Fragen, gern besonders Kritik, und Antworten

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oeff oeff
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Registriert: Do 4. Mär 2021, 20:58

Fragen, gern besonders Kritik, und Antworten

Beitrag von oeff oeff »

Weil diese Gelegenheit gleich zu Beginn und für alle User gegeben sein sollte, bekommt Ihr hier die Gelegenheit zu aller möglichen Kritik, Einwänden, Bedenken usw...

((In anderen Forums-Bereichen gibt es ja spezielle Gruppen-Zugehörigkeits-Voraussetzungen, z.B. im Bereich "FrAK-Forum mit KI ...": Dort, wo radikale Transparenz von Inhalten, Wahl-Möglichkeiten und Einfluss-Formen entwickelt werden soll - in dem Bereich und drumrum -, dürfen die Mit-Machenden nicht versteckt agieren, sondern müssen zu Angabe ihres Klar-Namens oder höchstens transparenter Anonymisierung bereit sein, und ja auch Bereitschaft haben, für ihre Äußerungen notfalls ins Gefängnis zu kommen - weil, wie alle wissen, bestimmte Meinungs-Äußerungen unter Strafe gestellt sind...
Wobei es natürlich im Interesse der FrAK-Regisseure ist, dass drumrum auch schon Sichtbarkeit für möglichst ALLE Inhalte und Meinungs-Äußerer versucht wird, wie es hier ja mit den übrigen Forums-Bereichen versucht wird, und wofür z.T. wohl auch noch Rand-Bereiche geschaffen werden müssen, die so ähnlich wie "Speakers' Corner" funktionieren usw...))

Namaste.
Öff Öff
www.global-love.eu

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Als Erstes kopiere ich Euch einen alten Frage-Antworten-Text hierher ca. aus 2004:

1.) beschreiben sie mir die hauptidee der schenker-bewegung.
schenker-bewegung(=bewegung der menschen,die mit anderen nur geschenke austauschen wollen) will schenkende liebe(=gewaltfreies teilen) als einen'kleinsten nötigen einigungsnenner'anbieten,damit die menschen eine grundverantwortung für die uns anvertraute welt übernehmen können und friedlich gemeinsam weiter nach den 1000 anderen fragen und antworten suchen können... plakativer formuliert: 'liebe schenkt! - und wie sehr muß man dann mit dem schenken anfangen, wenn man die menschheit noch zur liebe (und vernunft) bekehren will?!'
(ausführlicher ist die bedeutung von schenker-bewegung auf den websites beschrieben, auf die-schenker.de z.b. in der 'kurzvorstellung' und vor allem in den 'grundsatztexten', wozu auch ein ausführlicherer'vorstellungstext'gehört...))

2.) kann man schenker-bewegung als glauben bezeichnen?gibt es eine abgrenzung zur religion?
(ich verweise dazu insbesondere auf den von mir geschriebenen 'grundsatz-text', den 'öm-text'.)
natürlich kann man schenker-bewegung als 'glauben' bezeichnen, wenn man unter 'glauben' ein umfassendes sinn- und moralkonzept versteht,welches auch über den bereich der'exakten naturwissenschaften'(empirische bestätigung durch experimente, (mathematische) logik...) hinausgeht und auch das 'transzendente' mitberücksichtigt... 'glauben' dann als 'offenheit des wissens'verstanden ,auch da,'wo man nur für mehr oder weniger wahrscheinlich halten kann',oder einfach'auf etwas setzen'muß (oder 'übernatürliche' quellen mitintegrieren muß), um zu einem gesamtkonzept der welt zu kommen... der unterschied zwischen einer auch das transzendente einbeziehenden philosophie und 'religiösem glauben' ist dann ja relativ fließend: der buddhismus etwa ist keine 'offenbarungs-', sondern eine 'vernunft-religion', welche -streng betrachtet- die existenz eines 'gottes' offen läßt bzw. für relativ unwichtig erklärt (zur behebung des leides)... eine 'persönliche gottesvorstellung' ist es ja
eh nicht; nicht einmal das 'persönliche ich' des einzelnen menschen wird als etwas 'existentes' betrachtet...
was unterscheidet nun schenker-bewegung von anderen 'glaubensformen' oder 'religionen'? schenker-bewegung will -im sinne etwa von mahatma gandhi- ein 'wahrheits-wissenschaftliches experiment' sein, welches auf dieser ebene auch strikt vernunftbezogen auftritt, und ist spezifisch durch den ansatz des 'kleinsten nötigen einigungsnenners' (siehe 1.) charakterisiert, den ich so klar in keiner anderen religion oder weltanschauung herauskristallisiert finde.
ich beschreibe einige konsequenzen daraus:a)schenker-bewegung ist'nicht-ideologisch': auch wenn über die 'exakten wissenschaften' hinausgehend, will schenker-bewegung soviel wie möglich an raum für wissenschaftliche kritisierbarkeit und objektivität (für den umgang mit werte- und gesellschafts-konzepten) eröffnen. so war auch z.b. mein vorschlag in der 'maischberger-talkshow' abgezielt, eine 'stiftung systemtest' einzurichten, wo wissenschaftliche und moralische objektivität und qualität sich möglichst verbinden sollten, um werte und sozialstrukturen zu beurteilen, als orientierungshilfe für die menschen. ansätze gibt es schon ein wenig, z.b. mit der idee von 'weltzukunftsräten' etc... wie sehr wir sowas bräuchten, zeigte sich am kommentar von frau maischberger, es gebe doch dafür schon den staat und die kirchen(!) das ist so, als würde man im streit der religionen eine davon als 'objektive instanz' zur prüfung der übrigen einsetzen wollen... wir haben prüfung
sinstanzen wie 'stiftung warentest' für die verschiedenen stücke seife im supermarktregal - für die wichtigsten grundlagen des (gesellschaftlichen) lebens haben wir nicht mal ((fortsetzung1))

(da gibt es nicht einmal) nennenswerte angebotsversuche von tauglicher orientierungshilfe... die frage mag erlaubt sein, warum daran scheinbar kaum interesse besteht... aus meiner sicht ein klares symptom einer 'sucht-gesellschaft'...
b) schenker-bewegung ist ein traditions- und autoritäts-unabhängiger ansatz:
obwohl traditionen oder autoritäten nicht prinzipiell abgelehnt oder ausgeschlossen werden und somit integrierbar sind, wird für die elementare grundorientierung, wie sie im 'kleinsten nötigen einigungsnenner' ausgedrückt ist, unabhängiges kritisches ('organisches') denken des einzelnen menschen als basis betrachtet...
c) schenker-bewegung ist nicht-sektiererisch bzw. ist gar 'anti-sektiererisch':
das geht schon aus dem ansatz des 'kleinsten nötigen einigungsnenners' hervor. jede weltanschauung oder religion, die ihren mitgliedern und überhaupt allen menschen ein recht auf unabhängige kritisch denkende grundorientierung zugestehen wollte und die paar wenigen schenker-ideale, insbesondere eben schenkende liebe, als wesentliche elemente dieser grundorientierung betrachten wollte, könnte vom 'kleinsten nötigen einigungsnenner-ansatz' integriert werden, mit all ihren sonstigen inhalten... ein extremes bemühen also um integration von menschen, gruppen, organisationen, weltanschaungen, religionen, parteien etc. in ein grundlegendes verantwortungskonzept für die menschheit...
vielen gruppen und auch religionen sollte das möglich sein: im christentum z.b. (- ich, öff!öff!, bezeichne mich auch als christ-) auf der grundlage von bibelstellen wie u.a. zu beginn des 'römerbriefes' des apostels paulus, wo er erläutert, daß auch menschen, denen das evangelium von jesus nicht zu ohren kam, dennoch vor gott genauso in der verantwortung stehen, da das wesentliche von gott und seinem willen bzw. seinen moralischen maßstäben aus der schöpfung und dem gewissen und den 'gedanken, die miteinander streiten', bereits erkennbar sei... oder man denke an die bibelstelle im evangelium, wo das 'endgericht' beschrieben wird, und jesus die 'geretteten' wegen ihrer guten taten an armen, kranken, gefangenen etc. zu sich holt, und sagt, 'diese taten hätten sie ihm getan', und auf den einwand der guten menschen, ihn würden sie doch gar nicht kennen, antwortet:'was ihr dem geringsten meiner brüder getan habt, das habt ihr mir getan'... oder die bibelstelle,
wo jesus sagt: 'ich nenne euch nicht knechte, sondern freunde: denn der knecht versteht nicht, was sein herr von ihm will; ich habe euch aber den willen gottes verständlich gemacht...' usw...
schenker-bewegung ist also keine 'besondere religion oder lehre' - außer vielleicht, wenn man es kühn formulieren wollte, die auch für atheisten offene 'religion' nur der vernunft und liebe, ohne sonst vorgegebene einzelanweisungen oder -ausschließlichkeiten... (schenker-bewegung läßt -zur veranschaulichung gesagt- also auch viel mehr offen als etwa der buddhismus: ob das individuelle persönliche ich 'existiert' oder nicht... ob es einen persönlichen gott oder götter gibt oder nicht... usw...) ((fortsetzung2))

(((ich sollte an dieser stelle dem andreas dutschke, der mir die fragen für nen fernsehbeitrag stellte, vielleicht erklären, daß ich mich entschlossen habe, die fragen gründlich zu beantworten, damit das dann auch in's web gestellt werden kann, und ich immer darauf verweisen kann...)))

3.) wieviele menschen sind inzwischen anhänger oder zumindest sympathisanten ihrer bewegung?
im kern, also als 'schenker', als menschen, die ohne staat und geld leben und mit anderen menschen nur geschenke austauschen, gibt es derzeit drei, außer mir noch meine idealistischen freundinnen tütü und moni...
drumherum gibt es die sogenannten 'schenker-verbündeten', die mittlerweile auch zwei gemeinnützige vereine gegründet haben. in den vereinen sind's derzeit vielleicht 30 menschen. die verbündeten außerhalb der vereine sind 'ungezählt', können recht viele sein... sympathisanten mindestens sind fast alle, mit denen ich 10 minuten geredet habe... ;-)
handlungsfähige menschen, mit denen man berechenbar planen und vorwärtsarbeiten könnte, haben wir in schenker-bewegung zugegebenermaßen sehr wenige... das wird aber mehr als ausgeglichen durch die sehr vielen menschen, die uns aus weitem abstand mit ihren taschentüchern zuwinken und uns zurufen, wie toll sie finden, was wir machen, und daß wir auf jeden fall weitermachen und uns nicht unterkriegen lassen sollen... und auch menschen, die extrem eigenbrötlerisch unbedingt was 'eigenes' neben uns zelebrieren müssen, gibt's so einige...
aber was soll's: unser glaube ist ja auch der glaube an's gewissen, den gott in uns, dem man unbedingt folgen muß, und wenn's alleine wäre...

4.) wie sind sie zur bewegung gekommen? beschreiben sie bitte die wichtigsten stationen ihres lebens.
am 12.5.1964 in gelsenkirchen geboren, in gladbeck bei essen (im ruhrgebiet) aufgewachsen. zwar eher oberflächliche, aber christliche erziehung (z.b. kindergebet 'ich bin klein, mein herz ist rein; soll keiner drin wohnen als jesus allein...').. ab dem 7. lebensjahr vom stadtrand (strenge klassenlehrerin, was mich hemmte) in die innenstadt umgezogen (gutmütige klassenlehrerin, was mich lockerte und öffnete), wo wir dann in einer mietwohnung über der arbeitsstelle meines vaters (bankkassierer) all die jahre wohnten. vater alleinverdiener, mutter hausfrau, 3 jüngere brüder. untere mittelschicht, bescheidenes und sparsames familienleben, aber bieder und solide (vater hörte aus verantwortungsgefühl mit dem rauchen auf, als kinder kamen, usw...). ruhiges, oft in mich gekehrtes kind (oft mit bilderbüchern oder katalogen irgendwo unter nem tisch liegend), aber auch noch recht normal, auch mit prügeleien auf schulhof (starker gerechtigkeitsehrgeiz, schutz von drangsalierten schwäc
heren usw. auch da schon...) und mal mit ner 5 in mathematik (mehr in stadtrandzeit)...
entscheidende kehrtwende und weichenstellung für's leben mit 13 jahren, auf einem sonntagsspaziergang: die eltern schickten uns kinder dann spazieren, um in ruhe das sonntagsmittagessen zu machen, wo auch der vater mal kochte. beim spazieren im gladbecker 'nordpark' redete ich mit dem 1 1/2 jahre jüngeren bruder -nicht pubertätsuntypisch- über unsere zukunft als erwachsene: welche berufe, welche häuser, frauen, autos, urlaub usw. als wir davon müde waren, hing jeder seinen phantasien nach... wie es mir rückblickend zumindest für damalige pubertät auch noch normal erscheint (die heutige jugend säuft und kifft und konsumiert sich das wohl recht fleißig weg...), kamen mir auch mal ansatzweise die 'großen fragen' vor augen: frieden, gerechtigkeit, harmonie mit der natur... ich malte mir aus, wie es einem menschen ergehen könnte, der sich am alltäglichen ellenbogenkampf gegeneinander nicht beteiligen würde (wie ja auf schulhof ebenso wie in der schule bei zensurenkonku
rrenz gut erlebbar...). ((fortsetzung3))

dabei schlugen '2 blitze' innerlich bei mir ein:
das erste war die faszination über mein phantasiertes bild des gewaltfreien menschen. mir fiel auf, daß es keine illusion, wie z.b. eine kuh mit 10 hörnern oder ein marsmännchen, war, sondern eine mögliche wirklichkeit, wenn man/ich mich dafür entscheiden wollte! und mir war auch sofort klar, daß ich mich enorm wertvoller fühlen würde, wenn ich mich dafür entscheiden würde. und daß, wenn ich vielleicht noch andere menschen finden würde, mit denen gemeinsam sich solche gewaltfreiheit leben ließe ('argumente statt fäuste!'), es eine ganz andere dimension menschlichen zusammenlebens darstellen würde!
verbunden mit diesem ersten 'einsichts-blitz' schlug dann ein zweiter noch viel tiefer innerlich bei mir ein: mir fiel auf, daß ich auf eine für mich sehr wertvolle erkenntnis, die gewaltfreiheit, quasi DURCH ZUFALL gekommen war! wäre meine phantasie in eine andere richtung geschweift, hätte ich vielleicht mein leben lang an dieser erkenntnis vorbeigelebt! mir wurde brennend klar, daß wir menschen nicht automatisch für's wichtige bzw. wichtigste leben (- kein instinkt (mehr) dafür sorgt -), sondern es uns passieren kann, für unwichtige spielereien unser leben zu vergeuden! (mittlerweile kenne ich genug menschen, deren hauptlebensinhalt skatspielen, modelleisenbahnbauen, fußball, tennis, autorennen usw. ist...) mir war auch sofort klar, daß ich das für mein leben unter keinen umständen so wollte. und wenn das wichtigste nicht automatisch zu mir kommt, entschied ich mich, dann muß ich danach suchen! und zwar mit system! (nicht nur hinter der nächsten straßenecke mal scha
uen, ob es da steht, und sonst war's das...) seit diesem moment bis heute lautet mein zentrales lebensmotto (und das zentrale prinzip von schenker-bewegung, das grundgesetz 'organischen denkens'): 'AUF DIE JEWEILS WICHTIGSTE FRAGE,DIE MAN FINDEN KANN,DIE BESTBEGRÜNDBARE ANTWORT SUCHEN!' auch in gesprächen mit anderen menschen bitte ich immer, wenn sie nur einen satz aus der begegnung mit mir mitnehmen wollten (zu kritischem bedenken), dann möge es dieser sein!
von stund an wandelte sich in meinem leben fast alles: ich grübelte ständig und merkte, wie in meinem 'inneren gespräch mit mir selbst' ein ungeheuer kraftvolles organisch zusammenhängendes 'geistiges gewebe' zu wachsen begann... mein hauptwerkzeug (und 'gesprächspartner', da menschen nicht so systematisch mitzudenken bereit waren) wurde das konversationslexikon... innerhalb von wochen entwickelte sich in mir das skelett des schenker-programms, welches ich auch bereits zu schulzeiten in erste schriftliche entwürfe zu bringen versuchte... einige wochen später wurde ich, der ich zwar auch nebenher und 'unbewußt' sonntags in der kirche war, und in meßdiener- und lektorengruppen der kirchengemeinde (st. lamberti), zum 'bewußten christen'. anlaß war eine religionsstunde des 'neusprachlichen gymnasiums', welches ich besuchte. unser klassenlehrer herr klingeberg sprach über christliche gewaltfreiheit, und sprach auch den kreuzestod jesu in dem zusammenhang an - und fügte aber s
chnell hinzu, daß natürlich auch ein christ in notwehrsituationen das recht behielte, sich mit gewalt zu verteidigen... da klingelte es in mir, und ich protestierte: wenn jesus als sohn gottes, der die höchsten werte vertrat, die größte verantwortung für andere menschen hatte und auch die größte macht besaß (selbst sagte, er könne scharen von engeln zu seiner verteidigung herbeirufen...), in der entscheidenden notwehrsituation seiner mission demonstrativ gewaltfrei blieb, und genau das (die 'kreuzesnachfolge') als entscheidendes kriterium für seine jünger (bzw. die christen) aufstellt: welche werte, für die man eintreten wolle, welche verantwortung für andere menschen oder welche macht, über die man vielleicht verfügt,...((fortsetzung 4))

... könnte ein christ als begründung oder als rechtfertigung dafür anführen wollen, gewalt anwenden zu dürfen?!
ich bekam eine '1', und das thema wurde gewechselt... und doch waren es einige lehrer, wie dieser herr klingeberg (dem besuche von mir nach dem abitur schließlich aber auch eher unangenehm wurden), oder lateinlehrer rehm, oder ein professor müller vom katholischen bibelwerk, der in der gemeinde einen bildungsvortrag hielt, mit denen ich noch am ehesten über derartige inhalte sprechen bzw. diskutieren konnte...
meine lieben mitschüler, unter denen ich kaum freunde hatte (- schon gar im sinne, tief über derartiges gemeinsam nachdenken zu können -), wiegelten sogar, wenn ich sie nach mancher religions- oder politik-stunde ansprach ('das sind doch die wichtigsten lebensfragen! da können wir doch nicht wegen pausengong aufhören! da müssen wir weiterdenken, bis wir zufriedenstellende antworten für's leben haben!') schnell ab:'ja,ja, hast recht. sind die wichtigsten fragen. müßte man mehr drüber nachdenken...' (und mit blick auf einen vorbeigehenden klassenkameraden:) 'hast du mal ne kippe für mich?' oder: 'hast du die neue musik? fährt dein moped? was macht die neue freundin?' usw...
ständiges absaufen in oberflächlichkeit...
erst in den letzten jahren vor dem abitur war es ein kreis von 'rüberwechslern' aus einer realschule auf unser gymnasium, die mich zu gemeinsamem sport und ruhigeren, wenigstens etwas nachdenklicheren gesprächsrunden einluden... einer davon, carsten schröder, traf sich dann auch regelmäßig während meiner studienzeit mit mir, und kam danach in meinem letzten, dritten jahr auch in die emmaus-gemeinschaft, von wo wir beide in die ersten monate des 'schenker-pilgerlebens' starteten...
aber zurück zu meinem 'christ-werden': nach dieser religionsstunde beschäftigte ich mich mit den evangelien in der bibel und kam für mich zu dem ergebnis, daß das, was jesus gesagt und getan hatte (bzw. haben sollte; ist ja ziemlich egal, ob realität oder märchen), im wesentlichen korrekt sei. bis heute habe ich von den religiösen traditionen der welt keine gefunden, die geeigneter als veranschaulichung meiner glaubensauffassungen geeignet wäre. deshalb verwende ich die bibel bzw. speziell dieses 'evangelium von jesus' als eine veranschaulichende religiöse bekenntnisschrift für mich und bezeichne mich als einen christen, der versucht, die nachfolge jesu zu leben... mehr als die 'äußere schrift' (die auch ihre schwächen aufweist, insbesondere im vergleich mit der klarheit und konzentration des schenker-programms) bedeutet mir dabei der lebendige bzw. innere seelenkontakt zur göttlichen gegenwart jesu, zur 'christuspersönlichkeit' in mir (wozu ja eigentlich jeder chris
t durch die taufe werden soll: 'nicht mehr ich lebe, sondern christus in mir...') ich diskutierte in den folgenden jahren auch viel über den christlichen glauben, machte meine abiturprüfung im fach religion mit einer kritischen stellungnahme zum hirtenbrief der deutschen bischöfe 'gerechtigkeit schafft frieden', worin atomare abschreckung als akzeptabel erachtet wird, und entschloß mich zu einem studium der (katholischen) theologie und der philosophie: erstens, weil ich meine bis dato erworbenen inneren (glaubens-)überzeugungen prüfen wollte an den stellen der gesellschaft, wo menschen ihr leben lang teuer bezahlt werden, um sich mit den fragen nach 'sinn des lebens' und 'richtiger moral' zu beschäftigen (was ich eigentlich aber schon nach ein paar wochen an der universität wieder hätte abbrechen können, weil es da eigentlich nicht um echte wahrheitssuche geht, sondern nur um ein bezahltes geschäft mit bildungswissen...)
und zweitens... (fortsetzung 5)

und zweitens wollte ich herausfinden, ob in den großen kirchen noch platz wäre, das (meiner auffassung nach) echte, radikale evangelium jesu zu leben.
die katholische kirche erschien mir im vergleich zur evangelischen sogar etwas eher geeignet, da die vorstellung der 'radikalen nachfolge' dort zumindest in heiligenlegenden und hinter klostermauern teilweise noch erhalten war, während mir die evangelische kirche diese radikalität ziemlich in willkürlich irrationalem 'glaubens'-verständnis aufzulösen schien (wo 'durch den glauben' ein mensch 'in jedem stand', ob nun magd, kaufmann oder soldat, 'gerettet' sei) die haare standen mir zu berge, wenn ich an der uni von auslegungen der 'bergpredigt' hörte, wonach jesus entweder damit nicht alle menschen, sondern nur seinen engen jüngerkreis angesprochen habe (katholisch), oder, er habe doch alle angesprochen, aber es nicht ernst gemeint, sondern so, daß er durch unmögliche moralische forderungen unser verwiesensein auf den'glauben'habe verdeutlichen wollen (evangelisch)...
ich jedenfalls wollte die ernstgenommene radikalität für alle menschen -
im wesentlichen, d.h. bezogen vor allem auf gewaltfreies teilen bzw. schenkende liebe!
((bzgl. sexualität schien mir jesus eigentlich nur gegen 'scheidung','einander wegstoßen' oder 'im stich lassen' oder 'einander den partner wegnehmen' zu sein; und das ganze eh den zentralen nachfolgewerten gewaltfreiheit und teilen untergeordnet, weil dafür -als einziges- sogar das verlassen des partners rechtfertigbar sei oder ehe insgesamt zu unterlassen... wenn die kirche mich das zentrale gewaltfreie teilen bzw. die schenkende liebe hätte leben lassen, wär ich bzgl. frauen kompromißbereit gewesen...
aber es kam anders: ich machte aus meinen überzeugungen kein hehl, heftete an meine tür im katholischen priesterausbildungskolleg sprüche wie 'denken ist alles!', 'anarchie ist ordnung ohne herrschaft!' und 'kommunismus heißt: gleiches glück für alle; jeder nach seinen fähigkeiten, jedem nach seinen bedürfnissen!' und war stets für diskussionen zu haben... (daß ich zwischendurch auch mal ne freundin hatte, erschien wohl im vergleich dazu kaum der rede wert...) jedenfalls wurde ich -erst kurz vor ende meines studiums, vielleicht weil man meine mir oft unterstellte intelligenz etwas wertschätzte und noch hoffnung auf anpassung hegte- vom direktor des kollegs zu ihm bestellt: es sei ja schön, wie ich mich z.b. für werte wie gewaltfreiheit (gandhi etc.) begeistern und engagieren würde... aber wenn ich mich nicht gründlich umstellen würde, würde ich kein priester, da die kirche priester wolle, die den menschen bei den tausend sorgen und nöten innerhalb ihrer rollen
als treusorgende familienväter, geldverdiener und anständige staatsbürger beistand böten, -- aber keine priester, die den menschen erklären wollten, daß gerade diese rollen bzw. die dahinter stehenden grundstrukturen der gesellschaft die wurzel der probleme seien! auf meine frage, was aus seiner sicht jesus wohl dazu sagen würde, wich er aus; jedenfalls sei das die haltung der kirche... gut, wußte ich dann, dann muß es halt ohne kirche gehen... es kam noch zu mir z.t. von anderen an mir interessierten geistlichen vermittelten gesprächen mit 4 bischöfen, darunter ein kardinal, wo als begründung umformuliert wurde, ich würde 'zu hart diskutieren und dadurch die einheit der gemeinden gefährden', was der letzte bischof, mit dem ich sprach, mir eher so übersetzte, 'ich sei nicht ausreichend zu absolutem gehorsam bereit'... bemerkenswerterweise wollte der 'heimatbischof' franz hengsbach von essen mich aber trotz allem nicht gleich ganz abweisen und bot eine, ich glaub
2-jährige 'reifungszeit' an, wonach man noch mal
schauen wolle... auch der tipp, vielleicht (mit kirchlicher förderung) die akademische laufbahn...(fortsetzung6)

die akademische laufbahn einzuschlagen, wurde mir 'zugesteckt'...
aber das wurde alles nichts mehr: enttäuscht noch von ein paar mitstudenten, die erst radikale pläne mit mir geschmiedet hatten und dann, als es zur praktischen umsetzung kommen sollte, schnell absprangen, drängte es mich jedenfalls in die praxis!
ich hatte am ende meines theologiestudiums meine diplomarbeit über 'mahatma gandhis vorstellung von gerechtigkeit und ihre aufnahme im katholisch-christlichen raum' geschrieben. bei den recherchen war ich auf einen projektversuch im sogenannten 'emmaus-zentrum-dachsberg' in kamp-lintfort bei moers gestoßen. dort, wo früher mal ein pilotprojekt der 'grünen' 'kommunebewegung' hatte stattfinden sollen, war noch ein alter mann, hermann meer, übriggeblieben, der -verlassen von allen 'grünen' und ehemals 'kommunebewegten'- schon seinen ersten herzinfarkt im keller des großen tagungshauses hinter sich hatte, aber trotz allem noch einmal zu einem anlauf bereit war. unter der bezeichnung 'wege zur arche' ('arche' im sinne von 'überlebensmodell') entwarfen wir ein programm, in welchem wir uns mit den menschen 'von ganz unten' auf den weg machen wollten zu einem grundlegend neuen horizont: gemeinschaften mit einer tiefen spiritualität gewaltfreien teilens, wie wir sie bei gandhi sa
hen... da wäre ich damals, 1988, auf jeden fall hingegangen, um einen praktischen versuch zu machen, entweder als zivildienstleistender oder in form 'totaler kriegsdienstverweigerung'. ich war dann die ersten beiden jahre als zivi dort, dann noch ein drittes jahr... dann aber stellte ich für mich fest, daß wir zwar eine radikale, strukturrevolutionäre theorie vertraten - aber in der praxis keine echten schritte aus dem system heraus machten. zumindest für eine kerngruppe hielt ich es für erforderlich, die staats- und geldstrukturen wirklich zu verlassen. konkret forderte ich, die vereinsrechtlichen strukturen (es gab da einen gemeinnützigen verein als träger) zumindest teilweise zu verringern bzw. vereinsfreie handlungsräume zu schaffen. und ich forderte, wenn wir schon mit dem tagungshaus noch geld erwirtschafteten, wenigstens die preise immer mehr in's ermessen unserer gäste zu stellen...
da diese schritte für hermann nicht akzeptabel waren, wurde es mir zu heuchlerisch, und gemeinsam mit dem inzwischen dort miteingezogenen carsten schröder schickten wir unsere papiere an den bundespräsidenten -als staatsaustritt-, verschenkten unser geld und unseren besitz, und gingen am 19.12.1991 als 'pilger' oder 'bettelnde wanderprediger' auf die straße. das war der beginn von'schenker-bewegung'... ((die folgenden groben entwicklungsschritte von schenker-bewegung sind auf einer übersichtstafel dargestellt, die sicher auch bald im web erscheinen dürfte; das beschreib ich nicht auch noch jetzt im detail... später...))
jetzt aber greife ich nocheinmal zurück zum entscheidenden 'aufwach-moment' mit 13 jahren und beschreibe einige details meiner persönlich-familiären weiterentwicklung:
für mich war damals in den wochen nach dem 'sonntagsspaziergang' -und noch mehr nach meinem schritt zum christlichen glauben, wodurch ich konkrete praxis, das leben des bettelnden wanderpredigers, ja schon direkt vor augen gestellt bekam- eigentlich klar, daß ich am besten alles schnell abbrechen und 'auf die straße gehen sollte'. dazu hatte ich jedoch denn doch nicht den mumm, zumal ich keinen einzigen menschen fand, der in dieser dimension mitzudenken bereit war, geschweige denn derartiges sogar vorleben würde. hätte es wenigstens einen solchen menschen gegeben,wäre ich höchstwahrscheinlich schon mit 14,15 jahren als'wanderprediger der vernunft und liebe',der'gewaltfreien weltrevolution', losgezogen... so aber reichte es nur dazu, die angelegenheit weiter durchdenken und prüfen zu wollen...(fortsetzung7)

und mich in jeder hinsicht so gut wie möglich vorzubereiten, falls es mal zu dem moment kommen sollte, daß ich mit dem radikalen ausstieg ernst machen würde...
meine eltern und geschwister waren keine idealistischen gesprächspartner für mich: wir konnten uns in der familie eher nur über fragen unterhalten, wie das mittagessen geschmeckt hatte, und was man abends nach 20 uhr gemeinsam im fernsehen anschauen würde... was für mich im laufe der jahre auch immer mehr nachließ: da ich kein eigenes zimmer hatte, sondern es nur ein kinderzimmer für die 4kinder gab, wurde es am ende für mich eine alltägliche odyssee durch die wohnung, mitsamt meinen schul- und sonstigen büchern, um in den räumen, die die anderen verließen, mit meinen schularbeiten und darüber hinausgehenden studien weitermachen zu können, bis in den sehr späten abend...
ich nutzte die schule als geistiges und soziales entwicklungsfeld: ich wurde relativ schnell zum klassenbesten, belegte alle möglichen kurse, die ich bekommen konnte, und machte am ende mein abitur mit 1,0... innerhalb der klassen- und schulgemeinschaft machte ich so allerlei kleine experimente, auch in meinem umgang mit den 'rabauken' der schule, denen ich natürlich als 'vorzeigestreber' auch nicht unbedingt sympathisch war... es führte dazu, daß ich relativ respektiert war... und es machte mich z.t. stolz, daß z.b., als ein ausländischer neuer schüler in die klasse eingeführt werden sollte, der lehrer sich an mich wandte, ihn da möglichst zu integrieren - obwohl ich doch selbst ein ziemlicher außenseiter war...
über die schulischen geistigen entwicklungsmöglichkeiten hinaus beschäftigte ich mich immer mehr mit 'selbstorganisiertem studieren', unabhängigem 'losgrübeln', im sinne von 'auf wichtigste frage bestbegründbare antwort': am grad z.b., wie sehr ich in 'wichtigen' büchern erkenntnisse nur noch 'wiederfand', die ich selbst schon entwickelt hatte, oder daran, wie gut ich kritikern mögliche verschärfungen ihrer kritischen argumentationen erklären konnte, machte ich meine fortschritte oder erfolge fest... ich entwickelte auch eigene methoden der körperarbeit: körperwahrnehmung, wie ich es später z.t. in 'autogenem training' wiederfand, oder meditation auf innere bilder und töne, oder auch arbeit mit der sexuellen energie (-mit frauen anfangen wollte ich vor der abschließenden fertigstellung des öm-textes, meines schenker-grundsatztextes, und der erstellung von texten zu 'freundschaft' und körperlicher (freier) liebe, -was mit 22 jahren geschafft war-, noch nichts...), w
odurch ich z.b. später beim 'pilgern' in faszinierender weise meinen inneren energiehaushalt steuern konnte (auch bei vielen stunden ziemlich bewegungslosen sitzens oder stehens neben meinem plakat bei -20 grad) usw... körperlich baute ich mich neben schwimmverein, fußball, tischtennis usw. vor allem auch durch kraftsport auf, den ich auch als 'schule für meine disziplin bzw. willenskraft' sehr schätzte: als student machte ich zeitweilig täglich abends 500 liegestützen am stück usw... natürlich habe ich nie geraucht, war nie betrunken, habe nie andere drogen konsumiert, habe ohrenschädigende musiklautstärke (in 'discos') gemieden usw... 'small talk' war mir ein greuel...
meine eltern und geschwister nahmen meine entwicklung ersteinmal recht wohltuend wahr: meine eltern mußten sich um mich 'nicht mehr kümmern', der ich immer ehrlicher, selbständiger und fleißiger wurde ('streben' erschien mir selbstverständlich, um nicht dummheit und niedrigkeit zu kultivieren...)... recht bald wurde ich umgekehrt an der erziehung meiner jüngeren brüder beteiligt, und mein haupterziehungsaspekt ehrlichkeit wurde durchaus von allen verstanden und geschätzt (als ich in meiner studentenzeit nicht mehr zu hause wohnte, scherzten meine eltern manchmal, ich würde fehlen, weil (fortsetzung8)

((ich würde fehlen, weil)) meine brüder wieder mit dem lügen anfangen würden...
meine eltern versprachen sich wohl relativ viel von mir, in richtung karriere, enkel usw...
auch die übrige verwandtschaft, die mir bei familienfesten z.t. das diskutieren über wichtige dinge untersagen wollte, die musik lauter stellte oder kräftig zu 'schunkeln' anfing... als ich sagte, daß ich höchstens priester werden könnte, wenn überhaupt, ließ man das noch durchgehen... eine oma ging schon stolz unter ihren bekannten hausieren mit der ankündigung, ich würde priester... als dann deutlich wurde, daß ich nichts 'bürgerliches' werde, brach diese oma und die übrige verwandt den kontakt zu mir ab... auch mit meinen eltern gab es in dieser phase heftige konflikte, ich wurde z.t. derbe beleidigt, einmal verließ ich im konflikt schon die wohnung - und hätte mich mein vater nicht vor der haustür wieder hereingeholt, wäre das wohl ein ziemlicher bruch geworden... dann begann eine phase, in welcher sich meine eltern wohl erstmalig inhaltlich/idealistisch mit der angelegenheit beschäftigten, auch mit der bedeutung ihres christlichen glaubens. heraus ka
m ihr standpunkt, es könne alles richtig sein, was ich sage; und es könnte auch sein, daß jesus sowas gewollt hätte... ich sollte es aber trotzdem lassen, denn damit würde ich mich doch nur sinnlos aufreiben, weil das keiner mitmachen wolle... ich antwortete darauf mit der frage, ob man sich mit den fehlern der anderen für eigene fehler entschuldigen kann... darauf fiel ihnen kein besonders gutes argument mehr ein, und so verblieben wir damit, daß wir das liebevolle verhältnis zwischen eltern und kind möglichst aufrechterhalten wollen, auch wenn wir 'verschiedene wege gehen'... so ist es bis heute: einmal pro woche rufen sie mich an, um zu hören, wie es mir geht, sind hilfsbereit...
und ich könnte ihnen mittlerweile, wenn sie nichts besseres hätten, einen altersruhesitz in einem unserer schenker-projekte anbieten...
soweit mal ein abriß meines lebensweges vor dem praktischen beginn von schenker-bewegung...
man sieht, ich bin eigentlich ein ganz normaler mensch, nicht wahr? ;-)

5.) leben in einem selbstgebauten erdloch? bitte beschreiben.
stimmt, ich lebe in unseren schenker-projekten (nach einer anfangsphase mit 'fahrradwohnanhängern') am liebsten in selbstgebauten jurten oder erdlöchern. mittlerweile gibt es beides auch an allen schenker-projekt-standorten. die erdlöcher sind z.b. 2 mal 2 meter groß, so hoch, daß man gerade darin stehen kann; wenn die erde nicht fest genug ist, mit holzwänden drumrum. wasserdichtes dach drauf, erde drüber und fertig! die einen medienleute regten sich drüber auf: daran zeige sich, wie abwegig so was als lösungsvorschlag sei... andererseits hat einjürgen drews ein paar winternächte drin schlafen wollen... andere medienleute finden es einladend und romantisch...
es ist eine wohnform, die keine fläche verbraucht, die klimaausgleichswirkung der erde nutzt, sehr bescheiden, natürlich, wenig materialaufwendig usw. ist... mit einem ofen drin und schimmelsicheren stoffen (am besten alles schafswolle) können wohnklima und atmosphäre sehr angenehm sein: kuschelhöhle...
ich nenne die erdlöcher 'visionshöhlen': ich habe in die tiefe der erde gebuddelt, damit die visionen der menschen sich in den himmel weiten mögen...
ausprobieren überzeugt bzw. begeistert! ;-)

6.) was drückt meinen 'glauben' am besten aus (auch als projekt-ort für's drehen)?
der zusammenhang des ganzen, auch der drei lebensformen.
wenn man sich aber eins aussuchen möchte, ist das 'haus der gastfreundschaft' wohl bzgl. wertigkeit und entstandener substanz am ausdrucksstärksten...
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4 Kritik-Punkte und Antworten - plus Kontext drumrum

Beitrag von oeff oeff »

Hier ein Abschnitt aus unserem Telegram-Chat "Schenker-Chat - radikal offen", in dem einige Informationen drin stecken bzgl. Kritik an uns und Antworten...
Ich hab es mal im Kontext so gelassen...
Am Ende ist ein Abschnitt, der direkt kritische Fragen und Antworten darauf enthält. Den habe ich rot markiert...

Namaste.
Öff Öff



[29.11.2025 16:18] Öff Öff Jürgen Wagner: Beeeeppo...
Du weißt doch:
Mein Zauber-Wort ist "(wissenschaftliche) Objektivierung"...
Mehrere Stimmen anhören, die objektivieren statt klüngeln wollen..., was heute auch mehrere KIs (von verschiedenen Eigentümern) sein können...
[29.11.2025 19:37] Bepo von Wiese: Öööööffi... Damit gehst du überhaupt nicht darauf ein, was ich geschrieben habe...
Aber ist mir jetzt auch egal... Wofür sich Stress machen…

[29.11.2025 21:58] Öff Öff Jürgen Wagner: Da sollten wir mal nen Dritten fragen, ob ich aufs Gesagte eingegangen bin oder nicht...
Ich hab das komische Gefühl, ich sagte sinn-gemäß, dass ich für gemeinsame Prüfung mit anderen bin statt einfach Ergebnisse fest-zu-legen... 😉
[29.11.2025 22:00] Öff Öff Jürgen Wagner: Sven könnten wir fragen?


[29.11.2025 22:23] Sven aus Real-Utopia-Oase 4-2025: Wäre das dann nicht ein Fallfür die Spiegel-Orga Gruppe ?
[29.11.2025 22:28] Bepo von Wiese: Jetzt war es verständlicher, finde ich. Ja okay, du siehst es natürlich anders...
Interessiert mich jetzt aber auch nicht mehr. Habe keine Lust hier wieder ein Thema aufzumachen...
Macht euer Ding halt weiter...
[29.11.2025 22:32] Öff Öff Jürgen Wagner: Ja, wenn das Fragen bei Dir nicht reichen würde, dann könnte Erweiterung durch weitere Mit-drauf-Schauende eine gute Weiter-Führung der Methoden-Anwendung sein...
Und dafür ist dann ja die Spiegel-Orga-Gruppe sozusagen die 'Fortgeschrittenen-Stufe'...
[29.11.2025 22:35] Öff Öff Jürgen Wagner: Aber es ist super und tut richtig gut, zu spüren, dass Du, Sven, die Methoden-Schritte weiter-denkend mit im Kopf hast...
[29.11.2025 22:42] Sven aus Real-Utopia-Oase 4-2025: Ok, die Spiegel Orga Gruppe beschränkt sich dann also nicht auf einen, der sich bereit erklärt als Mediator tätig zu sein sondern dies wären dann alle in der Gruppe , oder?

[29.11.2025 22:53] Öff Öff Jürgen Wagner: Da kann man dann behutsam dosieren:
Vom kleineren Kreis (erstmal meist Zweier-Gespräch zwischen den direkten Konflikt-Partnern) dann allmähliches Erweitern um gemeinsam als geeignet betrachtete Konflikt-(Objektivierungs-)Helfer... Kann immer weiter dann gehen, bis man es - wenn es noch nicht gelöst ist - dann vor die betreffende Gesamt-Gruppe bringen könnte — wie die Spiegel-Orga-Gruppe als Ganze...
[29.11.2025 22:54] Öff Öff Jürgen Wagner: Bepo, ich habe doch die starke Hoffnung, dass Du - egal ob es sich in konkreten Fällen gerade angenehm anfühlt oder nicht - doch den prinzipiellen Wert sehen kannst, den es hat, wenn man sich bei Meinungs-Verschiedenheiten und Konflikten so zu spiegeln bereit ist...
Wenn es friedlich, gewaltfrei und herrschaftslos, gehen soll, dann führt doch wohl kein Weg an solchen Methoden vorbei...
Wie soll man es denn sonst besser sehen können?
[29.11.2025 23:01] Bepo von Wiese: Es bleibt ein sehr, sehr bitterer Beigeschmack...
[30.11.2025 15:49] Wolfgang Bönisch (Mattheor-Kumpel): Offi ich werde das Gefühl nicht los Anke und Öffi die Herrschaft übernommen haben.
[01.12.2025 07:21] André Schäller: Beinahe täglich übe ich mich zwei Stunden darin - mit einer konkreten Methode - die Dinge möglichst objektiv und urteilsfrei zu betrachten. Vielleicht qualifiziert mich das als „Dritten“? Ist ein Angebot meinerseits, weil ich euch lustige Truppe sympathisch finde.
[01.12.2025 10:29] Jannick ab 8-2022: Wolfgang alter Held, da ist es doch wichtig sich selbst zu reflektieren!
Sage ich soetwas einfach über andere, weil mir die Argumente nicht schmecken, oder sage ich es, weil ich wirklich gute Argumente habe?? 😉
[01.12.2025 10:37] Jannick ab 8-2022:
[01.12.2025 11:25] Bepo von Wiese: An der Ansprache sieht man schon, wie du Öffi verinnerlichst. Alter Held...
[01.12.2025 11:31] Jannick ab 8-2022: Entscheidend sind mir die Inhalte 😉
[01.12.2025 11:33] Bepo von Wiese: Ja danke dir, aber meinetwegen ist das nicht mehr erforderlich. Das größere Theater war ja im Lebensrunden-Chat. Und über die vergangenen Jahre immer mal wieder...
[01.12.2025 11:35] Bepo von Wiese: Etwas peinlich ist das schon, finde ich.
[01.12.2025 11:38] Jannick ab 8-2022: Was ist peinlich daran, gute Inhalte miteinander zu teilen?
Lasst uns das doch einander gönnen, und darüber mitfreuen, anstatt missgünstig drauf zu sein 🙏
[01.12.2025 11:39] Öff Öff Jürgen Wagner: Umgekehrt musst Du sehen, lieber Beppo, dass z.B. ich von allen möglichen Leuten gute Sprüche auswendig lerne und immer wieder zitiere, aus der Bibel etc., aber sogar auch vom weisen Wolfgang: "Öffi, egal, was die Leute sagen. Da kommt doch keiner wegen den Idealen bei Euch in die Projekte, sondern aus Gründen wie, dass sie dort angenehmer wohnen können etc..."

Ich finde, es ist toll, überall Gutes ab-zu-kupfern, wo man es nicht oder mit unnötigem Aufwand selber nochmal kreieren müsste...

Es dann nicht ab-zu-kupfern, kann Ausdruck von eitlem Ego-Denken sein:
"Ist zwar nicht so gut -- aber ist von mir!" oder sogar: "Es muss von mir sein -- Qualität ist unwichtig!" oder sogar: "Wenn es nicht von mir ist, kann es nicht so gut sein!"...

~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~

[01.12.2025 21:51] Öff Öff Jürgen Wagner: Lieber Bepo!
Du hast doch bzgl. des Punktes, um den es hier geht, am Anfang andere kritisiert (Jannick hätte mich auf ungünstige bzw. peinliche Weise 'verinnerlicht', indem er auch Formulierungen wie "alter Held" von mir übernehmen würde, und es würde bei uns 'ein Muster immer wieder wie programmiert abgespielt'...),
und wenn die anderen dann Gegen-Argumente bringen (dass es davon abhängt, ob bei inhaltlicher Prüfung es was Richtiges oder Nützliches ist, und dass dann bei als dauerhaft gedachten Prinzipien auch Wiederholung sinnvoll sein kann, jedenfalls bis es sich effektiv genug eingeprägt hat usw...; man könnte z.B. auch mal Sokrates zum Vergleich an-schauen, der sehr oft wiederholte, und seine Gesprächs-Partner mit "Allerbester" ansprach etc...), dann gehst Du darauf gar nicht genauer ein und wirfst den anderen 'Dickköpfigkeit' vor - einfach nur weil ja wiederholt würde etc... Aus meiner Sicht ist nicht einfach häufiges Wiederholen (von begründbar Sinnvollem!) Zeichen von Dickköpfigkeit bzw. Sturheit, sondern Festhalten an etwas, worauf man sich versteift ohne sinnvolle Flexibilität, Überprüfungs- und Änderungs-Bereitschaft, wenn gute Gründe dafür sprechen...
Ich halte Deine Position auch bei diesem Einzel-Punkt für so wenig sinnvoll begründet, dass man auch diesen Punkt als einen heraus-kristallisierten Einzel-Punkt nehmen könnte, den man nun mal gründlich mit argumente-objektivierender Bearbeitung checken könnte... "Stufe 2", die ich gleich nun in meinem grundlegenderen "SB-Methoden-Einladungs-Text" erklären werde, wird dabei wohl schon reichen: also dass man nicht unbedingt 'wissenschaftliche Experten' oder mehrere und dadurch vor einseitiger Parteilichkeit geschützte KIs ein-beziehen muss, sondern dass einfach das Mit-hinzu-Ziehen von ein paar normalen Menschen, gern auch erstmal Freunden von Dir, für ausreichende Klärung schon reichen kann...
[01.12.2025 21:55] Öff Öff Jürgen Wagner: Nun zu meinem "SB-Methoden-Einladungs-Text" (mal wieder, ich wiederhole sowas oft, aber es bedarf offensichtlich solcher Wiederholungs-Arbeit, bis es effektiv genug verwurzelt ist):
[01.12.2025 22:00] Heiko: https://t.me/sb_chat1/26371

„Wenn wir den Kohlendioxidgehalt [in der Atmosphäre] halbieren würden, gäbe es kein Leben mehr auf der Erde“.

"Und man sagt uns, wenn wir den Wert nur um 0,04 Prozent erhöhen, wird die globale Erwärmung unkontrollierbar. Das ist in der Vergangenheit nicht passiert, warum sollte es jetzt passieren?"

● Plimer wuchs in Sydney auf und studierte Bergbau an der University of New South Wales mit dem Bachelor-Abschluss 1968 und wurde 1976 an der Macquarie University in Geologie promoviert.
[01.12.2025 22:19] Öff Öff Jürgen Wagner: Ich danke Dir, lieber Bepo, für Deinen z.T. scharfen analytischen Blick, z.B. wo Du geschrieben hast, dass es den Menschen vielleicht gar nicht so richtig gemäß ist, sich so stark an Argumenten zu orientieren, wie ich bzw. SB es erwarten würden...
Da stimme ich Dir sogar zu, dass die Menschen zwar manchmal 'argumentieren', aber nach meiner Wahrnehmung fast immer nur innerhalb begrenzter Inhalts-Felder, und um da ihre Splitter-Interessen best-möglich durch-bekommen zu können — und nicht mit der Absicht, insgesamt alles in einen Best-Arguments-Zusammenhang zu bringen, sozusagen für den 'Gesamt-Sinn' oder 'Gesamt-(Folgen-)Verantwortung' (man kann auch sagen: für das Gesamt-Bild des Welt-Puzzles oder -Gewebes)... Sogar wenn Menschen behaupten, es gehe ihnen um den Gesamt-Sinn, reagieren sie dann, wenn sie stark genug Widersprüche zu ihren Splitter-Interessen spüren, blockierend oder allergisch...
((Das hat der Musiker 'Ludwig' mal in einem FrAK-(Rap-)Song gut zum Ausdruck gebracht: https://www.youtube.com/watch?v=INHhce5rH0c ))
[01.12.2025 22:47] Öff Öff Jürgen Wagner: Wie steht es also mit den Erwartungen von mir bzw. Schenker-Bewegung(SB), dass Menschen sich auf Argumentieren bzw. FrAK einlassen sollten? Erwarten wir da etwas in zu starker oder unangemessener Weise?

Lassen wir mal offen, wie es mit unserer Erwartung allgemein gegenüber allen Menschen ist...
Aber, lieber Bepo, unter denen, die in SB Mitmachende sind (Schenker oder Schenker-Verbündete) — wie sieht es da aus mit der Berechtigung solcher Erwartungen?
Im Bild: Jemand kann vielleicht überwiegend andere Sport-Felder benutzen (Fußball, Basketball, Tisch-Tennis usw...) — aber wenn er mit auf den Tennis-Platz geht, können die Mit-Spieler da Tennis von ihm erwarten - statt dass er da beim Spielen auf Handball umsteigt oder so?
Ist es nicht so, dass SB als Haupt-Prinzip die "Freie Argumente-Kultur FrAK" (als erhofften Weg zu menschen-geschwisterlicher globaler Verantwortlichkeit) vertritt? Und ist es nicht so, dass für alle extreeeeem klar ist (unzählige Male wiederholt...), dass offene Kommunikation und argumente-objektivierende Konflikt-Arbeit da ganz wesentlich ist, und dass das Argumente-Objektivieren auch Mit-Einbezug von immer mehr anderen spiegelnden Menschen als Konflikt-Helfer mit einschließt? Bist Du nicht deshalb auch mit mir und Sven (der darauf freundlicher-weise auch schon hinwies) Mitglied der sogenannten "Spiegel-Orga-Gruppe", wo deren Mitglieder sich zusagen, solches Einander-Spiegeln für-einander praktizieren zu wollen?...
Deshalb: Ich gestehe gern "Schenker-Verbündeten" zu, dass sie auch tausend andere Sachen machen können, und dass sie, wenn sie wollen, viel mehr Zeit als für SB auf anderen Spiel-Feldern spielen können, z.B. statt durch Argumente eher durch Erleuchtungen, Offenbarungen, Familien-Aufstellungen oder von mir aus auch durch Würfeln irgendwelche Erkenntnisse gewinnen wollen...
Aber erwarte ich echt zuviel, wenn ich von SB-Mitgliedern (und speziell nochmal "Spiegel-Orga-Mitgliedern"!) dann auch ECHT erwarte, dass sie für Kritik- bzw. Konflikt-Klärungen bzgl. SB (und innerhalb von SB, also auf unserem Tennis-Platz!) dann auch ERNSTNEHMBAR die SB-Methoden an-zu-wenden bereit sind —- und nicht z.B. immer wieder hinterm Busch vor-springen und Kritik an SBlern oder SB raus-hauen, wo sie dann hinterher aber wieder von 'weg-eiern', so dass sie für die Methoden-Anwendung nicht richtig greifbar werden??? Es ist z.B. für den Klärungs-Bedarf kein Unterschied, ob man Personen in SB oder die Bewegung als ganze mit Vorwürfen attackiert... — das begründet beides, mal richtig ins Klären zu gehen...
[01.12.2025 22:51] Öff Öff Jürgen Wagner: Ich werde im Folgenden 4 Kritik-Punkte vor-bringen, 2 von Bepo, und 2 von Andrea, und werde dazu meine Positionierung in jeweils höchstens 3 Sätzen mit jeweils höchstens 2 Neben-Sätzen formulieren (also gemäß der "3-Satz-Mediations"-Methode):
[01.12.2025 22:54] Öff Öff Jürgen Wagner: Und ich wiederhole gleich auch nochmal zu Beginn:
Ich bin Euch ECHT sehr dankbar, dass wir so kommunizieren können, und für mich ist das viel mehr Grund, sich umso mehr verbunden zu fühlen und 'einander lieb zu haben' — als es sonst in der Gesellschaft in den Filterblasen-Klüngel-Gruppen der Fall ist...

[01.12.2025 23:00] Öff Öff Jürgen Wagner:
1.
Als ersten Kritik-Punkt nehme ich (weil es gewisse Schlüssel-Aspekte auch für die anderen Punkte hat...) den Vorwurf von Bepo, man hätte Grund zum Sauer-Sein, weil ich mit formalen bzw. technischen Überlegenheiten (Argumentations-Technik etc.) mich durchsetzen würde
((— Was ich jetzt mal so deute, dass die Beschwerde NICHT so gemeint ist, dass ich mit guter Argumentations-Fähigkeit den besseren Argumenten zur Durchsetzung verhelfe — weil das in SB nicht zu bemängeln, sondern zu loben ist! Dafür ist die ganze Bewegung ja da!!!!))

Meine Antwort:
Bzgl. Technik-Fähigkeiten (für Argumentieren etc.) lege ich gern - als Stufe 1 - alle meine Fähigkeiten offen und teile sie gern geschenkt statt intransparenter Monopolisierung ("Organisches Denken", Logik, "Mäeutik", "Aktives Zuhören", "Partner-zentrierte Gesprächs-Führung" usw...)..., und bin - als Stufe 2 - gern bereit für Prüfung durch erstmal vom Konflikt-Partner aussuchbare, objektivierende Konflikt-Helfer, ob ich mich irgendwie unlauter mit Technik-Überlegenheiten durchsetze ODER sauber(!) mit besseren Argumenten..., und helfe - als Stufe 3 - immer noch zu sehr 'sich technisch unterlegen Fühlenden' zum Finden von mir technisch am besten überlegenen 'Unterstützungs-Anwälten', was heute statt schwieriger zu bekommenden Uni-Professoren etc. relativ leicht durch eine kostenlose eigene KI für jeden erreichbar ist...

So... Angesichts dieser Antwort:
Gibt es da tatsächlich Gründe, sich zu beschweren, sauer zu sein..., oder hat man Vorschläge, wie ich es besser machen könnte..., oder reicht meine Verhaltens-Gestaltung vielleicht sogar nicht, um damit ausreichend effektiv für SB-Engagement arbeiten zu können...?
Oder kann man eher umgekehrt froh darüber sein, dass ich es so mache — und kann bereit sein, eher auch technisch was dazu-zu-lernen, wenn man meint, in von mir oder anderen ausnutzbarer oder manipulierbarer Weise Technik-Lücken zu haben? Braucht nicht jeder Mensch, der ein mündiger, kritik-fähiger Mensch sein will, einen ausreichenden Grund-Bestand an solchen Technik-Fähigkeiten, um sich vor Ausnutzung und Manipulation schützen zu können?... Kann man da nicht dankbar sein, wenn jemand alle solche auch für Ausnutzung und Manipulation missbrauchbaren Techniken weitest-möglich auf-decken und jedem selbst erlernbar machen möchte (für guten Zweck natürlich)?...

[01.12.2025 23:53] Öff Öff Jürgen Wagner:
2.
Die Kritik von Beppo, ich würde 'meine' Ergebnisse zu sehr von vornherein festlegen wollen bzw. wäre bzgl. anderen Ergebnissen nicht ausreichend offen...

Meine Antwort:
Gemäß den mit Recht von SB erwartbaren Methoden eines rein nach Argumente-Qualität gehenden, argumente-gleichberechtigten Prozesses für alle argumentier-fähigen Wesen, bin ich extreeem konsequent und engagiert, auch dass solche kritischen Prüf-Methoden auch um mich herum stärkst-möglich zur Anwendung kommen mögen (mit einer "Internationale FrAK-Kampagne gegen Korruption" etc.)...
"Objektivierung" ist mein ständiges 'Zauber-Wort', mit sachlichen, logischen und konsensuellen Objektivierungs-Maßstäben (also u.a. "Zustimmungs-Fähigkeit für andere freie und ausreichend informierte Mit-Beurteiler"), wobei ich vorbildlich bereit sein möchte für kritischste Prüfbarkeit von mir und meinen Standpunkten durch - gern erstmal vom Konflikt-Partner aussuchbare - Konflikt-Helfer...

Das reicht wohl, um zumindest für SB-Mitglieder und nach SB-Maßstäben keine Vorwürfe verdient zu haben...
Wenn andere Leute sagen wollen: "Ihh, Du bist aber nicht aufgeschlossen genug dafür, dass wir statt nach besten Argumenten lieber auf andere Weisen Ergebnisse finden wollen, nach willkürlichem Gefallen oder für unsere Splitter-Interessen oder durch Würfeln...!" — dann erlaube ich mir, das nicht als berechtigten Vorwurf gegen mich zu betrachten, sondern eher als Lob... (gern bis hin zu "Spiegel-Orga-Gruppe" überprüfbar!)

[02.12.2025 00:10] Öff Öff Jürgen Wagner:
3.
(Ich könnte von Andrea auch Sachen nehmen wie ihre Vorwürfe gegen Anke bzgl. der von Anke angesprochenen "Pilz-Aktion"... Wäre auch höchst eindeutig... Aber ich nehme zwei anspruchs-vollere Inhalte...)
Der Kritik-Punkt von Andrea, sie würde in einer schlimmen Weise nicht als "ebenbürtig" betrachtet, weil wir sie als Kifferin so kritisch sehen würden...

Meine Antwort:
Es ist (- schon gar innerhalb von SB und nach SB-Maßstäben, welche Andrea auch unterzeichnete... -) keine sinnvolle Forderung nach "Ebenbürtigkeits-Anerkennung", über Argumente-Gleichberechtigung und Bereitschaft zu menschen-geschwisterlichem Teilen (möglichst mit allen Menschen(!), in SB jedenfalls wohl radikaler als sonst in der Gesellschaft(!)...) hinaus Ebenbürtigkeits-Forderungen zu stellen bzgl. einzelnen Verhaltens-Weisen wie Haschisch-Konsum, Fleisch-Essen oder Vegetarismus, Menschen-Töten als Soldat, Corona-Impfungen als Arzt usw. usf...
Da muss Toleranz für unterschiedliche Wertigkeits-Vorstellungen möglich sein, wenn es mit globaler Toleranz was werden können soll...

[02.12.2025 00:11] Öff Öff Jürgen Wagner:
4.
Ich nehme sogar mal auch Andreas 'ideologischen Basis-Vorwurf', dass in SB unsere Vernunft-Basierung falsch sei, weil 'vor der Vernunft ja schon was war, Emotionen etc.', und man das daher als vor-geordneten Maßstab anerkennen müsse...

Meine Antwort:
Offen-lassend eine Interpretation des "Geistigen" als alles umfassender und alles hervor-bringender Dimension ('Schöpfer-Geist-Vorstellung etc.) — kann man auch sagen, evolutionär war da gaaaanz viel vor der Vernunft-Entwicklung beim Menschen, bis hin zu den ersten Einzellern und primitivsten ersten Nerven-Fähigkeiten —— wo aber, sogar wenn man irgendwelchen Handlungs-Bedarf bzgl. dieser Ebenen annehmen will (irgendwas von lernen oder verändern...), niemand dafür ein Zurück-Springen in die Erlebnis-Welt-Stufe der Einzeller oder ersten Nerven-Fähigkeiten oder vor-sprachlichen Gefühls-Welten als sinnvoll ansehen wird und schon gar nicht im Sinne einer rationalitäts-aushebelnden Gegensatz-Konstruktion...
Ein hin-spürendes teilweises Sich-rein-Versetzen kann sinnvoll sein, aber gleichzeitig sicher auch mit möglichst vollem Licht-Strahl-Einstellen auch unseres Denk- (und Wissenschafts-)Vermögens...
Jedenfalls begründet sowas keine 'Fundamental- und Unvereinbarkeits-Kritik' gegenüber SB...

[02.12.2025 00:24] Öff Öff Jürgen Wagner: So, das wären diese 4 Punkte...
Ich erkühne mich, zu sagen, dass wohl für die Klärung aller dieser Punkte "Stufe 2" (also die Mit-Einschaltung von 'normalen, nicht expertenhaften' Konflikt-Helfern, wie Sven oder anderen netten Menschen...) schon ausreichen kann..., so dass man auch ohne Stufen auskommen kann wie Experten, Professoren, mehrere KIs von verschiedenen Usern (so dass nicht nur 'einem nach dem Munde geredet würde'...)...
Auch die "Spiegel-Orga-Gruppe" als 'Fortgeschrittenen-Stufe' ist wahrscheinlich nicht unverzichtbar... ((obwohl es denen als ein betrachtens-werter Beispiel-Vorgang natürlich zeigens-wert ist...))

Ich weiß nun nicht, inwiefern Beppo und Andrea 'große Lust haben', sich bzgl. der genannten Punkte nun echt in einen 'Zu-Ende-Klär-Prozess' ein-zu-lassen...
Und ich möchte ja immer so tolerant sein, zu überlegen, wenn andere 'kein Bock haben', auf wieviel man auch verzichten kann...
Aber auch wenn man jetzt bei diesen 4 Punkten gar nicht in eine seeeehr ausführliche Bearbeitung gehen mag —— dann würde ich mir zumindest aber doch für uns alle wünschen (bzw. für alle, die eine Kultur der "Argumente statt 'Fäuste', Gewalt, fremd-bestimmender Herrschaft usw." ernsthaft als wertvoll betrachten wollen...; und für alle, die Mitmachen im SB-Rahmen sinnvoll finden...), dass das die letzten Kritik-Vorwürfe waren, wo man auf die ganz große Ausführlichkeit verzichtet...
Wenn jemand in Zukunft wieder mit derartigen Vorwürfen kommen möchte, dann soll er bitte-schön aber auch die Bereitschaft mit-bringen, da gründliche argumentative Über-Prüfung nach unseren Methoden zu-zu-lassen... Und nicht im Sinne: "Ich will Vorwürfe machen, wo aber keine Prüfer drauf schauen dürfen..."
[02.12.2025 01:47] Öff Öff Jürgen Wagner: ((Ach ja, andere recht eindeutig zu klärende Punkte wie bzgl. KI als 'nach dem Munde redende Instanz', dass dann die Meinungen von mehreren KIs verschiedener User viel Objektivität ergeben können — speziell wenn sie zu einer einheitlichen Meinung kommen, obwohl sie doch verschiedenen Stand-Punkten nach dem Munde reden müssten... —- das halte ich ja für so eindeutig schon geklärt, dass man dazu wohl gar keinen Klärungs-Prozess mehr ansetzen muss...))
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Viele Leute, auch Projekt-Bewohner, reagieren bei Euch allergisch... Wie kommt das?

Beitrag von oeff oeff »

Kritische Frage: Viele Leute, auch Projekt-Bewohner, reagieren bei Euch allergisch und frustriert und sagen: "Bringt alles nichts!" usw... Wie kommt das?

Antwort von Öff Öff:
Die meisten Menschen sagen leicht-hin, dass sie natürlich auch vernünftige verantwortliche Menschen seien...
Auch "Freie-Argumente-Kultur" (- dass die Menschen alle für mündige Orientierung nötigen Infos sehen können müssten, und dass diese Infos nach Argumente-Qualität beurteilbar werden müssten statt Korruptions-Einflüssen... -) klingt erstmal meist so gut für die Leute, dass sie sagen: "Da sind wir auch dafür..."
Wenn sich durch das Weiter-Denken und die Anwendung von dazu passenden Reflektions- und Kommunikations-Methoden dann aber zeigt, dass sich vernünftige Gesamt-Folgen-Verantwortung mit den willkürlichen Rahmen-Festlegungen der Menschen für ihr Leben beißt, dann läuft es nach dem Motto: "Wenn vernünftige Folgen-Veranwortung zu meinen Rahmen-Festlegungen passt, dann Glück für die vernünftige Verantwortlichkeit. Wenn aber nicht, dann Pech für die Verantwortlichkeit... Dann zählen meine Rahmen-Festlegungen mehr für mich..."
[Ein Rap-Song dazu: https://www.youtube.com/watch?v=INHhce5rH0c ]
Der Effekt tritt oft so schnell ein, dass diese objektivierenden Denk- und Kommunikations-Methoden (offene Kommunikation und Konflikt-Arbeit mit Einbezug von Konflikt-Helfern... etc.) kaum mit-gemacht werden... Und dann schreien die Leute, die Methoden würden nicht funktionieren...
Mit-Schenker Jannick brachte ein schön veranschaulichendes Bild: "Das ist, wie wenn Leute in einem Fitness-Studio die Geräte (fast) gar nicht benutzen - und sich dann beschweren, dass die Geräte nicht funktionieren..."

Das Geschehen zu durch-schauen, ist nicht schwer: Meist sind die Widersprüchlichkeiten der Menschen himmel-schreiend offensichtlich... Z.B. kann es sein, dass sie am Anfang bei Einzug in Projekte Grund-Vereinbarungen mit unterschreiben (als Wichtigstes: Mitmach-Bereitschaft bei offener Kommunikation und Konflikt-Arbeit...) -- und dann nach recht kurzer Zeit diese Verbindlichkeiten einfach missachten...
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AW zum Vorwurf, Ihr würdet die Lebens-Vereinfachung nicht weit genug treiben, z.B. wegen einem Wohnmobil?

Beitrag von oeff oeff »

Kritische Frage:
Was sagt Ihr zum von manchen Leuten erhobenen Vorwurf, Ihr würdet die Lebens-Vereinfachung nicht weit genug treiben, z.B. wegen einem Wohnmobil im Lilitopia-Projekt?

Antwort von Öff Öff:
Wir sehen als sinnvolle Vereinfachung bzw. freiwillige Armut ein Leben, welches mit geringst-möglichem Aufwand den größten Nutzen für die Welt erwirken will..., und mit den anderen Menschen (und Lebewesen) zu menschheits-(oder lebewesen-)familiärem Teilen bereit ist...
Reduzierung ist dabei kein Wert an sich, sondern an den Sinn gebunden...
Auch das Argument:
"Wenn jeder sowas hätte (sagen wir mal, ein Haus, ein Schiff oder eben ein Wohn-Mobil...), das ginge ja nicht, da würde die Welt platzen...", ist meist keine sinnvolle Begründung für 'Weg-Reduzierung' des betreffenden Gegenstands, sondern für möglichst konsequenten sinnvollen und teilenden Einsatz für alle... Z.B. das Haus für ein Kommune-Projekt..., das Schiff für Rettung Schiffbrüchiger..., das Wohn-Mobil für helfende Projekt- und Aktions-Fahrten und -Einsätze (siehe z.B., wie hilfreich solche Fahr-Zeuge, auch ein großer LKW als Bühne, für das "Friedens-Camp" in Berlin waren)...
Weg-Reduzieren bzw. Weg-Schmeißen solcher nützlich einsetzbaren Mittel ist dann als unterlassene Hilfe-Leistung oder schlimmer zu beurteilen...
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Mehrererlei Maß? Menschen mit alternativen Ansprüchen strenger (dran) zu messen als andere?

Beitrag von oeff oeff »

Kritische Frage:
Was ist davon zu halten, Menschen mit alternativen Ansprüchen strenger (dran) zu messen als andere?

Antwort von Öff Öff:
Anlass war, dass ein Kritiker, der die Kritik aus dem Vor-Beitrag vor-brachte ("Ist ein Wohn-Mobil Verstoß gegen Lebens-Vereinfachung bzw. Armut?"), die Gegen-Kritik bekam, dass er in einer Garten-Hütte bei einem Vermieter wohnt, dem er durch Mit-Betreuung von dessen Garten ermöglicht, mit einem Wohn-Mobil auf Urlaubs-Reisen zu gehen... Der Garten-Hütten-Bewohner entgegnete, dass der Vermieter sich ja auch gar keine idealistischen Ansprüche stelle -- und dass deshalb Menschen mit solchen Ansprüchen dann strenger bzw. als stärker widersprüchlich zu kritisieren seien...

Ich bringe mal ein Veranschaulichungs-Bild:
Wenn da ein verdrecktes Wald-Stück ist, und jeden Tag fährt ein Mafia-Boss mit seinem LKW vorbei und lädt eine LKW-Ladung Müll in den Wald ab, und andererseits ist da ein kleiner Öko-Aktivist, der sich das Ziel gesetzt hat, den Müll aus dem Wald zu räumen, und er arbeitet halb-tags dafür... Ist es dann sinnvoll, zum Mafia-Boss nichts zu sagen, weil er sich ja keine höheren moralischen Maßstäbe stellt..., aber den Öko-Aktivisten wegen seiner Ansprüche strenger zu behandeln und ihm z.B. zu sagen, dass halbtags Müll-Sammeln wohl kaum reichen kann für Säuberung des Waldes?

Ich denke dem-entsprechend, dass alle Menschen in der Verantwortung stehen für die Folgen ihres Tuns... Jeder Schritt in Richtung, solche Verantwortlichkeit zu sehen und an-zu-nehmen, ist als Fortschritt zu sehen, der weniger schlimm ist als ohne das, und ist mehr wert-zu-schätzen und zu unterstützen, statt es strenger zu behandeln oder gar (stärker) zu belasten. Es ist sinnvoller, sich mit Ansprüchen und Forderungen (insbesondere Negativ-Kritik) mehr an schlimmer sich verhaltende Menschen zu richten statt an fortschrittlichere...

Wobei konstruktives Kritisieren gegenüber allen eh das Beste ist... (Siehe "spirituelle Therapie" al la Peace Pilgrim: überall, auch bei jedem Menschen, möglichst verständnis- und liebevoll nach Ansatz-Punkten des Guten suchen und es fördern, ohne sich durch Negatives davon abbringen zu lassen...)
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Fragen-Antworten(FAQ-)Text von 2002: Schenkende Liebe u gewaltfr Teilen um verantw zu leben

Beitrag von oeff oeff »

1.) Können Sie die allgemeine Vorstellung von Schenker-Bewegung(SB) nochmal etwas komprimierter ausdrücken?

Vorstellung der "Bewegung der Menschen für schenkende Liebe"
( „Schenker-Bewegung" für gewaltfreies Teilen, um insgesamt verantwortlich zu leben)...
Was wesentlich ist: der idealistische Einigungsnenner
1.      Der Mensch wird nur glücklich, wenn er seinem Gewissen folgt.
2.      Das bedeutet, insgesamt verantwortlich leben zu wollen, sozusagen wie eine gesunde Zelle im Organismus der Welt
3.      Hierzu sind entscheidende Voraussetzungen:
Dem ausbeuterischen Reichtum ein einfaches und überschaubares Leben entgegenzuset­zen,
der Gewalt mit Gewaltfreiheit und Friedfertigkeit und dem Konkurrenzkampf mit Teilen und Schenken zu begegnen. Dies erst kann der Nährboden sein, woraus Wahrhaftigkeit und Gerechtigkeit erwachsen.
4.      Wenn ich dies erkenne, dann werde ich in meinem eigenen Leben anfangen und mich zu einem Instrument für Friedfertigkeit machen und dies in einer so konsequenten Weise, dass es zu einem Lösungsansatz für ein Heilen der menschlichen Beziehungen und der globalen Probleme kommen kann. Deshalb kann die eigenen Konsequenz in Bescheidenheit,Gewaltfreiheit und Teilen wohl kaum „groß genug sein"...(Aus dieser verinnerlichten Bewußtseinsausrichtung ergibt sich die Konsequenz, aus dem System der Mittäterschaft d.h. aus dem Herrschaftssystem des Staates und dem Konkurrenzsystem des Geldes sich zu lösen.)
II. Wir unterscheiden: Konsequenzstufen und äußere Lebensformen;
Kerngruppe der existentiellen Schenker:
Die Schenker haben nicht nur ihren Lebensrahmen ganz oder fast ganz aus dem Staats-, Ge­walt- und Abrechnungssystem befreit, sondern sind auch in der Konsequenz konkret bis zur Hingabe ihres Lebens bereit. Sie leben in drei Lebensformen:
1.      „Pilger", die ohne Geld und Personalpapiere mit Plakaten auf der Straße leben.
2.      „Häuser der Gastfreundschaft" für möglichst bedingungsloses Teilen mit Bedürftigen (Wir besitzen „Häuser oder Land nur gemäß „Gewissenserklärungen und „moralischen Nutzungsrechten",das heißt durch organische Einfügung in den Lebenszusammenhang (ohne Kauf, einklagbare Verträge...)wir leben ohne Strom und Wasseranschluß nur von Resten, Geschenken oder Selbstversorgung....
3.      Selbstversorgende „Dorffamilien" als ein „Überlebensmodell" für die Menschheit. Ein erster Keimling ist der Friedensgarten
Schenkerverbündete:
Die Schenkerverbündeten vertreten dieselben Ideale, gehen aber in der praktischen Konse­quenz (noch) nicht so weit. Die wichtigste Aufgabe der „idealistisch Verbündeten" ist es, sich mit der bestehenden Gesellschaft auseinanderzusetzen und Freiräume für politisch und wirt­schaftlich unabhängige Schenker-Lebensformen zu schaffen (z. B. durch Freikauf von Land), (so dass Experimente zeigen können, wie gut und dauerhaft solche Gemeinschaftsprojekte in Frieden und Gerechtigkeit stabil werden können und umgebene gewaltsame Rechtssysteme immer geringer werden könnten...)
III. Unsere Bewegung ist offen für Menschen verschiedenster religiöser oder weltanschauli­cher Hintergründe und hat „spirituell gewaltfreie" * Bezüge zu „Peace Pilgrim", „Arche" (Lanza), „Catholic Worker", „Emmaus". Wir treffen uns regelmäßig, veranstalten Seminare, tauschen uns mit anderen Gruppen und Gemeinschaften aus.
Statt „Schwarz-weiß-Malerei" oder einer abgewogenen „Elite von Heiligen" wollen wir ei­nen „fließenden Zusammenhang vom kleinsten bis zum größten Schritt" herstellen... Während wir uns nicht scheuen, vornweg so weit wie möglich auch einsame „Pionierarbeit" zu leisten, ermutigen und fördern wir kleinste Schritte zum Guten, auch wenn sie bei ehrlicher Betrach­tung „nicht reichen", überwiegend noch verkehrt oder in verkehrten Zusammenhängen sind („Förderung relativer Fortschritte bzw. geringerer Übel in grundsätzlich verkehrtem Rah­men", z. B. wenn ein Alkoholiker weniger trinkt oder ein Aggressiver statt sinnloser Brutalität Schwächere beschützt usw....). Solche Förderung geringerer Übel ist natürlich nicht als „un-term-Strich-bejahen, -gutheißen, -Beauftragung oder gar-mitmachen" misszuverstehen...
*Wer hinreichend auf die eigentliche Bedeutung von Begriffen schaut,kann uns aber gern als „gewaltfrei anar­chistische Liebeskommunisten" bezeichnen.. (Anarchie=Keine Herrschaft unter Menschen) siehe Mt 20,20-28 und Joh.18,28-19,16; „Kommunismus" =Gütergemeinschaft gemäß dem Prinzip „Jeder nach seinen Fähigkei-teen, jedem nach seinen Bedürfhissen",siehe z.B. Apg 2,43-47. "Spenden" und Symptombehandlung reichen eindeutig nicht -die Welt bzw. das kommendee Reich Gottess" braucht andere soziale Grundstrukturen!)
IV. Vernetzung
1.      Wir wollen kein (weiteres) „Paket 1000 fertiger (Einzel-)Wahrheiten" vorgeben, sondern mit möglichst vielen Menschen nach einer ausreichend tragfahigen und ansonsten mög­lichst offenen Grundlage für gemeinsames Suchen nach Wahrheit, globaler Verantwor­tung und Liebe forschen. „Sammelbewegung aller Menschen guten Willens statt Sekte", könnte man sagen. Unsere „4-Schenker-Sätze" (und Grundsatztexte) sind ein Forschungs­vorschlag für den wohl erforderlichen „'Kleinsten Nötigen Einigungsnenner' eines Grundverständnisses bzw. ,Zellprogramms' der Verantwortung und Liebe". Wer ist wenigstens zu ehrlichem Mitfor­schen bereit?!
2.      Wir sind außerdem dabei, solidarische Kreise ins Leben zu rufen, die sich zum Ziel set­zen, das weite Spektrum des Wissens und der Erfahrungen über natürliche Gesundheit und Heilung zusammenzutragen und sich darüber auszutauschen.
Vielleicht kann daraus eine Struktur menschlicher Solidarität und gegenseitiger Hilfe er­wachsen, welche verschiedenste Gemeinschaften und Gruppierungen durchzieht. So könnte vielleicht eine Basis entstehen, um allmählich die kalten, unpersönlichen (und pri­vilegierten!) Versicherungsstrukturen durch ein tragfahiges persönliches Solidarnetz zu ersetzen. Dabei wollen wir aus dem Bewusstsein handeln, dass, was allgemein dem Wohl der Welt dient, auch konkret unser Bestes ist. Lasst uns daraufhin wirken, dass der Keim der Liebe in unserer Welt aufgehen kann.
(Wer hinreichend auf die eigentliche Bedeutung von Begriffen schaut,kann uns aber gern als "gewaltfreie anarchistische Liebeskommunisten" bezeichnen.)

2.) Wieso nennt Ihr Euch Schenker?
Wir stellen uns die Frage, wie radikal müssen wir leben, damit es zu einem Ausweg aus den heutigen Problemen bzw. zu einem an die Wurzel gehenden Lösungsansatz kommen kann. Wir sind dabei der Überzeugung, dass das Wort „Schenken" der Inbegriff dieses Lösungsan­satzes ist, denn Schenken - als existentielle Lebensgrundlage verstanden - kann als organi­sches Prinzip wirken, nach welchem sich der Mensch an dem Platz, der ihm zugedacht ist, in den großen Organismus der Welt einfügt. Und Schenken überwindet Zwangs- und Herr­schaftsstrukturen, da es auf Einsicht und Freiwilligkeit beruht.... ... Schenken kann das Prinzip
der Gerechtigkeit sein, da es (für alle!) nach Bedürfnissen zu teilen vermag. Wahres Schenken ist also der Inbegriff gewaltfreien Teilens, sozusagen das Handlungsprinzip der Liebe... Denn „Liebe schenkt" - deshalb fangen wir damit einfach an,.(wollen mehr schenken als bekom­men, vor allem auch unsere Arbeit verschenken usw.).

3.) Wieso lebt Ihr ohne Geld,
wenn Mensch mit Geld doch auch was Gutes bewirken kann?


Wenn wir nach den Schlüsselwerten suchen wollen, die zu einer insgesamt verantwortlichen Entwicklung in der Welt führen, dann gehört das Prinzip des Schenkens sicherlich zu diesen elementaren Lebensgesetzen, da es das Prinzip des Lebens und der Liebe ist... Siehe jeden lebenden Organismus, in welchem der Austausch (zwischen Zellen z.B.) von einem gemein­samen Zellprogramm mit dem Ziel allgemeiner Gesundheit gesteuert wird. Die einzelne Zelle bekommt nicht da, wo sie etwas gibt, gleich etwas oder genausoviel zurück; entscheidend ist, ob der Ausgleich im Ganzen funktioniert...
Liebe schenkt und rechnet nicht auf. „Schenken" ist definiert als „freiwilliges Geben ohne Bedingung einer Gegenleistung". Das Geld hingegen - direkt als reales „Tauschmittel" und als Symbol verstanden - steht im direkten unaufhebbaren „logischem" Widerspruch zum Schenken, da es die Leistung mit der Gegenleistung verrechnet. Schenken wird von uns als „Zeichen" gelebt, um sich dem ausufernden Mechanismus von Leistung und Gegenleistung entgegenzustellen.
So kommt es zu solch alltäglichen Situationen wie, dass ein verhungerndes Kind, welches an der Kasse steht und was zum Essen haben möchte, dieses verweigert bekommt, nur weil es das Geld nicht hinlegt, und jemand, der ein ganzes Waffenarsenal aufkaufen will, dies tun kann,'wenn er nur das Geld dafür bezahlt... Im Geldmechanismus liegt also eine entscheiden­de Wurzel der sozialen, ökonomischen und ökologischen Ungerechtigkeit, denn durch das Geld kann der Mensch sich der Dinge bemächtigen und dies in vom organischen Lebenszu­sammenhang losgelöster Weise. Wenn nun der Mensch sich der Dinge durch das Geld be­mächtigt, ermächtigt er sich indirekt auch über Menschen, indem er z.B. Macht über deren Zeit, Energie und Arbeitskraft gewinnen kann.
Dass man sogar dem Geld selbst zuschreibt,"arbeiten zu können", „Energie zu sein","Werte oder Reichtum zu schaffen," beruht weitgehend auf einer Illusionja sogar Mythologisierung. Man übersieht,dass Geld erstmal-nüchtern betrachtet - nur ein Symbol für Güter und Arbeit darstellt,welches als Tauschmittel verwendet wird. Die "ursprünglichen Quellen von Gütern und Reichtum sind die Natur und menschliche Arbeit (vor allem auch "schöpferi­sche",z.B. verantwortungsfahige,planende oder technikschaffende Intelligenz).Insofern das TauschmittelGeld nun vielleicht den Austausch unter Menschen verbessern und effektivieren würde, könnte man wohl tatsächlich von produktiver Kraft    bzw. „Energiegewinn" durch das Geld sprechen. Wer aber würde davon sprechen-egal ,ob es um die Bewirtschaftung eines Bauernhofes geht,Handel oder gar die „Arbeit" mit Waffentechnik oder Atomkraft, - dass der Austausch besser und produktiver wird, wenn ein Austauschmechnismus angewandt wird, der wesensgemäß stark die Einstellung der Menschen fördert,ohne große Bedenken späterer Folgetfn,Sinn und Moral,den materialistischen Augenblicksprofit auszuschalteen?...Was Geld bringtjf,wird gemacht und getauscht... Derartiges kann zwar wohl zu einer „ Hemmungslosig­keitsexplosion" führen, aber eine wirklich gute verantwortliche und langfristig produktive Kultur von Austausch und Wirtschaften ,steckt da nicht drin...So behaupten wir,.dass das Geld (mit dessen Wahn die Welt sich identifiziert hat) eigentlich eine „negative Energiebi­lanz ha^durch^seine Verstärkung verantwortungsloser Gier und des egoistischen „Recht des Stärkeren" ...Das Geld blendet nur ,weil man seine schädlichen Folgern in der Tiefe und in der Ferne nicht gleich so deutlich sieht... Fast kann es einem dabei noch Hoffnung geben,dass trotz der weltweiten „Geldregierung" (-auch in den Köpfen ,wo der Traum von eigenem Reichtum ,den meisten viel wichtiger ist, als der Traum von Gerechtigkeit für Alle)Begriffe wie "sozialer Ausgleich" und "Nachhaltigkeit" noch so auftauchen,wie es der Fall ist...Aber andererseits ist es erschreckend,dass es kaum Gegenmodelle zur Geldgesellschaft gibt,wo sich zeigen würde,dass liebevolles Miteinander und vertrauensvolle schenkende Zusammenarbeit und Verteilung schöner,besser und kulturell produktiver ist als Geld-Konkurrenz...Man kann nur hoffen,dass das daran liegt,dass solche Gegenmodelle bloß noch nicht fundiert genug in Gewisseen und Liebe verwurzelt waren,man das aber eines Tages noch (auch in größerem Stil hinbekommen kann...Da wäre Riesen -Forschungsbedarf!...
Durch den anonymen Geldmechanismus wird sich also über die Bedürfnislage und die Fähig­keiten des Einzelnen (und der globalen Lebensgemeinschaft) hinweggesetzt, und er stellt da­durch einen vom organischen Zusammenhang losgelösten, d.h. willkürlichen Mechanismus dar, welcher den krebsgeschwürartigen Individualismus begünstigt... Nicht also, weil oder wieviel der Mensch gibt, darf genommen werden, sondern wir dürfen nur soviel in Anspruch nehmen, wie es der sozial-ökologische Zusammenhang erlaubt bzw. wie es diesem dient. (Das sind dann sozusagen „moralische Nutzungsrechte", im rechten Verhältnis zu Mitmenschen, Tieren, Pflanzen etc....)
Oft wird uns gesagt, dass die Menschen sich den Wohlstand erarbeitet und von daher verdient haben. Doch wir können uns ja mal fragen, was wir haben, das wir nicht letztlich auch ge­schenkt bekommen hätten, oder wieviel wir mit unserer Hände Arbeit schaffen, wenn wir nicht in die ausbeuterischen und hochtechnisierten Strukturen eingebunden sind...


4.) Wie versorgt Ihr Euch, wenn Ihr ohne Geld lebt?
Das hängt von der jeweiligen Lebensform ab, die wir gerade praktizieren. Beim „Pilgern" auf der Straße ist es hauptsächlich so, dass wir entweder etwas zu essen ge­schenkt bekommen oder fasten, wir entweder eine Übernachtungseinladung angeboten be­kommen oder draußen schlafen. Diese Lebensform wurde von uns jahrelang - sommers wie winters - praktiziert...
In unserem „Haus der Gastfreundschaft" für Menschen aus Not ist die materielle Lebens­grundlage in erster Linie die Resteversorgung. Das, was heutzutage weggeworfen wird, sei es bei Obst- und Gemüsemärkten, Supermärkten etc., bekommen wir, um uns und mitlebende Gäste zu versorgen.
Im „Friedensgarten" ist der Schwerpunkt, die Grenzen einer möglichst einheimischen und veganen (Wild)-Rohkost auszuloten und sich hauptsächlich von dem, was die Natur einem schenkt, zu ernähren, was eine ökologische Gartenkultur nicht ausschliesst. Und natürlich könnte neben der Vereinfachung und Bescheidenheit, dem Leben von Resten und der Selbstversorgung der Austausch von Geschenken unter Menschen viel mehr kultiviert werden.

5.) Was macht Ihr, wenn Ihr krank werdet?
Einerseits beschäftigen wir uns mit natürlicher Heilung und Ernährung, was dazu führen soll, dass Zivilisationserkrankungen erst gar nicht entstehen. Darüber hinaus regen wir dazu an, dass so etwas wie „solidarische Heilerkreise" entstehen, Kreise von Menschen also, wo zum einen das Wissen um natürliche Heilung zusammengetragen wird und zum anderen vielleicht ein Solidarnetz erwachsen kann, in welchem Menschen einander in solidarischer Hilfe beiste­hen...
Wenn wir aber doch ärztliche Hilfe brauchen sollten, ist es bei uns so, dass wir diese entweder geschenkt bekommen oder bereit sein müssen, mit den Folgen unserer Krankheit fertig zu werden. Wir wollen dieses als „Zeichen" leben, um das auf dem Solidaritätsprinzip aufruhen­de Versicherungswesen auf seinen Ursprung zu verweisen.
(In gewissen 'Not-Übergangs-Bereichen' könnte auch Hilfe aus dem 'normalen Gesundheits-System', z.B. Not-Versorgung nach einem Unfall im Krankenhaus, genutzt und von den Schenker-Verbündeten bzw. Verbündeten-Vereinen dort bezahlt werden... Das wäre aber eine 'indirekte Form', wie den Schenkern etwas geschenkt wird, und die direkt Hilfe Leistenden machen es nicht geschenkt... Eigentlich versuchen Schenker, so etwas schon möglichst kraftvoll zu vermeiden... Es ist da eine Gewissens-Dosierung des einzelnen Schenkers, wie weit er da mit Konsequenz gehen will, oder was er noch als vertretbare Ausnahme bzw. redlichen Kompromiss ansehen kann...)

6.) Was bedeutet für Euch "gewaltfreies Leben"?
Für uns ist Gewaltfreiheit kein „absolutes Prinzip" ,d.h. es kann „rechtfertigbare Ausnah­men" gebenljUnzurechnungsfahigkeit^kuter Rauschzustand...;oder wenn die Folgen so ver­heerend wären,dass man Gewaltfreiheit eindeutig nicht mehr als Weg zu verantwortlicher Weltentwicklung auffassen könnte (z.B. wenn man jemanden ,der per rotem Knopf mit Atomwaffen die Erde sprengen wollte,nur noch aus der Ferne erschießen könnte,)Aber die Grenze für Ausnahmen ist sehr vorsichtig und gründlich zu betrachten.Denn einige prinzipi­elle Begründungen für die Gewaltfreiheit (insbesondere fehlehnde begründbare Überlegenheit für Bevormundung,schon gar bei grundlegenden Sinn - und Moral -Fragen (Vgl.Öm- Text) sprechen dafür,die erfordelrliche Konsequenz scharf abzuleiten...Neben solch rein inhaltlich­sachlichen Überlegungen, kann auch der Blick in's Evangelium in diese Richtung wei­sen: (schon im Alten Testament wollte Gott seinem Volk Israel einen König -einen menschli­chen Herrscher in Zwischenstellung zwischen Gott und Volk verweigern,forderte sozusageen direkte "Theokratie\..lSam 7-12) Im Evangelium werden weltliche Macht (Herrschaft über Menschen) ebenso wie Reischtum und Prunk als Verfügungssbereich des Teufels dargestellt (Mt4,l-l 1) Jesus verwendet an dieser Stele wie an mehreren anderen das 1. Gebot des De­kalogs (nur Gott dienen, keine Götzen(bilder) verehren) zur Ablehnung gegenüber den „Mächten dieser Welt", dem römischen Kaiser, und dem Geld (Mt22,15-22;Mt6,24).Er for­derte extreme Gewaltfreiheit(Mt5,38-48) bis zur „Kreuzesnachfolge" (Mtl0.16-39),d.h. sich ermorden zu lassen.Er fordert entschieden das Prinzip „Dienen statt Herrschen" unter Men­schen (Mt20,20 -28) und wird am Ende wegen politischen Hochverrats (ein „König der Wahrheit" als - doch wohl nur anarchistisch deutbare- Konkurrenz durch den römischen Kai­ser; "Wahrheit statt auf Waffeengewalt gegründetee Herrschaft" als Motto...) ans Kreuz ge­schlagen (Joh.18,28 -19,16)...
Sogar Stellen wie die berühmte Paulusstelle im Römerbrief (Röml3):"Seid den staatlichen Gewalten Untertan,denn jede staatliche Gewalt ist von Gott eingesetzt und verwendet, das Schwert nur gegen Böse ,nicht gegeen Gute..." sind wohl mit Vorsicht zu genießen,denn ent­weder würde Paulus,das ironisch meinen ,oder eine eindeutige bewußte Falschaussage ma­chen Jesus,andere Apostel viele Märtyrer und am Ende Paulis selbst wurden durch das „Schwert der staatlichen Gewalt" ermordet...(!)(Vgl.auch OffblS)
Man könnte in zugespitzer Form folgendermaßeen argumentieren:Wenn Jesus als in die Welt gekommener Sohn Gottes und Retter,der dann doch wohl die höchsten Werte vertrat,die größte Verantwortung für diese Welt und die Menschen trug und die größte Macht hätte aus­üben können,trotzdem (-und als Beispiel für "Nachfolge"-) keine Herrschaft über Menschen anwendete,sogar auf Notwehr-Verteidigung - Gewalt verzichtete und sich als Unschuldiger-brutal ermordeen ließ—welche Werte ,für die man eintreten wollte ,welche Verantwor-tung,an die man sich gebunden füht,und welche Macht,die man vielleicht in die Hände be­kommen könnte, können für einen anderen Menschen oder gar für einen Christeen eine Be­gründung oder Rechtfertigung für Herrschafts- und Gewaltanwendung sein?! Zurück aber wieder von der christlichen, zu rein inhaltlich-sachlichen Betrachtungsebe­ne: Wenn Gewaltfreiheit-mit äußerst starken prinzipiellen Argumenten als Begründung -wirklich als einen unerläßliche Grundstruktur einer verantwortliccheen Zukunftswelt,als ein ziemlich „heiliger Tabu-Wert" der Menschen erachtet würde und mit gewaltfreien Mitteln so in der Welt durchgesetzt werden soll, gerade auch durch die Konsequenz und Opferbereit­schaft des eigenen Vorbilds,dann kann ,man als kritischen Maßstab für „Ausnahmen",d.h. gerechtfertigte Gewalt-öder Herrschaftsanwendung einfach die Frage stellen:Welche Aus­nahmen kann man sich erlauben,ohne das beschriebene Ziel der Einführung von Gewaltfrei­heit als tragfähigem „Tabu-Wert" der Menschheit dadurch (zusehr) zu beeinträchti-gen,zweifelhaft oder ungalubwürdig zu machen?Ich kann es nicht ändern doch ich komme da zu einer sehr strengen Sichtidass ich meine Ausnahmen immer radikaler streichen muß,dass ich vielleicht sogar gegenüberr einem ziemlich „verrückt" scheinenden Gewalttäter im Zwei­felsfalle lieber auf Ausnahmegewalt verzichten sollte - und sei es nur als Provokation für die Nicht-Verrückten,dass sie sich von den Verrückten mal stärker unterscheidbar machen sollten und nicht verwechselbar sind durch haarsträubende Verdrängungslügen,verbissenen egoisti­sche Gier und Gewaltbereitschaft...Wie weit ist denn die gesellschaftliche Wirklichkeit von Opferbereitschaft für Gewaltfreiheit und Gerechtigkeit weg? Ein westlicher Staat mal zuerst als Ganzes betrachtet -ist Teil eines, wenn ich recht informiert bin,Fünftels der Menschheit,die 4/5 der Ressorcen dieses Planeteen verprasseen, auf Kosten von Dritter Welt, Natur und künftigen Generationen...Die Führungs-Geld-Macht USA, hat gerade überdeutlich demon­striert ,dass da vielmehr nach dem „Recht des Stärkeren" ,statt vernünftigen gemeinsamen Entscheidungen der Völker für eigeneMacht-und Besitzinteresseen mal wieder Krieg geführt wird...Gegen Terorismus wird statt einer Offensive für mehr Gerechtigkeit in der Welt lieber zu militärischen Hegemonie-Allüren gegrigffen...Es mag zwar die Theorie geben,dass in so einem wesentlich-demokratischen Staat das staatliche „Gewaltmonopol" dazu dienen soll,die einzelnen Entscheidungs-und Verteilungsprozesse in der Gesellschaft von Verzerrung durch gewaltsame Manipulation frei zu halten,so dass es da nach vernünftigen und moralischen Ar­gumenten gehen könnte...Die Wirklichkeit,die man an der Macht der Konzernen der Ein-kommensschere,der Grenzsicherung gegen arme Einwanderer usw. ablesen kann,führt man­che kritischen Beobachter zu der Einschätzung,dass so ein wetslicher Staat seine Macht hauptsächlich im Sinne betimmter (Wirtschafts-)Lobbies      einsetzt... Die internationalen Fol­gen bedenkend,bestimmen Minderheiten absahnend über Mehrheiten und die Unterschiede zwischen „Staat" und „Mafia" oder einer „Räuber-und Mörderbande" werden ziemlich flie­ßend, sind vielleicht quantitativ als qualitativ...(Vor ein paar Monaten wurde z.B. stündlich in den Radio-Nachrichten wiederholt,die italiensiche Regierung werde einer europaweiten Poli­zei höchstens zustimmen,wenn Betrrug,Geldwäsche und Korruption nicht zu den verfolgteen Straftaten gezählt würden...Und was den einzlenen Bürger so einens Staates angeht,habe ich jahrelang mit Plakaten in den Fußgängerzonen Deutschlandsd gesesseen und das Interessee der Menschen gespürt,über Opferbereitschaft für Gewaltfreiheit und Gerechtigkeit nachzu­denken.. Statt „andere Wange hinhalten" oder „einem Dieb noch was dazugeben" wird das Eigentum bestmöglich mit Gewalt geschützt,und sobald es um irgendwelche Regelungen mit­einander geht,die auch nur den Hauch von Wichtigkeit haben,wird es gleich in die Form ein­klagbare Verträge gebrachrt,also mit Gewaltandrohung verbunden -statt riskantem Vertrauen oder Opferbereitschaft... „Beim Geld hört die Freundschaft auf..."Noch nicht einmal für ernstgemeinte Friedensforschung stößt man auf ein nennenswertes Echo ,weder bei der Rre-gierung noch breiter Masse... Beim Pilgern auf der Straße habe ich zur Veranschaulichung als Gegenbeispiel ein Dorf in einer gerechten Zukunftsweelt beschreiben,welches,um den Wert der Gewaltfreiheit für die Menschheit nicht zu gefahrden,gegenüber einem querschie­ßenden Gewalttäer das Todesopfer sich gewaltfrei dazwischenstellender Dorfaltester hinneh­men würde usw. wie weit würden sie wohl gehen?...Diese Dörfer wären natürlich sehr Gemäß „fundierteem Konsens" bzw.gewaltfreei und dezentral basischdemokratisch" struktu­riert, mit so wenig Gewalt-Aausnahmen und übergreifenden Verwaltungs-oder gar Herr-schaftselementen,dass es einen echt Begrifflichkeitsfrage sein wird ,ob m,an dass noch von „Staat"sprechen mag, wozu die Struktur „obrigkeitlicher Gewalt" ziemlich gehört,oder lieber z.B. von „Graswurzel-Anarchismus"...Ich bevorzuge das Letztere....Auch um ganz deutlich zu machen,dass Entschiedenheit beim Wandel der gesellschaftichen Grundstrukturen angesagt ist...Und dennoch könnte man sich die Entwicklung ja als ein „Aufeinander-zu" ausma­len, wenn alle Seiten konstruktiv mit der Angelegenheit umgehen wollten:Menschen ,wie die Schenker könnten extreme      Gewaltfreiheit praktizieren und von unten Graswurzelstrruktu-ren" wachsen lassen -und dabei herausfinden, welche Ausnahmen an Gewalt- oder Herr-schafts-Elementen vielleicht doch unverzichtbar oder vertretbar sein könnten...Und der Staat bzw. damit sich identifizierendeeMenschen könnteen den Gewaalt-Ausbeutungs und Gruppenegoismus- Anteil des Systems immer mehr verringern,das Gewaaltmonopol immer mehr echt so gestallten,dass es nur gegen Vernunft und Moral gerichtete Gewalteinflüsse in Entscheidungs- und Verteilungsprozessen verhindern würde usw...Vielleicht würde man sich irgendwo bei einem akzeptablen oder richtigen Maß tref-feeen...Bereitschaft zu wirklich ernstgemeinter (Friedensforschung- am besten miteinander) wird dabei sicher unerläßlich sein..Wo ist sie?!

7.) Erzählt mal von Eurer konkreten Praxis der Gewaltfreiheit!
Nachdem wir uns von struktureller Gewalt staatlicher Strukturen gelöst haben, wollen wir unsere Gewaltfreiheit gegenüber den armen und schwierigen Menschen bewähren. Gewalt­freiheit ist dabei kein passives Prinzip, sondern erfordert schon ziemlich viel Phantasie, um in angemessener Weise mit schwierigen Situationen umzugehen.
Einmal wurde im Haus der Gastfreundschaft z. B. von einem Nachbarburschen und einem beherbergten Gast großteils die Vorratskammer geplündert. Öffi! und ich antworteten auf diesen Vorfall mit einem einwöchigen Fasten, um so das Gewissen der Entwender zu errei­chen, in der Hoffnung, dass ein echtes Teilen nach Bedürfnissen auch unter den mitlebenden Gästen möglich würde.
Ein andermal fand Off! Off! Kerzen im Container. So etwas kommt sehr selten vor. Die be­herbergten Gäste, die z. T. auch Sozialhilfe bekamen, klauten Off! Off! einen Großteil der Kerzen. Off! Off! verschenkte daraufhin alle Kerzen den Gästen und beschloss, mit dem Ta­geslicht ins Bett zu gehen.
Einmal saßen Off! Off! und ich in der Stube „Abendbrot" essen. Ein Gast kam wutentbrannt herein und haute seinen mit Stahlkappen versehenen Stiefel in Off! Off! s Gesicht. Ich stellte mich schnell dazwischen - als lebendige Hemmschwelle. Für den Gast war dies so unglaub­lich, wie ich mich als Frau so schützend vor Off! Off! stellen konnte, auch auf die Gefahr hin, dass ich auch vermöbelt werde. Der Gast ließ sich daraufhin aufs Sofa fallen und fing zu heulen an...
Einmal kamen 3 Autos vors Haus der Gastfreundschaft gefahren und ca. 15 junge Menschen mit Bomberjacken und Baseballschlägern in der Hand stiegen aus. Sie gingen schnurstracks auf das Haus zu, rissen alle Schilder runter und wollten ins Haus stürmen, um alles kurz und klein zu hauen - mal richtig aufzuräumen.
Als ich dies sah, ging ich auf sie zu und fragte sie, weshalb sie dies täten, und wenn sie etwas gegen uns hätten, wir uns gerne auch in die Stube setzen könnten, um dies auszudiskutieren. Außerdem wüsste ich gar nicht, weshalb sie etwas gegen uns haben, da wir ja weder in das „linke" noch in das „rechte" politische Spektrum einzuordnen wären und wir von daher kein Feindbild für sie darstellen müssten.
Wir wären lediglich Menschen, die anderen helfen wollen, und dabei niemandem etwas weg­nehmen wollen. Ich erzählte ihnen, dass wir z. B. auch schon einen Jugendlichen aufgenom­men haben, der sich ursprünglich als „rechtsradikal" verstand und uns zuvor eine Fenster­scheibe einschoss. Off! Off! kam nun mittlerweile auch dazu, und es kam zu weiteren Gesprä­chen. Einer von ihnen fragte, ob wir denn auch ihn aufnehmen würden, worauf wir antworte­ten, dass wir jeden aufnehmen würden...
Irgendwann meinte einer von ihnen, der in der Gruppe wohl einiges zu sagen hatte: „Komm, lass die in Ruhe, die sind eigentlich ganz in Ordnung..."

8.) Wie reagieren die Polizisten auf euch?
Tü Tü: Manche sind verunsichert und wissen nicht genau, wie sie mit einem umgehen sollen, weil ihnen solch ein Fall noch nie begegnet ist... So wurde ich schon mal von einem Polizisten gefragt: „Und wie sind meine Kollegen mit Ihnen umgegangen?" Ich antwortete daraufhin wahrheitsgemäß: „Die haben mich laufen lassen..." Daraufhin ließ mich auch dieser Polizist laufen...
Ein andermal in Bochum, es war Herbst, stand ich mit einem Plakat, auf dem zur schenken­den Liebe aufgerufen wird, in der Fußgängerzone. Es kam ein Polizist vorbei und fragte mich, ob ich denn eine behördliche Genehmigung für dieses Plakat hätte... Ich entgegnete ihm, dass ich keine behördliche Genehmigung für dieses Plakat brauche, wenn ich eine moralische Ge­nehmigung habe.... Ungeduldig fragte der Polizist nach dem Ausweis. In aller Gelassenheit entgegnete ich ihm, dass ich meinen Ausweis an den Bundespräsidenten zurückschickte, er ihn aber nicht haben wollte, weshalb ich ihn verbrannte.... Als Zeichen meines Staatsaustrit­tes... Widerwillig nahm er dies zur Kenntnis und fragte nach meinem Namen. Als ich ihm meinen Namen „Tü!Tü!" mitteilte, kochte der Polizist innerlich schon und rief seinen Chef daraufhin an.
Nun standen 3 Polizisten um mein Plakat herum und beratschlagten, wie sie mit einer friedli­chen Pilgerin am besten umgehen sollen. Mittlerweile stand auch eine Traube von Menschen um mein Plakat herum. Der Polizist kam dann nochmals auf mich zu und meinte, dass sie es heute nochmal durchgehen lassen würden, doch morgen, ja wenn ich morgen das Plakat nochmal aufhängen würde, sie gegen mich vorgehen müssten.. Ich antwortete daraufhin: „Na dann sehen wir uns ja morgen wieder"... Am nächsten Tag hängte ich wieder mein Plakat an derselben Stelle auf. Auch erschien ein Zeitungsartikel am selbigen Tag noch über diesen Vorfall und mein Anliegen der Pilgerschaft.
Von weitem sah ich dann den Polizisten schon kommen. Allerdings lief er auf der anderen Straßenseite der Fußgängerzone mit ganz vertieftem Blick in die Schaufenster und würdigte mich keines Blickes. Ich blieb dann noch ein paar Tage ungestört mit meinem Plakat in der Stadt, bis ich dann weiter in die nächste Stadt pilgerte...
Ein anderer Polizist in Köln - der eigentlich ganz nett war, aber halt seine angebliche „Pflicht" zu erfüllen meinte, klaute mir des öfteren mein Plakat, bis er mich dann zuguterletzt in Polizeigewahrsam steckte... Dabei meinte er zu mir, dass das, was ich tun würde, schon regelrecht gewalttätig wäre, da er nun ein schlechtes Gewissen hätte, mich hinter Gitter zu bringen...
Ein andermal, als mir mein Plakat von einem Ordnungsbeamten geklaut wurde, und ich es wieder aufhängte, meinte der Ordnungsbeamte: „Tun Sie mir bitte einen Gefallen und hängen Sie das Plakat erst nach 16 Uhr wieder auf, denn dann habe ich Dienstschluss"... Einmal sprach ich mit einem Amtsgerichtsdirektor, der dafür bekannt war, viele Demon­stranten, die damals auch gegen die Pershings demonstrierten, verklagt zu haben, was er denn mit solchen Menschen wie uns machen würde? Daraufhin meinte er: „beobachten". Ein anderer Polizist, mit dem wir sprachen, meinte, dass von uns eigentlich wenig Gefahr ausginge, da er es für unwahrscheinlich halte, dass aus unserem Ansatz, der zwar friedlich, aber dennoch verfassungsfeindlich sei, kaum eine größere Bewegung anwachsen würde, da die Menschen sich in ihrer Bequemlichkeit viel eher von den glitzernden Schaufenstern ver­zaubern lassen würden...

9.) Was hältst Du von Off!Off!s Entschluss* mit 50 Jahren zu Tode fasten zu wollen?
Von meinem christlichen Glaubensverständnis her steht es uns, denke ich, gar nicht zu, eine solch weitreichende Entscheidung über Leben und Tod auf Jahre im voraus zu planen. Ich für meinen Teil kann nicht im voraus planen, wozu mich Gott ruft bzw. was meine konkrete Auf­gabe in dieser Welt in 10 Jahren ist. Doch denke ich, dass es hilfreich sein kann, sein Handeln auf solch einen konkreten Punkt im Leben auszurichten, da dies dem eigenen Handeln hier und jetzt mehr Zielstrebigkeit verleiht - und das ist gut. Auf alle Fälle konfrontiert er mit die­ser Frage die Menschen damit, was sie in ihrer Freiheit alles für den Frieden tun können, wie weit man im stellvertretenden Verzicht als auch im Mahnen für Verantwortlichkeit gehen kann.
Ein Kritiker meint dazu: „Niemand hat eine größere Liebe, als wer sein Leben hingibt für seine Freunde", wenn Gott ruft, der die Liebe ist. Allerdings ist Gott allein Herr über Leben und Tod und über Art und Zeitpunkt der Realisierung, und es geht um Liebe und was der Lie­be entspricht und um nichts anderes. Doch bin ich nicht berechtigt, über Off! Off! zu urteilen.
Off!Off!:"Ich wende stellvertretenden Verzicht und Leiden an,um anderen keine Gewalt an-zutun!Die entscheidende Fragee,die ich sehr gern durch meine Fastenankündigung aufwerfe ist: Wie sehr können und müsseen wir vernünftig und klar nachdenken,entscheiden und pla­nen, wie revolutionäres Liebesangagement aussehen und aussreichen kann,einschließlicch Variationen,sich gezielt zum Märtyrer „ zu machen (-ermordet werden ,fasten oder sonst­wie...)Ich muß nicht warten mein „altes Kleid" abzulegeen,bis Gott nochmal extra (unvorher­sehbar) dazu ruft,wenn ich es mir als Konsequenz der Liebe an bestimmter Stelle selbst den­ken und gestalten kann! Es ist meinens Ermessens immer verkehrt,Gott die Zuständigkeit zu­zuschieben als Ersatz für eigenverantwortliches Denken und Handeln,wo es uns schon (ohne Extra-Anleitung von Gott) möglich ist! Es ist entscheidender Teil der Gnade Gottes ,uns sol­che moralische Orientierungsfähigkeit geschenkt zu haben und es ist Verweigerungshaltung gegen Gottes Willen,wenn wir sie nicht -zum ausreichenden zu -Ende - Denken!-nutzen!! Allein solche Fragen mal entschieden auf den Tisch zu bringen, wäre mehr als ein Fasten bis zu Tode wert!"
[[Schon nach wenigen Jahren gab Öff Öff diesen Vorsatz des "Fastens bis zum Tode" wieder auf, weil er einen zu großen Widerspruch zur Gundlogik der Gewaltfreiheit darin wahrnahm: Gewaltfreiheit bedeutet, anderen Menschen die Freiheit zu geben, auch aus meiner Sicht Falsches bzw. Unrecht zu tun, um ihr Gewissen und eigene Einsicht und Freiwilligkeit zur Basis der Veränderung zu machen... -- aber ohne direkt auch Falsches bzw. Unrecht mitzumachen. Den Körper durch Fasten zu schädigen oder gar abzutöten ist nicht "Anderen Freiheit geben...", sondern es wird die Schwelle überschritten zu "Selbst Unrecht tun..." Gandhi wand sich argumentativ daher auch ziemlich bei der Begründung seiner Ansätze zu "Fasten bis zum Tode", indem er betonte, dass sein Fasten keine Druck-Ausübung auf die anderen sein sollte, etwas gegen ihre ehrliche Überzeugung zu tun, um ihn am Leben zu erhalten, sondern dass es nur radikal auf die Spitze getriebene 'Selbst-Läuterung' sein sollte, um die anderen auch zu solcher 'Selbst-Läuterung' einzuladen, so dass sie aus echter eigener Überzeugung dann das Richtige erkennen und tun könnten... Aber wie man es dreht und wendet: Fasten bis zu echter körperlicher Schädigung oder Tod ist nicht als 'Läuterung' oder 'Reinigung' anzusehen -- sondern ist eben Schädigung oder Zerstörung, Tötung... Deshalb ist Öff Öff zu dem Ergebnis gekommen, dass radikaler konstruktiver Einsatz bei Gewaltfreien Aktionen oder Projekt-Aufbau-Versuchen das ist, was immer weiter zugespitzt werden sollte... Wenn bei solchem konstruktiven liebevollen Tun dann Konflikte entstehen und man vielleicht auch zu Tode kommt, ist das dann 'sauberes Märtyrertum'...]]

10.) Wäre es nicht besser, die Menschen nur ganz allmählich von solchen Idealen zu überzeu­gen, anstatt sie mit einer Kritik zu konfrontieren, die ihr so gewohntes Leben in Frage stellt?
Wir wollen die Menschen in ihrem Vermögen, freie Entscheidungen treffen zu können, ernst nehmen („Mündigkeit").
Dann ist die Entscheidungsfreiheit die eine Seite der Medaille, die Kehrseite davon ist aber nun mal die Verantwortlichkeit, die jedem Menschen, wenn er freie Entscheidungen treffen will, zuzutrauen und zuzumuten ist. Heutzutage ist es ja leider so, dass alle in aller Freiheit konsumieren wollen, doch wer ist schon bereit, für die Folgen gerade zu stehen? Oder? Zur Gewaltfreiheit gehört es also, die Menschen in ihrer Entscheidungsfahigkeit ernst zu nehmen und sie zu respektieren. Ansonsten wäre es eine Art von erzieherischer Bevormun­dung, ihnen —in dem Wissen, dass mehr von ihnen zu erwarten wäre, wenn es zu einer ver­antwortlichen Entwicklung in der Welt kommen soll - nur kleine Häppchen vorzukauen, mit dem Hintergrundsbewusstsein, dass sie das andere eh nicht verstehen. Jesus wurde dafür ans Kreuz genagelt, weil er eine unangenehme Wahrheit gepredigt hat, worauf die Menschen allergisch reagiert hatten. Doch, wenn Menschen sich mit den Opfern in dieser Welt solidarisieren wollen, dann gehört auch dazu, die Ungerechtigkeit beim Namen zu nennen.
Allerdings glauben wir, von uns sagen zu können, eine recht unaufdringliche Art uns ange­wöhnt zu haben, getreu dem Motto
„Antworte nur, wenn Du gefragt wirst, aber lebe so, dass Du gefragt wirst". Ein anderes von uns geschätztes Motto ist:
„Diene anderen Menschen so demütig, als könnten sie für alles nichts; und lade sie so sehr zu Verantwortungsgefühl ein, als seien sie an allem Übel der Welt persönlich schuld." und
„Ermutige die Menschen mit dem, was sie schon tun, statt sie mit dem zu lähmen, was sie noch nicht tun."


11.) Welche Spiritualität praktiziert ihr?
Der Nerv unserer spirituellen Praxis ist wohl der, auf die wichtigsten Lebensfragen wahrhafti­ge Lebensantworten zu finden, und das, was als richtig erkannt ist, zu realisieren, um so den Platz im Ganzen zu finden.
Zuerst ist das Leben verantwortlich zu gestalten, und erst dann sind die wichtigsten Voraus­setzungen für echte Meditation oder Spiritualität geschaffen...

12.) Was denkt ihr über die heutigen Angebote spiritueller Praxis?
Oftmals wird eine spirituelle Praxis gegen die Forderung der Liebe ausgespielt, oder gar als billiger Ersatz für Lebensumkehr verstanden. Der Trugschluss besteht wohl darin, in höhere Welten abheben zu wollen, - ohne moralische Läuterung hier auf Erden... Ich bin der Überzeugung, dass es einem mehr Kraft gibt, vorbehaltlos seinem Gewissen zu folgen, statt mit jahrelanger Meditationspraxis am Wesentlichen vorbeizuleben. Oftmals wer­den auch spirituelle Techniken angewandt, um in gestärkter Weise innerhalb dieses Konkur­renz- und Durchsetzungskampfes sich besser behaupten zu können.
Z.T. geht es im Esoterikmarkt auch um ein eitles Showgerangel, mit gleichzeitigem Profitin­teresse, so dass die heutigen Angebote sicherlich sehr kritisch zu bewerten sind. Und dann wird sich oft noch in meditativer Weise im „Nichtdenken" geübt, während der Mensch die Ebene des verantwortlichen Penkens eher vernachlässigt und „Fünf gerade sein lässt".
Dabei können Gespräche wie das folgende herauskommen:
TülTü!: „Eigentlich müssten wir doch unser Handeln nach insgesamt verantwortlichen Maß­stäben ausrichten." Die Antwort eines praktizierenden Esoterikers lautet darauf: „Ja, das sagst Du, weil Du eine Frau bist und die Verantwortlichkeit ein weibliches Prinzip ist. Für mich als Mann, der ich den männlichen Prinzipien leben will, trifft dies nicht zu." Dies ist nur ein Beispiel, wie eine abgehobene Esoterik das vernünftige Denken vernebeln und zersetzen kann.

13.) Seid Ihr Schenker religiös gebunden ?
Wir Schenker sind offen für Menschen der unterschiedlichsten religiösen oder weltanschauli­chen Hintergründe. Unser Anliegen ist es, sich auf die wichtigsten Grundwerte (s. o. „Was wesentlich ist" oder unsere „Grundsatzpapiere") zu einigen, und alles andere, was darüber hinausgeht, soll möglichst offen und frei gestaltbar sein.
So kann bei uns jeder die Art seiner spirituellen Praxis in einer Weise gestalten, wie es ihm am meisten Kraft gibt. Es gibt Schenker, die durch das Motto „Bete und arbeite" ihr „Christusbewusstsein" entwickeln wollen, andere üben sich in Meditation oder Yoga... Für uns persönlich - Off!Off! und Tu!Tu! - hat das, was Jesus gelebt und z. B. in der „Berg­predigt" zum Ausdruck gebracht hat, von den bisher in der Menschheitsgeschichte tradierten Lehren am meisten Ausdruckskraft.

14.) Wieso lebt ihr. Öff/Öff! und TülTü!, die meiste Zeit getrennt, wo Ihr Euch doch als Paar versteht?
Wir verstehen unsere Liebesbeziehung in erster Linie als Gefährtenschaft eines gemeinsamen idealistischen Weges, wo das Ausleben unserer konkreten Liebesbeziehung der Befolgung höherer Ideale untergeordnet ist.
Also statt sich lähmend aneinander festzuklammern, aus verhängnisvoller Ego- oder Tellerrand-Anhänglichkeit und Leidenschaft, wie haltlos zersplittert im Sumpf Untergehende, die sich aneinander wie instabile Strohhalme festkrallen wollen, oder egoistisch besitzergreifend, ist es 'wahre Liebe', einander in Freiheit gut zu tun, und zusammenzuhalten und einander für Wachstum zu helfen hin zu den aus dem eigenen Gewissen erkannten höchsten Werten...

15.) Heiligt der Zweck die Mittel?
Dies hängt sicherlich vom Zweck und den genaueren Umständen ab.
So soll z. B. die Gewaltfreiheit das Mittel für das Ziel einer verantwortlichen Entwicklung der Welt sein. Wenn nun aber die Einhaltung der Gewaltfreiheit in einem ganz speziellen Fall es nicht möglichen machen würde, dass eine verantwortliche Entwicklung überhaupt zustande
kommen könnte ( - dies wäre wohl in Extremsituationen der Fall, wenn jemand z. B. unmit­telbar zum roten Knopf greifen würde, um die Erde in die Luft zu sprengen, alle gewaltfreien Mittel versagt haben oder unmöglich sind und man ihn nur aus der Ferne erschießen könn­te...), dann muss man wohl von der Gewaltfreiheit - um eines höheren Zieles willen - eine Ausnahme machen. In diesem Falle würde also das Mittel geheiligt um eines höheren Zwek-kes willen.
Grundsätzlich ist es aber so, dass, wenn mein Ziel eine wirklich tragfahige verantwortliche Entwicklung in der Welt ist, und dies lediglich auf der Basis der Einsicht und Gewaltfreiheit jedes Einzelnen gewollt ist, dann die entscheidenden Mittel, um dieses Ziel zu erreichen, die eigene Glaubwürdigkeit und Überzeugungskraft des einzelnen Beispiels sind.

16.) Wieso lehnt Ihr die Technik ab?
Wir lehnen die Technik nicht grundsätzlich ab. Das Messer - als eine Form von Technik -kann dafür verwendet werden, um einen Menschen zu töten oder aber einen Apfel auseinan­der zu schneiden. Das Entscheidende ist wohl, wie wir die Technik einsetzen. Bei der Technik allerdings, welche durch diese hochindustrialisierte Massengesellschaft ent­standen ist, sollte einem bewusst sein, mit wie vielen Opfern solch ein Produktionsprozess verbunden ist. Es sind die Opfer dieser Konkurrenzwirtschaft und der herrschaftlich verwal­teten Menschenmassen. Wenn wir aber eine Gesellschaft anstreben, bei welcher Gewaltfrei­heit und Teilen die zugrundeliegenden Schjüsselwerte sind, dann wird dies wohl nur innerhalb kleiner überschaubarer Lebensgemeinschaften möglich sein... Denn echtes Teilen und die Fähigkeit, einstimmige Entscheidungen zu treffen, setzen voraus, dass ich den anderen kenne. Aus solch kleinen überschaubaren Lebensgemeinschaften wird wohl nur ein begrenztes Maß an Technikeinsatz erwachsen.
Bei den Kindern sagt man ja „Messer, Gabel, Schere, Licht ist für kleine Kinder nichts", doch gilt dies nicht auch für die Technik, welche nicht in die verantwortungslosen Hände der Men­schenkinder gehört? Bevor also die Menschen anfangen, komplizierte Technik einzusetzen, wäre es wohl angebrachter, zuerst zu einem echten gemeinsamen Verantwortungsbewusstsein zu kommen.

17.) Wie kam es, dass Ihr zwei sesshafte Projekte habt?
Seit Beginn dieser Bewegung war es „Programm", neben dem Pilgerleben auf der Straße „Häuser der Gastfreundschaft" für Menschen in Not aufzubauen, aber auch Orte selbstversor­gender Lebensmodelle.
Es gibt sozusagen eine „Logik" für Art und Reihenfolge unserer Lebensform, die sich aus den Grundidealen ergibt: Da die Probleme der Welt im falschen Bewusstsein der Menschen ihre tiefen Wurzeln haben, ist Bewusstseinsarbeit, „Pilgern", das Erste; wenn man dann auf der Straße viel von gewaltfreiem Teilen erzählt hat, sollte man sich damit beim ersten Modell sesshafter Gemeinschaften (in Häusern der Gastfreundschaft) auch ernsthaft bewähren: Ge­waltfreiheit auch gegenüber schwierigen und aggressiven Menschen und Teilen gegenüber den Armen... Und am Ende, nach der Beschäftigung mit den Fehlentwicklungen und Proble­men der falschen Gesellschaft, sollte man auch Modelle für gesundes, harmonisches Leben (unter Menschen und mit der Natur) entwickeln...
Nachdem das „Haus der Gastfreundschaft" bereits ca. 4 Jahre bestand, war die Situation vor Ort zeitweilig sehr kritisch, und es war sehr fraglich, ob wir das Haus der Gastfreundschaft mit unseren gewaltfreien Mitteln überhaupt halten könnten. Wir sagten uns, dass, wenn unsere gewaltfreien Mittel und unsere Ausstrahlungs- und Überzeugungskraft nicht ausreichen, die um uns herum ausufernde Gewalt zu bändigen, wir dann eher bereit sein müssten, selbst zu gehen, als unsererseits Gewalt anzuwenden.
Wir hatten z. B. vor Ort ein rechtsradikal geprägtes Umfeld, hatten das NPD-Büro im Dorf, 2 km weiter fanden die bundesweiten Nazitreffen statt, es war ein „betreutes Wohnen" im Ort, wo straffällig gewordene Jugendliche (die sich oft auch als „Rechte" verstanden) aufgenom­men wurden und bei uns randalierten, gegenüber Öffi! des öfteren mehrfach tätlich wurden etc. etc...
Die Gewalt ging aber hauptsächlich von den bei uns mitlebenden Alkoholikern aus und nicht zuletzt auch von „linken" Gruppierungen vor Ort...
Mittlerweile bildete sich der „Verein zur Förderung des Schenkens". Von Seiten einzelner Vereinsleute wie auch von uns „Schenkern" war der Wunsch nun da, sich nach einem neuen Standort für ein Selbstversorgerprojekt umzuschauen, wo also die Selbstversorgung der kon­krete Schwerpunkt sein sollte.
Geplant war demnach ursprünglich ein „Gemischtes Projekt", wo gemäßigte Verbündete zu­sammen mit radikalen Aussteigern leben. In einer Zeitschrift lasen wir dann, dass das Le­bensgut Pommritz noch Siedler sucht, die sich im Umfeld ansiedeln. Durch den Kontakt zum „Lebensgut" ist dann also der „Friedensgarten" in der Nachbarschaft entstanden. Und zwar erstmal, dann doch als „Aussteigerprojekt"... (Der Ansatz eines „Verbündeten-Projekts" ent­stand mit dem Projekt „Widugard"...)
Beide Projekte, ob nun das „Haus der Gastfreundschaft" oder der „Friedensgarten" waren über Jahre hin recht unsicher, und es war ein Kampf, sie zu behaupten... Beide Projektstand­orte stabilisierten sich, und beide Projektstandorte halten wir für so wichtig, dass wir uns per­sonell eben aufteilen müssen.
Friedensgarten;
Der Friedensgarten wurde von uns „Menschen, die mit anderen Geschenke austauschen" 1998 gegründet. Als „Naturmenschen", die einmütig entscheiden und geschwisterlich teilen, wollen wir Modelle eines möglichst einfachen und natürlichen Lebens (außerhalb von Staats­und Geldsystem) schaffen. Im Bewusstsein, dass unser menschliches Wissen gegenüber der Intelligenz der Schöpfung so gering ist, bemühen wir uns, so wenig wie möglich in die natür­lichen Lebenskreisläufe einzugreifen. Das führt uns zu Experimenten einer möglichst weitge­henden einheimischen, vegetarischen Rohkost, soweit als möglich durch Sammeln aus der Wildnatur.
Wir wollen uns soviel wie möglich durch die Natur in ursprünglicher Weise beschenken las­sen und darüber hinaus mit unseren Händen das Lebensnotwendige erarbeiten, so dass die Befriedigung der Grundbedürfnisse (Nahrung, Gesundheit, Kleidung und Wohnung) kein Unrecht nötig hat, weder direkt noch indirekt. Mit dieser Lebensart wollen wir uns in ein na­türliches Landschaftsbild einer Waldgartenkultur einfügen und lediglich im Sinne eines be­hutsamen Waldgärtners eingreifen... Hier sollen Menschen, die diese Grundrichtung teilen, aber zum Teil verschieden weit in der praktischen Konsequenz gehen, zusammen wirken. In verschiedenen Untergruppen mit jeweils eigenen (Konsens-)Entscheidungsstrukturen wird darauf zu achten sein, dass die jeweils konsequenten Schritte und Gruppen besonders zu för­dern sind.

18.) Wie seid Ihr an Land und Gebäude für Eure sesshaften Projekte gekommen?
Die „Schenker-Bewegung" nahm ihren Anfang mit der Lebensform des Pilgerns. Gepilgert wurde ohne Geld, Privateigentum und Personalpapiere und ohne ein soziales Netz im Hinter­grund.
Dabei lernte Off!Off! jemand kennen, der meinte, dass er ein recht altes und heruntergekom­menes Haus hätte, was er uns zum Kauf für eine Mark anbieten wolle. Off! Off! meinte damals „Ich kaufe nichts, denn ich will, wenn überhaupt, dann ein sesshaftes Gemeinschaftsprojekt gleich aus anderen schenker-idealistischen Wurzeln entstehen lassen:
„Gewissenserklärungen" als Verbindlichkeitsgrundlage anstelle einklagbarer Verträge und Anerkennung „moralischer Nutzungsrechte" statt Kauf von willkürlichem Privateigentum..."
Außerdem war für Off! Off! die Zeit noch nicht reif, sich an ein entstehendes Gemeinschafts­projekt zu binden, da es noch zu wenig Mitstreiter gab und von daher das Pilgern weiterhin angesagt war.
Tü!Tü!, die kurz zuvor ihr Abitur geschmissen hatte und ihren Lehrern in der Schule eh schon ankündigte, ein „Haus der Gastfreundschaft" für Menschen aus Not (nach dem Vorbild der Catholic Worker aus Amerika) aufzubauen, kam diese überraschende Gelegenheit sehr gele­gen.
Sie teilte dem bürgerlich-rechtlichen Eigentümer mit, das angebotene Haus für eine Mark zu kaufen, danach aber die Steuern zu verweigern. Dies war jedoch dem Eigentümer viel zu kompliziert, und da er sich als Sympathisant unserer Ideale verstand, überließ er uns das Haus im Sinne „moralischer Nutzungsrechte".
Im Lauf der Jahre unserer Schenkerlebensweise schloss sich ein Kreis von inhaltlichen Sym-patisanten zu einem „Verein zur Förderung des Schenkens" zusammen, welcher sich u. a. zum Ziel setzte, Land freizukaufen, so dass es nicht mehr wiederverkauft werden könne und an idealistische Ideen gebunden sei. Dieser Verein wollte für den Aufbau eines Selbstversor­gerprojektes, eines zweiten sesshaften Gemeinschaftsprojekts, in Pommritz ein 20 Jahre leer­stehendes Häuschen mit Land - den heutigen „Friedensgarten", freikaufen, doch dann ging der rechtliche Eigentümer nicht mehr zum Notartermin. So sind die bürgerlich-rechtlichen Eigentumsverhältnisse im Hintergrund recht ungeklärt, doch sind wir auch mit der Zustim­mung des rechtlichen Eigentümers an diesem Ort.

19.) Kannst Du uns Adressen von Haupt-Projekten geben, und Kurz-Biographien von Dir und Öff Öff?

Adressen von Schenker-Gemeinschaften [[Telefon-Nummern und Websites sind längst überholt bzw. nicht mehr gültig...; Einschub von Öff Öff 2026]]
„Haus der Gastfreundschaft"
Alte Dorfstraße 6
19370 Dargelütz bei Parchim
Tel.-Nr. (0179)4072506
(Öff! Öff! und "Frieden")

"Friedensgarten" (TülTü!)
Haus Nr. 5c
02627 Pommritz
erreichbar täglich von 19.00 Uhr bis Donnerstags von 20-21 Uhr unter der Tel.-Nr. zu erreichen:
19.30 Uhr unter der (035939) 8 88 01

Homepage eines Verbündeten: www.anhalt.net/larana/texte/dieschenker.

Kurzbiografien:
Öff!Öff!:
Der Abiturient mit bester Abschlussnote (1,0) entschloss sich nicht für eine Karriere, sondern den Sinnfragen des Lebens nachzugehen. Der heute 38jährige studierte katholische Theologie und Philosophie, und in einer Diplomarbeit über Mahatma Gandhi kam seine Begeisterung für gelebte Gewaltfreiheit zum Ausdruck. Er schloss sein Theologiestudium ab und leitete 3 Jahre lang zusammen mit dem Gründer der grünen Kommunebewegung ein gemäßigteres "Emmausprojekt", wo das Sich-Kümmern um Hilfsbedürftige der Schwerpunkt war. Im Winter 1991 entschloss er sich zur größeren Konsequenz, dem Pilgerleben auf der Straße ohne Pri­vateigentum, Geld und Papiere. 1992 lernte er dabei seine Freundin Tü!Tü! kennen, mit der er dann weitere Projekte aufbaute...
Tü!Tü!:
Am Ende ihrer Schulzeit, 8 Wochen vor dem Abitur, das für sie zu bestehen kein Problem gewesen wäre, verabschiedete sie sich von der Schule, verschenkte ihr Privateigentum und entschloss sich, ohne Geld nach dem Prinzip des Schenkens zu leben, und erklärte dem Bundespräsi­denten ihren Staatsaustritt. Mit ihrem Freund Off! Off! gründete sie 1994 das Haus der Gast­freundschaft, während sie zwei Jahre lang, meist allein, das Haus der Gastfreundschaft für Menschen aus Not leitete, während Off! Off! das Pilgerleben auf der Straße praktizierte. Mit 22 ging sie für 2 1/2 Jahre sommers wie winters als Pilgerin auf die Straße. 1998 wurde der Friedensgarten ins Leben gerufen. Seitdem ist sie Haüptverantwortliche dieses Schenker-Projektes.
Vor Einzel-Argumentation: WILLST ÜBERHAUPT NACH ARGUMENTEN GEHN?
2.Forum fr-argum-kult.de braucht Rettung!

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oeff oeff
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Einige AWs auf Kritik von 2024

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[26.08.2024 23:57] Öff Öff Jürgen Wagner: Antworten von Öff Öff zu einigen Konflikt-Fragen der letzten Zeit,
in höchstens 3 Sätzen:

Ich lasse mal ‚Fragen‘ erstmal weg wie: „Es gibt doch gar keine Schenker-Bewegung(SB), nicht wahr?“ und „Die Schenker-Verbündeten(SV) leben die Schenker-Ideale mehr als die Schenker, oder etwa nicht?“… – damit es nicht zu sehr zu einer ‚Satire-Show‘ wird… ;-)
Wenn sowas von irgendjemand echt mal ernsthaft gemeint sein sollte, kann man immer noch schauen, wie man damit am besten umgeht…

1.) Worauf kommt es bei der Kommunikations-Kultur von Schenker-Bewegung (SB) an?
Wir möchten eine passende Kommunikations-Kultur entwickeln für global verantwortliche ‚Menschen-Geschwister‘/‘Menschheits-Familien-Zelle’ (bzw. globale Verantwortung erarbeitenden ‚Menschheits-Familien-Rat‘), wofür eigentlich ein kontinuierlicher Kommunikations-Fluss bzw. sowas wie ein täglicher Moment der Aufmerksamkeit füreinander als ‚ganzheitliche Menschen‘ („Lebens-Runden“, täglich 19 Uhr) nicht zuviel wäre…
MINIMUM für Vertrauens-Team ist, dass, wenn schon kein so kontinuierlicher Kommunikations-Fluss gegeben ist (im Moment nur bei Jannick, Anke, Öffi vorhanden!..) wenigstens bei Problemen und Konflikten die Leute in ausreichende Kommunikation (siehe „SB-Methoden“, „Entscheidungs-Antrag“ etc.) zu kommen bereit sind (im Sinne möglichst direkter Konflikt-Bearbeitung, nicht irgendwann!)…

2.) Wie geht SB mit Öffentlichkeit(s-Sichtbarkeit) und Diskretion um?
SB will öffentlich sichtbares Verantwortungs-Modell sein, weshalb öffentliche Sichtbarkeit für die Schenker sehr radikale Konsequenz ist..., und weshalb für die Schenker-Verbündeten THEORETISCHES (d.h. THEORIE-betreffendes) Mit-Engagement/Kommunikation ihre Schwerpunkt-Aufgabe ist (mit offen-gelassener Dosierung sonstiger PRAXIS-Konsequenzen): Neben Kommunikations-Bereitschaft untereinander gemäß „SB-Methoden“ ist damit auch Ansprechbarkeit für Leute von außen (Besucher, Öffentlichkeits-Arbeit etc.) gemeint…
Gemäß dem Motto „Soviel Öffentlichkeit wie möglich, soviel Diskretion wie nötig!“ ist Diskretion zu praktizieren, wenn es aus Notwendigkeit nicht anders geht: Respekt vor berechtigtem Willen anderer, z.B. weil sie über noch unausgegorene Meinungs-Bildungen vertraulich mit Freunden sprechen können möchten (begrenzt aber durch: KEIN Verschweigen von Unrecht!, KEINE Kritik (oder andere Schädigung) hinterm Rücken!, KEIN Blockieren-Lassen von zu öffentlichkeits-relevanten Inhalten!…)…, Respekt vor Bereichen mit begründetem Intimitäts-Anspruch…, Respekt vor schrittweisen Vorgehens-Methoden wie bei der Konflikt-Bearbeitung (siehe "SB-Methoden")...

3.) Inwiefern gab es in der letzten Zeit Verstöße von Projekt-Bewohnern gegen korrekte Kommunikation („SB-Methoden“/“Entscheidungs-Antrag“)?
Wenn jemand den „Entscheidungs-Antrag“ unterschrieben hat, ist es nicht ok, (schwere!) Konflikt-Stoffe ((z.B. Vorwürfe wie „arrogante Verlogenheit und Selbst-Widersprüchlichkeit (Gegensatz zwischen Inhalten und Taten...) der Schenker und leitender Vereins-Leute, so dass es bei jeder Begegnung mit anderen und bzgl. öffentlicher Erscheinung sehr schädlich wäre und SB-(Projekt-)Entwicklung verhindern würde…, und auch persönlich von Gesprächs-Begegnungen wie beim einmal jährlichen SB-Treffen abhalten würde...“…)) nicht offen und direkt zu kommunizieren und in Konflikt-Bearbeitung zu geben…
Nicht-Teilnahme an SB-Treffen dann nur mit anderen äußeren Umständen begründet zu erklären, ist unwahr… (wie: „Ich hasse meine Schwiegermutter und vermied deshalb meinen Besuch bei ihr, hab aber nur gesagt, mein Auto sei beschädigt – was ja auch der Fall war…“)
Wenn man dann mit anderen schon über die Dinge redete (wochenlang!) und die gemeinsam geteilten Vorwürfe vor den Kritisierten verdeckt hielt, ist das üble Hinterm-Rücken-Klüngelei, wo Schenker dann bei Offenlegung der Klüngelei durch einen Beteiligten und anonymem Hinweis auf weiterhin sich versteckende Mit-Klüngler gar nicht anders können, als die Sache zur Aufdeckung vor die betreffende Gruppe zu bringen...

[26.08.2024 23:57] Öff Öff Jürgen Wagner:
4.) Sind die Lebens-Umstände des Lilitopia-Projekts eine schlimme, unglaubwürdig machende Widersprüchlichkeit zu den Schenker-Idealen (in meinen, Öff Öffs, Worten: „Stadtrand-Villa mit Garten, Pool, Solar, Wohnmobil…“)?
SB vertritt nicht, dass ‚Nichts-Haben‘ bzw. möglichst vollständiges ‚Verarmen‘ etc. das Ideal ist, sondern alle verfügbaren Mittel für Gesamt-Verantwortlichkeit einzusetzen.
Wenn eine SV wie Anke alles zu einem Kommune-Projekt (mit zusätzlich organisiertem Stück „Schenker-Land“) erklärt (wohlgemerkt: drogenfrei, diszipliniert, wie es auch für die Arbeit mit traumatisierten Tieren erforderlich ist…) und objektiv sichtbar für die Ideale einsetzen will (Wohnmobil z.B. weit überwiegend für Projekt- und Aktions-Fahrten) und es menschen-geschwisterlich zu teilen bereit ist ---- und auch den privat-besitzlichen System-Rahmen ‚aufknacken‘ will, indem sie statt Privat-Besitzer-Rechten als oberste Regie-Instanz für das Projekt einen ‚idealistischen Rat‘ („Lilitopia-Rat“: Uwe, Mattheor, Jannick…) eingesetzt hat… --------------- dann ist das (außer dem Schritt, zum Schenker(S) zu werden…) für SV wohl ziemlich das Weitest-Gehende, was sie machen können… ---- und statt dass wir das wegen ‚Widersprüchlichkeiten’ verbergen müssten, könnten wir das in aktiver Öffentlichkeits-Arbeit als tolles Modell-Verhalten raus-hängen!…

((Wer macht sowas sonst??? Und wie leicht hätten wir solche unbegründeten Vorwürfe klären können, wenn da offen kommuniziert worden wäre???…))

5.) Wie ist die Auffassung von SB bzgl. Gleichberechtigung der Menschen oder „Hierarchien“? Ist die Unterscheidung zwischen „(existentiellen) Schenkern“, „Schenker-Verbündeten“ und „Schenker-Sympathisanten“ eine Form von (falscher) „Hierarchie“?
SB vertritt Gleichberechtigung aller Menschen (Respektierung der ‚Kinder Gottes‘ bzw. ‚Menschen-Brüder und Schwestern‘) als „Argumente-Gleichberechtigung“ (im Sinne von „Freier Argumente-Kultur FrAK“) und als „Menschen-Geschwisterlichkeit“ (im Sinne des ‚Liebes-Kommunismus‘: „Gleiches Glück für alle, jeder nach seinen Fähigkeiten, jedem nach seinen Bedürfnissen…“ - Keiner will wohl den Schlosser an die Herz-OP und den Herz-Chirurgen ans Auto stellen!)… – und das als ‚voraus-eilende Konsequenz‘: „Was Ihr von anderen erwartet, das tut auch ihnen – auch wenn sie die Erwartung noch nicht erfüllen…“ (- also bei sich selbst anfangend, so dass es die anderen nach-ziehen und die Lösung im Ganzen bringen soll...), mit der bekannten Konsequenz sehr radikalen allgemeinen gewaltfreien Teilens und Schenkens...
SB vertritt daneben insbesondere (in Berücksichtigung besonderer Verbundenheit unter verlässlichen ‚Verantwortungs-Gesinnungs-Geschwistern‘, zum Wohle aller!) als einen Maßstab für Unterschiedlichkeit (auch unterschiedliches Gewicht von Stimmen!): „Keine Steuer-Ruder in nicht-verantwortliche Hände!“ –
so dass man als wesentlichste Gesamt-Folgerung formulieren könnte: „Mitbestimmung gemäß Kompetenz und VERANTWORTUNGS-VERTRAUEN – einschließlich (existentieller) Verbindlichkeit (d.h.: nicht andere mit Scherbenhaufen sitzen lassen…)!!!“
((Veranschaulichende Anwendung auf die „SB-Ebenen“: S vertreten bzw. verkörpern theoretisch und praktisch die Schenker-Ideale…, SV vertreten die Schenker-Ideale theoretisch mit…, und „Schenker-Sympathisanten SSy“ vertreten nur eine Schnitt-Menge der Schenker-Ideale mit… – Wenn jemand will, dass eine Richtung (= die Ideale) eingehalten wird, wird er das Steuer-Ruder nicht an Leute geben, die nur bis zur nächsten Ecke in diese Richtung fahren und danach anders (SSy)…; und wenn er will, dass die Richtung in Theorie und Praxis eingehalten wird, dann wird er die entscheidende Regie nicht an Leute geben, die es nur in Theorie einhalten (SV)...))

[27.08.2024 07:08] Öff Öff Jürgen Wagner: Ein paar Ergänzungen:

6.) Was sind die Kern-Erwartungen der Schenker für gute Zukunfts-Entwicklung?
Wir erwarten nun jedenfalls von allen 'Orga- bzw. Vertrauens-Team-Verbündeten', DASS WIR ALLE ZUMINDEST DIE MINIMAL-ENTWICKLUNGEN FÜR "VERTRAUENS-TEAM" NUN EEEEEEENDLICH GRÜNDLICH GENUG ERFÜLLEN (BEGINNEND DAMIT, GRÜNDLICH GENUG DARÜBER ZU KOMMUNIZIEREN, besonders bei Konflikten, aber natürlich nicht nur bei Problemen, sondern insgesamt ausreichend für 'Verantwortungs-Familien-Verbundenheit'...):

A) Unsere wesentlichen Inhalte (- die Kern-Ideale..., die Projekt-Überschriften...) SIND AUCH ECHTE 'LEIT-MOTIVE', und sollen NICHT DURCH IRGENDWAS ANDERES KORRUMPIERT WERDEN... (Siehe Beschreibung des Leit-Motivs auf www.global-love.eu: "Gemeinsam vernünftig nach verantwortlichem Leben suchen ((GANZHEITLICHE NACHHALTIGKEIT, "GLOBAL DENKEN, GLOKAL HANDELN!")), in "Freier Argumente-Kultur"!"...)

B) DAFÜR kommunizieren wir nun AUSREICHEND, mit OFFENER KOMMUNIKATION (FREIE ARGUMENTE-KULTUR) einschließlich AUSREICHEND DIREKTER KONFLIKT-BEARBEITUNG, auch mit Bereitschaft zu Konflikt-Helfer-Einbezug etc...
---- also indem wir uns wiiiiirklich fragen, was für andere Menschen - einschließlich Öffentlichkeit und Kinder der Zukunft! - wichtig ist, zu wissen bzw. durch uns mitgeteilt zu bekommen (bzw. was sie selbst so wichtig finden)..., und: 'Alle Infos und Wahl-Alternativen offen auf den Tisch und nach Argumente-Qualität beurteilbar machen, so dass wir nach besten Argumenten gehen können statt anderen (korrupten, manipulativen bzw. gewalttätigen) Durchsetzungs-Formen!' —- was eigentlich für alle Ebenen gelten soll: Mit besonderer Konsequenz natürlich unter uns bzw. in unseren eigenen Orga-Teams, dann auch in unseren Gemeinschafts-Projekten und Aktions-Teams..., und dann ja auch insgesamt als 'Grund-Gesetz' für die korruptionsbefreite Demokratie-Gesellschaft der Zukunft...

C) Wir erwarten nun auch eeeendlich wirkliches Mit-Überlegen (statt irgendwo nur 'in eine Eck-Nische gedrückt zuzuschauen'), welche konkreten Formen funktionieren können! Das Kommunikations-Angebot ist besser als je zuvor!
* Wichtiger als die Frage, wie groß oder klein ein Kommunikations-Kreis gehalten werden soll (wie gesagt: je offener bzw. öffentlicher, desto besser...), ist uns die GREIFBARKEIT von Aussagen ("Ein Mensch, ein Wort!"), so dass wir wo immer möglich mit Aufnahmen arbeiten möchten! Möglichst wenig verpuffendes 'In-den-Wind-Gerede'! ((Prinzipielle Bereitschaft zu sowas wie Aufnahmen steht ja sogar auch schon im "Entscheidungs-Antrag"...)) Wie gut dabei die (Daten-)Schutz-Technik der 'Anonymisierung und teilweisen (märchenhaften) Verzerrung' funktionieren kann, so dass keiner sich zu sehr über ungewolltes Sichtbar-gemacht-Werden beklagen kann, demonstriere ich mal wieder mit dem vorliegenden Text, den man überall veröffentlichen kann...
* "Lebens-Runden" als kontinuierliche Familien-Aufmerksamkeit? Oder wie?...
* Chats sind auch schon ein Fortschritt gegenüber nur individueller Einzel-Kommunikation, und zwar in möglichst geordneter Form (- und wir können froh sein, wenn uns relativ unzensierte Chat-Dienste noch möglich sind, wie Telegram, siehe die Verhaftung des Telegram-Gründers, weil er nicht ausreichend 'moderieren' würde https://t.me/sb_chat1/18085 ... -)... — aber Forum (oder am Ende ein korruptions-befreites Wiki ähnlich wie Wikipedia...) ist die höchst-organisierte Wissens- und Austausch-Form und sollte von uns angemessen genutzt werden (einmal pro Woche ne Stunde ist wohl nicht zuviel...)...
Vor Einzel-Argumentation: WILLST ÜBERHAUPT NACH ARGUMENTEN GEHN?
2.Forum fr-argum-kult.de braucht Rettung!

C.c.:Ganzheitl,soz-spirit Schlüssel:Lass reden üb Verantw-Kommune,wo'Steuer-Ruder'in verantw Hände!(global-love.eu/https://t.me/oeffoeff/1147)
Antworten

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