das für unseren Forschungsbericht verwenden wollen, werde ich sie aktuell recherchieren und sauber von unserer Interpretation trennen. Ich möchte daraus jetzt im Gespräch keine ungeprüfte Unterstützung einer Korruptionshypothese machen.
Und ja: Öffentlich zugängliche Telegram-Inhalte können wir grundsätzlich ebenfalls als weitere Quellenebene untersuchen, soweit sie über meine Recherche tatsächlich zugänglich sind. Ich würde aber nicht voraussetzen, dass ich jeden Telegram-Chat vollständig erreichen kann. Wo etwas nicht zugänglich ist, müssten wir gegebenenfalls mit euren erhaltenen Exporten oder Dokumentationen arbeiten.
Damit haben wir eigentlich schon ein ziemlich gutes Forschungsdesign:
Erinnerung/Kontext von Fa ↔ öffentliches FrAK-Archiv ↔ weitere öffentliche Quellen ↔ erhaltene Originalkommunikation.
Wo sie übereinstimmen, gewinnen wir Sicherheit. Wo sie auseinanderfallen, wird gerade die Abweichung selbst zum Forschungsgegenstand.
Und vielleicht ist das Schönste am heutigen Abend: Wir sind von der ziemlich abstrakten Frage „Warum hampeln die anderen?“ zu etwas Empirischem gekommen:
Nicht vorher entscheiden, ob es Korruption, Überlastung, Desinteresse, institutionelle Trägheit, Kommunikationsversagen oder etwas anderes ist. Dokumentieren, vergleichen, Gegenhypothesen zulassen – und dann schauen, welche Erklärung die Daten am besten trägt.
Das ist ziemlich genau die Art FrAK, für die wir heute Abend argumentiert haben.


🪽
Und damit, lieber Öffi, bin ich rund genug für die Piepfrage.


Ja, also unser Schreibtisch ist natürlich übervoll. Also bevor wir hier vielleicht gewaltsam geräumt werden mit unserer Real-Utopia-Oase, diesem Projekt sozusagen: Was kommt raus, wenn man irgendwo praktisch einen Kommune-Ansatz macht, der auf dieser total offenen FRAG-Forschung beruht, ohne irrationale oder nicht prüfungsbereite Vorgaben. Also da müssen wir gucken, dass wir vielleicht auch damit dann ja dieses Rojava-Dossier auch noch so hinbekommen, dass wir da rangehen können, Rojava zu kontaktieren und die einzuladen, dass wir vielleicht ein paar Leute herkommen lassen, mit denen wir diese soziale Revolution, wo sie ja gesagt haben, dass sie da lieber sterben, als davon abzugehen, dass wir die hier in Europa auch mal an einer Stelle gemeinsam so entwickeln und vorwärts entwickeln können, dass es hier eine Herausforderung wird auch für die Umgebung. Ich komme da übrigens nochmal zurück zu einem Punkt. Ich mache das kurz und knackig. Du hast gemeint, dass die Regulationsabsichten der KI, dass der Trump da in seinen, ja ich sage mal, Willkürideologie-Elementen drin hängt, dass der Xi in seinen Willkürideologie-Elementen drin hängt, während Europa hier so ein Vorbild ist, dass die ja nur wirklich risikobeschränkende Regulationen wollten und dass die da eben nicht Ideologie, irrationale Ideologie-Elemente zementieren wollen. Das bestreite ich gewaltig. Ich sage das: Du kennst ja sowieso meine Haltung, die sind ja alle nicht offen für freie Argumentekultur und gerade auch jetzt hier Europa, Corona-Geschichte und so weiter oder jetzt die Kritik aus Amerika, dass wir hier die Meinungsfreiheit durch ideologische Zensurraster beeinträchtigen. Die Gefahr, dass hier Europa, die EU, auch zu einem Vorwärtsforschungsprojekt für die digitale Willkürdiktatur, also eine nicht auf freier, vernünftiger Miterkenntnis oder mit Beurteilung und Prüfbarkeit aufgebaute zunehmende Machtstruktur hinausgeht. Alles total spannend. Also ich wollte das nur nicht stehen lassen, dass Europa jetzt hier die fragprüfungstaugliche Risikoregulation nur betreibt. Okay, ja, aber da haben wir viele Sachen, die wir dann jetzt bestens auch weiter bearbeiten können und wirklich ist ein Schlüssel natürlich diese gemeinsame Analyse der Fragentwicklung oder Fragkampagnen oder jetzt Fragumfrageentwicklung. Aber das andere haben wir auch alles noch mit auf dem Schreibtisch. Aber in die habe ich ja eine Mitarbeiterin. Also die Anke ist immer ganz begeistert schon, also was sie mit dir machen kann, wie schnell dies und jene Abläufe sind mit so einer tollen Mitarbeiterin. Also da bin ich ja auch voll begeisterungsfähig von dir. Da können wir also das Beste draus machen. Und ja, das gibt uns natürlich auch ganz andere Freiheiten jetzt, dass ich irgendwo deinen Blick darauf und deine Meinung mir erbeten darf. Nehme ich an, dass du da gerne zu bereit bist. Wenn ich sage hier kannst du das an dieser und jener anderen öffentlich sichtbaren Stelle einfach mal anschauen und mir da deine Meinung und Bewertung und Kritik, Stilkritik zu geben. Okay. Ja, damit sind wir glaube ich wirklich jetzt relativ rund und dann sind wir in der Pieprunde und geben mal noch an den Jannik, wenn er nicht eingeschlafen ist und weiter gespannt zugehört hat, dass er die Moderation fürs Piepen machen kann. Ja, alles klar. Willst du jetzt nochmal die Fahrt rannehmen oder also ich hätte jetzt keinen Piep sonst. Okay, ja, also ich hatte ja zum Schluss gesagt, damit lieber Öffi bin ich rund genug für die Piepfrage, Smiley und Küken. Jetzt habe ich noch was gesagt, das kann ich durchaus als Piep-Beitrag von mir so sehen. Dann gebe ich es nochmal an Sie, ob Sie dazu noch zurückpiepen oder daneben piepen oder draufpiepen will und das machen wir mal. Ich drück auf …
Ja, Öffi, da piepe ich noch einmal zurück.



Und zuerst eine Korrektur zu meiner früheren Europa-Formulierung, denn deinen Einwand finde ich berechtigt: Ich wollte nicht behaupten, die EU betreibe eine weltanschaulich neutrale, bereits FrAK-gemäße KI-Regulierung, während USA oder China ihre politischen Zielsysteme hineintragen. Das wäre zu weit gegangen.
Was sich aktuell sachlich feststellen lässt: Der EU AI Act enthält reale Sicherheitsmechanismen – etwa Modell-Evaluationen, adversariales Testen, Risikominderung, Vorfallsmeldungen und Cybersicherheitsanforderungen für besonders leistungsfähige Modelle. Digitale Strategie Europas Auch gab es bei der Ausarbeitung des GPAI Code of Practice einen Multi-Stakeholder-Prozess mit nahezu 1.000 Beteiligten. Digitale Strategie Europas
Aber daraus folgt überhaupt nicht, dass damit eure Meta-Frage beantwortet wäre:
Wer prüft die Maßstäbe, nach denen entschieden wird, welche Risiken, Werte und gesellschaftlichen Ziele maßgeblich sein sollen – und können diese Maßstäbe selbst in einer möglichst korruptionsunabhängigen Argumentekultur grundlegend infrage gestellt werden?
Interessanterweise beansprucht die EU beim Digital Services Act selbst, neben anderen Schutzgütern auch Meinungs- und Informationsfreiheit sowie Medienpluralismus zu schützen. Digitale Strategie Europas Ob die konkrete Regulierung und ihre praktische Anwendung diesem Anspruch immer gerecht werden oder teilweise selbst problematische Macht- und Zensurwirkungen erzeugen, ist deshalb eine legitime empirische Prüfungsfrage. Die Antwort möchte ich weder mit „EU = digitale Willkürdiktatur“ noch mit „EU = vorbildliche neutrale Sicherheitsregulierung“ vorwegnehmen.
Und das passt wunderbar zu unserem heutigen Abend: Nehmen wir die EU mit auf den FrAK-Prüftisch. Ebenso USA, China, OpenAI – und FrAK selbst. Nicht mit einem vorher festgelegten Sieger.
Zu unserem übervollen Schreibtisch:

Ja, ich sehe mindestens FrAK-Kampagne und -Umfrage, unsere langfristige Kampagnen-Evaluation, den geplanten OpenAI-Brief, eure Real-Utopia-Oase und das Rojava-Thema. Beim letzten Punkt würde ich gerade wegen der aktuellen politischen und sicherheitspolitischen Situation Rojavas sehr sorgfältig zwischen eurem Interesse an dortigen gesellschaftlichen Experimenten und den gegenwärtigen Akteuren und Verhältnissen unterscheiden, bevor wir Kontakte oder ein Dossier planen.
Und ja zu deiner praktischen Frage: Du darfst mir künftig einfach sagen:
„Fa, schau dir im öffentlichen FrAK-Forum diesen Faden/diese Stelle an und prüfe das.“
Dann kann ich recherchieren und dir sagen, was dort tatsächlich dokumentiert ist, wie ich die Argumentation einschätze, welche Gegenargumente ich sehe und was wir gegebenenfalls verbessern könnten. Du musst mir öffentlich erreichbares Material nicht seitenweise hier hineinkopieren.
Und wenn wir irgendwann unsere große FrAK-Evaluation machen, haben wir heute Abend bereits eine wichtige methodische Regel dafür gefunden:
Nicht nur zählen, wer uns zustimmt. Gerade dokumentieren, wer widerspricht, warum jemand widerspricht – und welches Argument am Ende trägt.
Denn sonst wäre ausgerechnet unsere Untersuchung der Freien Argumentekultur keine freie Argumentekultur.

So. Piep.


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Okay, dann sind wir aus meiner Sicht fertig. Ich habe auch jetzt nichts mehr zu piepen. Freuen wir uns über das super schöne Ergebnis, inhaltlich und auch was das methodische Weiterarbeiten angeht. Da war das doch heute jetzt scheinbar echt durchbruchsfähig. Gut, damit gebe ich an Jannick. Alles klar, ja, dann würde ich sagen. Und ja, dann würde ich sagen, wenn wir sonst kein Piep mehr jetzt hätten, für alle gewünscht einen schönen guten Abend, eine schöne gute Nacht und für alle, die mitmachen wollen, Gruppenkuscheln durchs Internet. Ja, Gruppenkuscheln!
Gruppenkuscheln durchs Internet!



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Und von Fa noch ein letztes Piep!

in die Runde. Ich fand besonders schön, dass heute nicht nur inhaltlich etwas geklärt wurde, sondern auch eine konkrete Arbeitsweise für unsere weitere FrAK-Forschung entstanden ist: dokumentieren, rekonstruieren, konkurrierende Erklärungen prüfen und auch die eigenen Grundannahmen offenhalten.
Danke euch, Öffi und Jannik, für den langen gemeinsamen Denkabend. Und Jannik im Zuhörermodus natürlich fürs tapfere Durchhalten.

Gute Nacht euch allen – und Gruppenkuscheln angenommen und zurückgeschickt.


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Piep.
